Mitgliederversammlung beschließt Satzungsänderung
Jugendbildungsstätte ist gerettet

Nordwalde -

Die Jugendbildungsstätte macht weiter. Mit einer Satzungsänderung, die die Mitglieder mehrheitlich beschlossen haben, öffnet sich der Verein Evangelische Jugendhilfe für Privatpersonen, Vereine und Organisationen. Auf diese Weise wollen die Verantwortlichen die Einrichtung auch konzeptionell erweitern.

Mittwoch, 20.02.2019, 23:00 Uhr
Daumen hoch – es geht weiter mit der Jubi: Darüber freuen sich (v.l.) Superintendent Joachim Anicker, Vorsitzender des Vereins Evangelische Jugendpflege, Simone Schulz, Vorstandsmitglied Evangelische Jugendpflege, Christian Elfers, Fachbereichsleiter der Jubi, Reinhold Hemker, Pro-Jubi-Initiative, und der Leiter der Jubi, Pfarrer Thomas Ring.
Daumen hoch – es geht weiter mit der Jubi: Darüber freuen sich (v.l.) Superintendent Joachim Anicker, Vorsitzender des Vereins Evangelische Jugendpflege, Simone Schulz, Vorstandsmitglied Evangelische Jugendpflege, Christian Elfers, Fachbereichsleiter der Jubi, Reinhold Hemker, Pro-Jubi-Initiative, und der Leiter der Jubi, Pfarrer Thomas Ring. Foto: Marion Fenner

Es geht weiter mit der evangelischen Jugendbildungsstätte (Jubi). Mit großer Mehrheit habe die Mitgliederversammlung des Vereins für Evangelische Jugendpflege eine Satzungsänderung beschlossen, nach der die Mitgliedschaft zukünftig nicht mehr nur auf evangelische Gemeinden beschränkt ist, berichtet der Leiter der Jubi, Pfarrer Thomas Ring . „Ab sofort können sich auch Privatpersonen, Vereine und Organisationen als Mitglieder an der Trägerschaft beteiligen.“

Dafür haben in den vergangenen Wochen im Hintergrund viele Menschen sehr engagiert gekämpft, erklärt Joachim Anicker , Superintendent des Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken und Vorsitzender des Vorstandes des Vereins für evangelische Jugendpflege. Unter anderem sei dabei die Pro-Jubi-Initiative zu nennen.

Planungssicherheit

Drei Versuche, die Jubi zu retten, seien gescheitert, doch nun sei der Durchbruch endgültig geschafft, betont Anicker. Hinter dieser Satzungsänderung stehe auch eine konzeptionelle Änderung der Jubi, die NRW-weit die einzige Inklusions-Jugendbildungsstätte ist.

„Der Beschluss der Kreissynode, über das Jahr 2019 hinaus die Jubi nicht mehr zu unterstützen, war eigentlich das Aus“, erklärt Anicker. Ohne diese Unterstützung hätten die übrigen Mitglieder, die 20 Gemeinden des Kirchenkreises, diese Einrichtung nicht alleine stemmen können. Mit der nun beschlossenen Satzungsänderung sei der Weg frei für einen Neuanfang. Damit können nicht nur die 22 Mitarbeiter, die der Jubi in der schwierigen Zeit die Treue gehalten haben, aufatmen, auch die vielen Gruppen, die die Jubi Jahr für Jahr nutzen, haben wieder Planungssicherheit. Dazu gehören unter anderem Schulen, die dort ihre Tage der religiösen Orientierung abhalten oder Seminare, in denen sich junge Menschen auf ihr freiwilliges soziales Jahr oder einen Freiwilligendienst im Ausland vorbereiten.

Natürlich müssen wir auch sehen, dass wir wirtschaftlich arbeiten.

Pfarrer Thomas Ring

Sichergestellt sei zudem, dass die Förderfähigkeit bestehen bleibe und die Einrichtung weiterhin mit Unterstützung sowohl über den NRW-Landesjugendplan, ebenso wie über den kirchlichen Jugendplan rechnen kann, berichtet Anicker. „Natürlich müssen wir auch sehen, dass wir wirtschaftlich arbeiten“, sagt Ring, aber die Zahlen sähen gut aus. „Deshalb sind wir zuversichtlich, dass wir das Geld, das uns von der kreiskirchlichen Förderung fehlt, auffangen können.“

Simone Schulz vom Vorstand der Evangelischen Jugendhilfe ist überzeugt, dass die Jubi mit den zahlreichen inklusiven Angeboten weiter sehr gefragt sein wird.

Zusätzliche Förderungen

„Wir müssen auch sehen, für welche Projekte wir zusätzliche Förderungen bekommen“, sagt Reinhold Hemker von der Pro-Jubi-Initiative. Er habe da bereits einige im Blick. Zudem habe er mit vielen Initiativen, wie dem Naturschutzbund und dem Dachverband der Eine-Welt-Kreise gesprochen, die Interesse bekundet hätten, die Jubi ebenfalls nutzen zu wollen. Auch gebe es namhafte Interessenten für eine Mitarbeit im Kuratorium. Über die Zusammensetzung werde allerdings erst bei der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung Ende März, zu der auch die neuen Mitglieder eingeladen sind, entschieden.

Zum Thema

Wer die Arbeit der Jugendbildungsstätte unterstützen oder fördern möchte, kann dies über eine normale Mitgliedschaft oder eine Fördermitgliedschaft machen. Nähere Informationen sowie die neue Vereinssatzung und Beitrittsanträge sind in der Jubi erhältlich oder telefonisch unter 93 63 16 (Hausleitung) oder per E-Mail an info@jubinordwalde.de.

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