Projekt an der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule
Begabte fordern und fördern

Nordwalde -

Das Forder-Förder-Projekt soll an der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule begabten Schülern die Möglichkeit geben, sich gezielt einem Thema zu widmen und darüber eine Expertenarbeit zu schreiben. Unterstützt werden die Jugendlichen dabei vom Centrum für Bildungsforschung, dem Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung.

Samstag, 16.02.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 19.02.2019, 15:36 Uhr
Lehrerin Sabine Rose (r.) betreut das Forder-Förder-Programm für Begabte an der Gesamtschule. Die Teilnehmer werden vom Kollegium vorgeschlagen. Die Gruppe besteht aus höchstens acht Jugendlichen.
Lehrerin Sabine Rose (r.) betreut das Forder-Förder-Programm für Begabte an der Gesamtschule. Die Teilnehmer werden vom Kollegium vorgeschlagen. Die Gruppe besteht aus höchstens acht Jugendlichen. Foto: Gesamtschule

An jeder Schule gibt es Schüler, die zwar einiges auf dem Kasten haben, aber irgendwie in der Masse untergehen und ihr Können und Wissen nicht zeigen. Das Forder-Förder-Projekt (FFP) an der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule soll nun Abhilfe schaffen. Unterstützt wird das Projekt vom ICBF (Centrum für Bildungsforschung), dem lif (Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung) und dem MSW (Ministerium für Schule und Weiterbildung).

Pädagogisches Konzept

„Es handelt sich um ein pädagogisches Konzept aus der Begabungs- und Begabten-Forschung“, berichtet Lehrerin Sabine Rose , die in diesem Jahr das FFP betreut. Mag es an fehlender Motivation liegen, an psychischer Beeinträchtigung oder an weiteren Gründen – auch solche Schüler sollen die Chance bekommen, zu glänzen.

„Meistens kümmert man sich ja um die schwächeren Schüler“, berichtet Rose. Mit dem Projekt sollen herausfordernde Lernsituationen für besonders Begabte geschaffen werden. Im neunten Jahrgang hat es bereits gut funktioniert.

Lerntagebuch

Das Kollegium schlägt Schüler vor, die seiner Beurteilung nach infrage kommen. Die Gruppe besteht höchstens aus acht Personen, und die Nachfrage ist groß. „Da muss meistens gelost werden, wer mitmachen darf“, schildert Rose das bisherige Vorgehen. Die Teilnehmer suchen sich dann selber ein Thema aus, für das sie sich interessieren. Sie müssen sich selbst organisieren, informieren, ein Lerntagebuch führen und innerhalb eines halben Jahres eine Expertenarbeit schreiben. Das sind erste Schritte auf dem Weg zu wissenschaftlichem Arbeiten, wie es auch von Studierenden verlangt wird. Die Expertenarbeit wird dann zum Schluss vor Publikum präsentiert und vorgetragen.

Dieses Projekt möchten wir gerne an der KvG-Schule etablieren, was natürlich auch am Engagement des Kollegiums hängt

Sabine Rose

„Die Lehrkraft und als Mentor unser ,Bufdi’ Lukas Rademacher begleiten und unterstützen die Schüler bei ihrer Arbeit“, schildert Rose. Zwei Stunden wöchentlich werden die Projektteilnehmer vormittags aus dem Regelunterricht genommen und widmen sich ihrer Expertenarbeit. Dabei verpflichten sich die Schüler, den versäumten Stoff nachzuholen. „Dieses Projekt möchten wir gerne an der KvG-Schule etablieren, was natürlich auch am Engagement des Kollegiums hängt“, so Rose. Sie kennt das FFP von der Schule ihres Sohnes in Münster. „Da ist natürlich die Unterstützung durch Studierende der Universität sehr groß“, betont Rose.

An spannenden Themen mangelt es den Schülern nicht. Inwiefern beeinträchtigen multiple Persönlichkeitsstörungen die Teilnahme an der Gesellschaft, so ein Thema. Andere sind interessiert an Träumen, an Exoplaneten oder auch an den Auswirkungen der US-Börse bei Verwerfungen mit Deutschland. Die Präsentation dürfte höchst informativ werden.

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