Lesung mit Franz Kowsky
Besondere Begegnungen

Nordwalde -

Der Autor Franz Kowsky stelle im Bispinghof Kurzgeschichten von Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen vor.

Dienstag, 12.03.2019, 15:52 Uhr aktualisiert: 13.03.2019, 16:54 Uhr
Unter dem Titel „Nerven muss man haben“ berichtete Franz Kowsky von besonderen Begegnungen.
Unter dem Titel „Nerven muss man haben“ berichtete Franz Kowsky von besonderen Begegnungen. Foto: Sigrid Terstegge

Zur Saisoneröffnung im Bispinghofspeicher gab es am Sonntag eine Handvoll Kurzgeschichten. Der ehemalige Deutschlehrer Franz Kowsky hatte darin eigene Begegnungen mit besonderen Menschen aufgeschrieben. Titel der Lesung war „Nerven muss man haben“. Edith Krapf vom Förderverein begrüßte die Gäste im Trauzimmer.

Zusammenbruch

Wer kommt schon auf die Idee, dass eine körperliche Behinderung vielleicht auch Nutzen haben kann? Das etwa lernte der Autor durch seine Begegnung in einem Krankenhaus mit den obdachlosen Engelbert, genannt Engel. Dieser hatte die Scheuermann-Krankheit. Das heißt, er entwickelte schon sehr früh eine immer stärkere Verkrümmung der Wirbelsäule, die zu einem Buckel führte.

„Mit 18 Jahren habe ich mich selbstständig gemacht“, erzählte Engelbert. Er ging auf Reisen. Mit dem „Scheuermann-Buckel“ habe er Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis gehabt. Damit sei unter anderem das Zug fahren für ihn kostenlos gewesen, berichtete Kowsky. Unterkunft fand Engel zumeist bei kirchlichen Einrichtungen. Er entwickelte Strategien, wie man im Leben ohne große Ansprüche auch einigermaßen gut durchkommt. „Im Winter auf der Straße ist allerdings nicht so schön“, hatte Engel Kowsky auch berichtet. Er war auf dem Weg nach Emden gewesen, um sich vielleicht doch dort in betreutes Wohnen zu begeben, als ihn der Zusammenbruch ins Krankenhaus brachte.

Applaus

Auch in Italien und der Türkei begegnete Franz Kowsky Menschen in besonderen Situationen. Die Zuhörer im alten Speicher genossen es, dem Autor zuzuhören. Sie bedankten sich mit üppigem Applaus.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6466562?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F181%2F
Keine Ruhe im Rattenhaus - Nachbarin reißt Geduldsfaden
Maßnahmen gegen die Ratten von nebenan: Das Grün vor dem Wohnzimmerfenster wurde zurückgeschnitten, die Löcher im Gemäuer wurden verfüllt.
Nachrichten-Ticker