Sitzung des Gemeinderates
Diskussion um Gewerbegebiet

Nordwalde -

Die Grünen sprachen sich in der Ratssitzung gegen eine Änderung des Regionalplans aus, durch den eine neues Gewerbegebiet ausgewiesen werden sollte. Trotzdem stimmte der Rat dem Änderungsantrag an die Bezirksregierung mehrheitlich zu.

Mittwoch, 20.02.2019, 20:00 Uhr
 Der Bolzplatz liegt in dem Bereich, der als Gewerbegebiet ausgewiesen werden soll.
 Der Bolzplatz liegt in dem Bereich, der als Gewerbegebiet ausgewiesen werden soll. Foto: Sigrid Terstegge

Gerne würde die Gemeinde Nordwalde eine neues Gewerbegebiet westlich der Altenberger Straße und nördlich der Umgehungsstraße ausweisen. Dafür soll bei der Bezirksregierung ein Regionalplanänderungsverfahren beantragt werden. „Ich habe mir die Fläche etwas genauer angesehen, dort halte ich eine Gewerbeansiedlung für ungeeignet“, sagte Klaus Kormann von den Grünen in der Ratssitzung am Dienstag.

„Wertvolle Fläche“

Dort befinde sich eines der letzte Biotope in Ortsnähe. 1000 Meter weiter sei ein Park geplant, deshalb halte er es für sinnvoller, das Gebiet dafür mit einzubeziehen. In dem Bereich, der als Gewerbegebiet ausgewiesen werden soll, lägen zwei Teiche, die seiner Ansicht nach durch eine Veränderung in Mitleidenschaft gezogen würden. Kormann hält es für nicht zeitgemäß, diese „wertvolle Fläche“ für Gewerbeflächen zu opfern. „Zudem glaube ich auch nicht, dass die Anwohner das wollen.“ Kormann bemängelte außerdem, dass die Artenschutzprüfung in dem Regionalplanänderungsverfahren 14 Jahre alt sei. „Bürgermeisterin Sonja Schemmann erklärte, dass es bei dem Regionalplanänderungsverfahren nur darum gehe, sich als Gemeinde die Option freizuhalten, dort eventuelle Gewerbeflächen entwickeln zu können. „Genauere und aktuelle Prüfungen auch bezüglich der Artenschutzprüfung müssten bei einer Änderung des Flächennutzungsplanes ebenso wie beim Bebauungsplanverfahren noch erfolgen. Schemman erklärte außerdem, dass die Gemeinde bereits mehrere Anfragen nach einer Gewerbeansiedlung habe abweisen müssen. Es gebe derzeit keine Flächen.

Nitratbelastung

Kormann erklärte, dass er es gar nicht erst so weit kommen lassen wolle, dass der Regionalplan in diesem Bereich geändert werde. „Wenn wir keine neuen Gewerbeflächen haben, dann haben wir eben keine.“ Die Ratsmitglieder stimmten dem Antrag zur Regionalplanänderung mehrheitlich gegen die Stimmen der Grünen zu.

Thema der Ratssitzung war außerdem das Wasserversorgungskonzept der Gemeinde. Ein Ergebnis in der Vorlage war, dass einer der vier Brunnen aus, dem das Trinkwasser gewonnen wird, über dem Grenzwert liegende Nitratwerte aufzeigt.

Weil das Wasser für den Endverbraucher gemischt werde, ergeben sich allerdings keine schädlichen Werte, hieß es aus der Verwaltung. Jörg Ebbing von den Grünen bat die Verwaltung dennoch um Aufklärung, wie künftig mit diesem Brunnenfeld umgehangen werden soll.

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