Flossenschwimmen verlangt besondere Fitness
Meerjungfrauen gehen baden

Nordwalde -

Flossenschwimmen, so wie Meerjungfrauen es machen, ist ein angesagter Trend, für den auch Jungen zu begeistern sind. Dabei geht es nicht nur um das Aussehen, sondern auch um körperliches Geschick und Koordination.

Freitag, 08.02.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 11.02.2019, 15:20 Uhr
Flossenschwimmen macht nicht nur kleinen Meerjungfrauen Spaß, auch Jungen können sich für den durchaus anspruchsvollen Sport begeistern, der jetzt im Hallenbad von einer Tauchschule angeboten wird.
Flossenschwimmen macht nicht nur kleinen Meerjungfrauen Spaß, auch Jungen können sich für den durchaus anspruchsvollen Sport begeistern, der jetzt im Hallenbad von einer Tauchschule angeboten wird. Foto: Sigrid Terstegge

In Märchen und Mythologie sind es geheimnisvolle Wesen – die Meerjungfrauen (englisch: Mermaids). Mal kommen sie mit guten Absichten daher und verlieben sich sogar in einen Menschen wie bei Hans-Christian Andersens kleiner Meerjungfrau. Doch dann gibt es Geschichten, da sollte man besser genug Abstand zu ihnen halten. Auf jeden Fall verfügen sie über eine gewisse Faszination.

Im Hallenbad begann jetzt wieder ein „Mermaid-Kurs“, angeboten vom Schnorchel-Tauchshop Schmitz aus Nienberge. „Im Prinzip üben wir hier eine Form des Apnoe-Tauchens“, erklärte Trainerin Kerstin. Ohne Pressluftflasche oder Schnorchelmaske, aber mit einer großen einteiligen Monoflosse ausgerüstet, bewegen sich die Schwimmer durch das Wasser. Dabei können sie richtig schnell werden, sagt die Trainerin.

Echt wirkendes Schuppenmuster

„Es gibt natürlich speziell bei den Mädchen den modischen Aspekt, sich wie eine Mermaid zu verkleiden“, berichtet Kerstin. Bikini und farbig abgestimmter Fischschwanz mit einer großen Flosse sehen schon ziemlich interessant aus.

Derzeit besonders gefragt ist ein möglichst echt wirkendes Schuppenmuster. Jetzt noch elegant schwimmen und die Illusion einer Meerjungfrau ist perfekt.

Insgesamt geht es aber nicht nur um das hübsche Aussehen. Dann wären die männlichen Teilnehmer am Mermaid-Kurs doch ein bisschen im Nachteil. Denn die gibt es auch. „Und sie haben ebenfalls reichlich Spaß an der Veranstaltung“, betont Trainerin Kerstin.

Nach dem Aufwärmen und Dehnen werden die Monoflossen ohne Kostüm angelegt. Aus der Hüfte heraus müssen die wellenförmigen Bewegungen des gesamten Körpers kommen, dann schießt die Meerjungfrau beziehungsweise der Meermann mit beachtlicher Geschwindigkeit durch das Wasser. Das kann anfangs richtig anstrengend sein. Eine ausgezeichnete Koordination ist nötig.

Atemübungen

„Wir machen Atemübungen, erläutern den Druckausgleich, schwimmen durch Reifen unter Wasser, holen Sternchen vom Boden hoch, üben gegenseitiges Retten und Hilfe bei einem Krampf, und wir versuchen auch, letztendlich eine Choreografie hinzubekommen“, beschreibt Trainerin Kerstin den Ablauf der Stunden. Buddytauchen mit entsprechender Kommunikation sei auch ganz wichtig. „Keiner geht alleine tauchen“, unterstreicht die Trainerin. Und wenn eine Pause nötig wird, dann sollte der Schwimmer mit der Monoflosse die Technik beherrschen, auf dem Rücken im Wasser treiben zu können.

Viel Geduld brauchen jedenfalls die Mütter, die ihre kleinen Mermaids am Ende des Kurses wieder abholen wollen. Es macht so viel Spaß, dass die Sechs- bis 16-Jährigen kaum aus dem Wasser wieder heraus zu treiben sind.

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