Wichernschule sucht Bufdi
Beide Seiten können profitieren

Nordwalde -

Am 1. März soll ein Bundesfreiwilligendienstler an der Wichernschule anfangen. Das bietet nicht nur für die Grundschule, sondern auch für den Bufdi Vorteile, sagt Schulleiter Johannes Neumayer.

Donnerstag, 20.12.2018, 19:12 Uhr
Am 1. März soll an der Wicherngrundschule der neue Bufdi seine Arbeit aufnehmen. Noch sucht Schulleiter Johannes Neumayer nach einem geeigneten Kandidaten für die Stelle.
Am 1. März soll an der Wicherngrundschule der neue Bufdi seine Arbeit aufnehmen. Noch sucht Schulleiter Johannes Neumayer nach einem geeigneten Kandidaten für die Stelle. Foto: Detlef Held

Johannes Neumayer ist überzeugt davon, dass beide Seiten profitieren können, wenn ein Bundesfreiwilligendienstler (Bufdi) an die Wichernschule kommt: Die Lehrer können jede helfende Hand gebrauchen. Junge Menschen, die einen Beruf im sozialen Bereich ergreifen wollen, in der Praxis testen, ob das wirklich etwas für sie ist.

Ob es tatsächlich eine Win-win-Situation ist, weiß Schulleiter Neumayer noch nicht. Eine Bufdi-Stelle gibt es an der Grundschule bislang nicht. Das soll sich im kommenden Jahr ändern. Der Wichernschule wurde ein Bufdi genehmigt. „Vormittags soll er die Klassen mit betreuen. Nachmittags dann im Bereich des Offenen Ganztages helfen“, beschreibt Neumayer das Aufgabenprofil. Die Grundschule sucht momentan nach einem geeigneten Kandidaten für die Stelle. Anfangen kann dieser am 1. März 2019. Eine Nebenbeschäftigung ist das nicht. Der Bufdi wird eine volle Stelle mit 39,5 Stunden haben. Dafür bekommt er 350 Euro Taschengeld pro Monat. Voraussetzung sind gute Deutschkenntnisse.

Drei Bewerbungen landeten bislang in der Schule. Den perfekten Kandidaten für die Aufgabe hatte Neumayer eigentlich schon gefunden. Damals war die Schule allerdings noch vom 1. Januar als Einstiegsdatum des Bufdis ausgegangen. Dass hat sich mittlerweile nach hinten verschoben, weil im Januar und Februar keine Gelder für eine Bufdi-Stelle freigestellt werden, erklärt Neumayer. Das habe die Koordinierungsstelle in Münster der Wichernschule mitgeteilt.

Damit ist auch fraglich, ob der gewünschte Kandidat die Stelle annehmen kann. Denn Bufdis verpflichten sich, mindestens für sechs Monate an ihrer Einsatzstelle zu bleiben. Nicht nur aus dem Grund hätte sich Neumayer ein anderes Einstiegsdatum gewünscht: „Der 1. März ist ein relativ unglücklicher Zeitpunkt. Sinnvoller wäre es gewesen, wenn jemand zu Beginn des Schuljahres gekommen wäre.“ Dass die Wichernschule, die bereits im vergangenen Schuljahr den Antrag stellte, nicht schon im September mit einem Bufdi rechnen kann, war ziemlich schnell klar. Denn bis der Antrag vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben genehmigt wurde, dauerte es eine Weile.

Jungen Menschen, die die Lehrer unterstützen, gab es an der Schule bereits. Seit Jahren helfen Langzeitpraktikanten jeweils für etwa drei Monate an der Wichernschule mit. Neumayer hat damit gute Erfahrungen gemacht: „Es ist toll, dass diese Leute das machen. Sie leisten tolle Arbeit.“

Die Bufdi-Stelle sieht der Schulleiter als gute Gelegenheit, um etwa die Zeit bis zum Studium oder einer Ausbildung zu überbrücken. „In der Praxis können sie dann selbst überprüfen, ob sie in der Lage sind, mit Kindern umzugehen“, sagt Neumayer über die Menschen, die beruflich im sozialen Bereich arbeiten wollen: „Das ist eine tolle Chance.“

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