Thorsten Schlepphorst träumt von der „singenden Gemeinde“
Musik soll zum Erlebnis werden

Nordwalde -

Kirchemusiker Thorsten Schlepphorst will das Singen wieder attraktiver machen und auch diejenigen dafür gewinnen, die bisher noch gar nicht wissen, dass sie das Musizieren eigentlich schön finden. Dafür geht er jetzt neue Wege und hat einen Marketingfachmann mit ins Boot geholt.

Freitag, 25.01.2019, 07:00 Uhr
Das erste Konzert in der St.-Dionysius-Kirche der Reihe „Bach 1720“ war gut besucht. Kirchenmusiker Thorsten Schlepphorst (kl .Foto, r.) und Mark Weßling planen Projekte, um den gesamten Ort von der Musik und auch dem Singen zu begeistern.
Das erste Konzert in der St.-Dionysius-Kirche der Reihe „Bach 1720“ war gut besucht. Kirchenmusiker Thorsten Schlepphorst (kl .Foto, r.) und Mark Weßling planen Projekte, um den gesamten Ort von der Musik und auch dem Singen zu begeistern. Foto: Rainer Nix/ Marion Fenner

„Singen ist gesund, es fördert die geistige und körperliche Fitness“, sagt Thorsten Schlepphorst, Kirchenmusiker der katholischen Gemeinde St. Dionysius. Doch, dass er mit dieser Aussage niemanden überzeugen kann, sich für das Singen oder Musik zu begeistern, weiß er auch. Also will er andere Wege gehen.

Musik in den Mittelpunkt stellen

„Ich will das Singen wieder attraktiver machen und auch diejenigen dafür gewinnen, die bisher noch gar nicht wissen, dass sie das Musizieren eigentlich schön finden“, sagt Schlepphorst mit einem Augenzwinkern. Nun hat sich Schlepphorst mit Mark Weßling einen Partner gesucht, mit dem er gemeinsam das Thema Musik in der Gemeinde in den Mittelpunkt stellen will.

Ich bin froh, dass jemand einmal mit einem anderen Blickwinkel an dieses Projekt herangeht.

Thorsten Schlepphorst

„Die Nordwalder sind musikbegeistert“, ist der Kirchenmusiker überzeugt. Es gebe bereits viele aktive Chöre, und auch die Konzerte im Ort seien meist gut besucht. Mark Weßling ist Marketingfachmann, mit ihm will Schlepphorst mit neuen Ideen mehr Aufmerksamkeit auf die Musik lenken. „Musik muss mit einem Spannungsbogen daherkommen, ein Erlebnis sein und Emotionen auslösen“, betont Weßling.

  Foto: Marion Fenner

Zudem müsse auch die Verpackung stimmen. Das beginne mit einer attraktiv und einladend gestalteten Ankündigung, gehe über Infomaterial, das genau auf die entsprechende Veranstaltung angepasst sei und ende damit, das dafür gesorgt werde, dass die Musik als Gefühl zu einer bleibenden Erinnerung wird. „Ich bin froh, dass jemand einmal mit einem anderen Blickwinkel an dieses Projekt herangeht“, sagt Schlepphorst.

Ressourcen bündeln

Es gebe so viele Veranstaltungen im Ort, an denen Chöre oder Musikgruppen beteiligt sind. Diese Ressourcen müssten gebündelt werden und neu in den Fokus gerückt werden. Auch unterschiedliche Kooperationen seien denkbar. Als Beispiel führt er die singende Gangolfschule an, bei der die Kinder gelegentlich auch vom Seniorenchor unterstützt werden. „Warum sollen wir nicht ein ,singende Gemeinde‘ werden“, philosophiert Schlepphorst. Dazu will der Kirchenmusiker neue Projekte ins Leben rufen, an denen sich Musikbegeisterte beteiligen können. „Nicht jeder will sich in einem Chor langfristig binden, hat aber vielleicht Lust, für eine gewisse Zeit an Proben für einen speziellen Auftritt teilzunehmen“, erklärt Schlepphorst. „Wer dann einmal festgestellt hat, welch entspannende Wirkung Singen nach einem stressigen Tag hat, der bleibt dabei“, verspricht Schlepphorst. Es soll aber auch einfach Angebote zum Mitsingen geben. Bezüglich der Musikrichtung ist Schlepphorst nicht festgelegt. „Wir werden uns bei den verschiedenen Projekten nicht nur auch geistliche Literatur beschränken, sondern auch weltliche und moderne Stücke anstimmen.

Fortgesetzt wird die Konzertreihe „ Bach 1720“, in der über einen Zeitraum von vier Jahren (2017 bis 2020) alle Orgelwerke von Johann Sebastian Bach zu hören sind. Das aktuelle Programm umfasst hochkarätige Konzerte (siehe Infokasten).

Konzertreihe Bach 1720

Die Konzertreihe Bach 1720 in der St.-Dionysius-Kirche geht in das dritte Jahr. Das Weihnachtskonzert am 16. Januar war bereits ein großer Erfolg. Acht weitere Veranstaltungen stehen im Programm: 13. März, 18.30 Uhr: „Bachs Vokalmusik“, Vortrag von Thorsten Schlepphorst im Pfarrsaal 24. März, 18.30 Uhr: Passionskonzert“ mit dem Dombläsern aus Münster 2. Mai, 20 Uhr: Kammerkonzert mit Musik von Johann Sebastian Bach mit Virag Novotny (Violoncello) und Vasil Laghidze (Cembalo) 29. September, 11.30 Uhr: Orgelführung an der frisch gereinigten Orgel 13. Oktober, 19 Uhr: Siebtes Orgelkonzert mit dem Organisten Ludger Lohmann aus Stuttgart 6. November, 20 Uhr: Luftwaffenmusikkorps Münster unter der Leitung von Oberstleutnant Christoph Weiper 15. November: „Krach bei Bach“ – Das Bachmusical (Zeit wird noch bekanntgegeben) 1. Dezember, 17 Uhr: Adventskonzert  

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