Partnerschaft zwischen St. Dionysius und St. Anne’s
Neue Schule in Damongo

NORDWALDE -

Eine neue Schule und neue Klassenzimmer für die Nachmittagsschule: In der ghanaischen Partnergemeinde von St. Dionysius tut sich einiges. Dennoch ist in Sachen Bildungsarbeit in Damongo noch viel zu tun.

Donnerstag, 06.12.2018, 18:02 Uhr
Vor wenigen Tagen erst hat Fr. Felix dieses Foto in Damongo aufgenommen. Es zeigt die beengte Situation im „AVE Hope Club“. Ohne Tische und Stühle sitzen die Kinder auf dem Boden und lernen – oder stehen, wie hier zur Begrüßung, auf. Das Bistum Münster hat jetzt zwei weitere Klassenzimmer für die Nachmittagsschule finanziert.
Vor wenigen Tagen erst hat Fr. Felix dieses Foto in Damongo aufgenommen. Es zeigt die beengte Situation im „AVE Hope Club“. Ohne Tische und Stühle sitzen die Kinder auf dem Boden und lernen – oder stehen, wie hier zur Begrüßung, auf. Das Bistum Münster hat jetzt zwei weitere Klassenzimmer für die Nachmittagsschule finanziert. Foto: Freundeskreis Ghana

Es tut sich einiges in Damongo: Ein privater Sponsor hat den Bau einer neuen Schule finanziert. Es war ihm ein Anliegen, die Bildungsarbeit aktiv zu unterstützen. Zuvor hatte er den Freundeskreis Ghana kontaktiert. Der Bau der „Junior Highschool“ in der Nähe der neuen Kathedrale ist nun fertig gestellt. Drei Klassenzimmer bieten Raum für viele Schüler.

Die Schule ist schon eingerichtet, die Arbeit wurde aufgenommen. Allerdings fehlt noch weiteres Unterrichtsmaterial. „Deshalb sind Spenden nach wie vor willkommen, auch um weitere Schüler als Stipendiaten aufnehmen zu können“, schreibt der Freundeskreis Ghana in einem Pressetext.

In diesem Jahr feierte die Gemeinde St. Dionysius Nordwalde das 25-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft mit der Gemeinde St. Anne’s in Damongo im Norden Ghanas. Zu diesem Fest waren fünf Gäste aus Damongo zu Besuch in Nordwalde. Dieser persönliche Kontakt hält die Partnerschaft lebendig.

Die neue Schule in Damongo soll Ende Februar offiziell vom Bischof eingeweiht werden. Sicher sind dann auch Mitglieder des Freundeskreises Ghana aus Nordwalde dabei. Ein Teil der Erlöse aus dem Pfarrfest von St. Dionysius Ende September kam bereits der Bildungsarbeit in Damongo zu Gute. „Trotzdem ist im Rahmen der Bildungsarbeit immer noch viel zu tun“, teilt der Freundeskreis mit.

Eine weitere Neuigkeit betrifft Joana Mbemah, die im vergangenen Herbst ein dreimonatiges Praktikum in der Wichernschule absolvierte. Viele Schüler aus der Wichernschule und aus der Kardinal-von Galen-Schule erinnern sich an die engagierte junge Lehrerin. Die Schüler aus der Wichernschule haben bereits für Unterrichtsmaterial gesorgt, die aus der Gesamtschule unterstützen seit Jahren mit Geldern, die sie an ihrem „Tag für Afrika“ erarbeiten, die Weihnachtsfeier in Damongo, die die Familie Mbemah schon lange für die Kinder der Umgebung organisiert.

Joana Mbemah hat vor einem Jahr in Damongo eine Nachmittagsschule gegründet, den „AVE Hope Club“. Mehr als 100 interessierten Schülern bietet sie nachmittags Nachhilfeunterricht an. Die persönliche Entfaltung der Kinder ist ihr ein besonderes Anliegen. Deshalb stehen weitere Kurse auf dem Programm. Neben dem Unterrichtsstoff proben die Kinder ein Theaterstück, lernen Vorträge zu halten oder können sich einfach mit Sport, Spiel oder Tanz zu beschäftigen. Diese pädagogische Arbeit fand auch in Münster soviel Anklang, dass das Bistum jetzt zwei weitere Klassenräume finanziert hat.

„Beide Beispiele machen Mut, sich zu engagieren, sei es mit Geldspenden, sei es mit ehrenamtlichen Tätigkeiten. Ausgehend von guten Projekten sind weitere Ideen entstanden, die die Bildung unterstützen“, schreibt der Freundeskreis weiter. Persönliche Kontakte bereichern den internationalen Austausch zwischen Nordwalde und Damongo.

Bemerkenswert sei außerdem: Da keine Verwaltungskosten anfallen, kommt jeder Euro der eigentlichen Arbeit zugute. Auch das sei eine gute Nachricht, so der Freundeskreis. Der bevorstehende Weihnachtsmarkt in Nordwalde bietet allen Besuchern die Möglichkeit, die Arbeit weiter zu unterstützen.

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