Jürgen Schmitz-Jostarndt kommt zur Hobbybörse
Verborgenes Talent erst spät entdeckt

Nordwalde -

Wenn er das eher geahnt hätte, dann wäre sein Lebensweg vielleicht anders verlaufen. Im Alter von 60 Jahren entdeckte Jürgen Schmitz-Jostarndt sein künstlerisches Talent. Seit drei Jahren ist das Herstellen von Steinskulpturen zu seinem Hobby geworden. Im Mai zeigt er seine Werke bei der Hobbybörse am Bispinghof.

Freitag, 15.03.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 17.03.2019, 12:56 Uhr
Jürgen Schmitz-Jostarndt freut sich schon auf die Hobbybörse, bei der er seine Steinskulpturen zeigen will. Erst seit drei Jahren widmet er sich dieser Leidenschaft.
Jürgen Schmitz-Jostarndt freut sich schon auf die Hobbybörse, bei der er seine Steinskulpturen zeigen will. Erst seit drei Jahren widmet er sich dieser Leidenschaft. Foto: Marion Fenner

Das Auto von Jürgen Schmitz-Jostarndt darf schon seit Längerem nicht mehr in der Garage parken. Denn die ist seit einiger Zeit zu einem Atelier mit Werkstatt umfunktioniert worden. Jürgen Schmitz-Jostarndt hat vor drei Jahren sein künstlerisches Talent entdeckt.

Ytong-Steine

Ein Geschenk, das seine Frau erhalten hatte, brachte den damals 60-Jährigen auf die Idee. „Es war eine kleine Skulptur, die mir auch sehr gefallen hat.“ So etwas müsse doch nachzumachen sein, habe er sich damals gedacht. Schmitz-Jostarndt war bis dahin nie künstlerisch tätig gewesen. Er bescheinigt sich zwar selbst ein gewisses handwerkliches Geschick – aber mit Bildhauerei hatte er bis vor Kurzem keinerlei Berührungspunkte.

Der Nordwalder nahm sich einen Ytong-Stein und machte sich an sein erstes Werk. Diese Skulptur steht heute im Vorgarten. Von dem Erfolg beflügelt, ging es weiter. Ideen und Anregungen für neue Skulpturen holt er sich aus dem Internet. „Nie hätte ich gedacht, dass ich so etwas kann und dafür offensichtlich ein gewisses Talent habe“, sagt er mit einem Lächeln.

Nie hätte ich gedacht, dass ich so etwas kann und dafür offensichtlich ein gewisses Talent habe.

Jürgen Schmitz-Jostarndt

Neben seiner Familie hat Schmidt-Jost­arndt zunächst seine Kollegen mit seinen Arbeiten begeistert. „Die Herzfiguren kommen immer sehr gut an.“ Es gab Anfragen aus dem Bekanntenkreis. Bei einem Garagenflohmarkt stellte der Hobbykünstler seine Werke bereits einmal aus. „Einige konnte ich sogar verkaufen“, freut er sich. Nun ist der nächste öffentliche Auftritt geplant. Schmidt-Jost­arndt nimmt an der Nordwalder Hobbybörse am 11. und 12. Mai (Samstag und Sonntag) am Bispinghof teil.

„Vor drei Jahren waren wir dort noch als Besucher“, sagt der Hobby-Bildhauer, der selbst immer noch überrascht ist, dass so ein Talent in ihm so lange geschlummert hat.

„Natürlich habe ich auch Lehrgeld bezahlt“, sagt er. Beim Arbeiten an den porösen Steinen breche auch schnell schon einmal etwas ab. Doch mittlerweile habe er eine gute Technik entwickelt. Beigebracht hat sich Schmitz-Jost­arndt alles selbst. „Ich habe keine Kurse besucht.“

Figürliche Darstellungen

Mittlerweile verbringt der 63-Jährige viel Zeit in seiner Garage. „Das Herstellen der Steinskulpturen ist zu einer richtigen Leidenschaft geworden.“ Jürgen Schmitz-Jost­arndt wagt sich inzwischen auch an figürliche Darstellungen.“

Die fertigen Arbeiten können anschließend in allen Farben lackiert werden. Der Nordwalder bevorzugt allerdings einen Schutzanstrich, der die poröse Struktur und die Farbe des Steins weiter sichtbar lässt. „Das gefällt mir so am besten.“

Die Ytong-Steine werden übrigens noch nicht in großen Mengen zu Schmidt-Jostarndt nach Hause geliefert. „Die kaufe ich im Viererpack im Baumarkt.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6472956?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F181%2F
Wenn Eltern der Geduldsfaden reißt
Laut Kriminalstatistik der Polizei werden immer noch jedes Jahr Tausende Straftaten gegen Kinder registriert
Nachrichten-Ticker