Müllsammeltag mit großer Beteiligung
Hundekotbeutel sind ein Ärgernis

Nordwalde -

Beim Müllsammeltag, zu dem der Hegering, der Heimatverein und die Schützenvereine eingeladen hatten kamen rund 30 fleißige Helfer. Besonders viel Unrat fanden sie an den Einfahrtstraßen in die Gemeinde, außerdem haben sie die Gräben gesäubert. Von dem recht miesen Wetter haben sich die Sammler nicht einschüchtern lassen. Dafür durften sie sich nach der Arbeit mit einer Erbsensuppe stärken.

Montag, 18.03.2019, 22:00 Uhr
Sehr fleißig waren die Müllsammler in diesem Jahr wieder. Sie haben vieles eingesammelt, was andere einfach so in die Natur geworfen haben. Dazu gehörten auch wieder alte mehrere alte Autoreifen.
Sehr fleißig waren die Müllsammler in diesem Jahr wieder. Sie haben vieles eingesammelt, was andere einfach so in die Natur geworfen haben. Dazu gehörten auch wieder alte mehrere alte Autoreifen. Foto: Matthias Lehmkuhl

Alle reden vom Plastikmüll im Meer. Auch die Nordwalder Bevölkerung. Dabei liegt der schädliche Abfall für Flora und Fauna direkt vor ihrer Haustür. Das stellten die vielen Helferinnen und Helfer bei der Müllsammelaktion fest, die vom Heimatverein, dem Hegering und den Schützenvereinen zusammen durchgeführt wurde. Mehr als 30 junge und ältere Nordwalder beteiligten sich daran. Um neun Uhr ging’s vom Bauhof los und um 12 Uhr wurde die Müllsammelaktion ebenda beendet.

  Foto: Matthias Lehmkuhl

Viele aus der Bevölkerung, die eigentlich nichts mit den beteiligten Organisationen zu tun haben, hätten sich beteiligt. „Alle waren trotz des miesen Wetters motiviert. Wir sind sämtliche Bauerschaften abgefahren und haben vor allem die Gräben nach Müll abgesucht“, erklärte Werner Dirksen . „Dabei haben wir viel mehr Müll eingesammelt als in den vergangenen Jahren“, so der Erste Vorsitzende des Heimatvereins weiter. Besonders betroffen seien die Einfahrtsstraßen gewesen wie beispielsweise die Grevener Straße. „Da haben wir vornehmlich den Abfall vom Grevener McDonalds vorgefunden“, ärgerte sich Dirksen über die Achtlosigkeit der Burgerliebhaber, die nach dem Verzehr des BigMacs dessen Verpackung ohne zur überlegen einfach aus dem Auto geschmissen haben.

Autoreifen

  Foto: Matthias Lehmkuhl

Ebenfalls wurden wieder alte Autoreifen gefunden. Christian Hilsing , Leiter des Hegerings Nordwalde, stellte aber auch etwas Positives fest: „Im Wald ist der Müll weniger geworden. Wir haben auch keine Wilddeponien oder größere Müllhafen wie früher dort gefunden.“ Im vergangenen Jahr musste die Müllsammelaktion wegen des Schnees kurzfristig verlegt werden. Damals sei die Resonanz nicht so gut gewesen, wie jetzt. „Es gab immer einen laufenden Wechsel. Wenn jemand seine Sammlung beendet hatte, folgte jemand nach. Eine super Beteiligung“, schwärmte Hilsing.

Beutel in der Landschaft entsorgt

Der Erste Vorsitzende der Dionysius Schützenbruderschaft, Dirk Voßkuhl, sprach ein großes und unverständliches Ärgernis an: volle Hundekotbeutel. „Die haben wir überall in den Hecken, den Büschen und in den Gräben in der Nähe von den Wohnbebauungen an den typischen Hundeausführstraßen gefunden. Die Hundehalter gehen mit ihren Vierbeinern Gassi, nehmen den Kot so wie es sein soll in Plastikbeuteln mit. Aber, anstatt die Beutel mit nach Hause zu nehmen, werden sie von den Hundehaltern – wenn sie sich unbeobachtet fühlen – einfach in der freien Landschaft entsorgt“, schüttelte Voßkuhl den Kopf.

Im Wald ist der Müll weniger geworden.

Christian Hilsing, Leiter des Hegerings Nordwalde

  Foto: Matthias Lehmkuhl

Das sei eine ganz schön ekelige Sache. „Ich verstehe nicht, wieso Frauchen oder Herrchen die vollgekackten Beutel nicht mit nach Hause nehmen oder zumindest den Kot ohne Plastikbeutel einfach liegen lassen“, fragte sich der Feldbauernschütze. „Ich kann das nur bestätigen“, bekräftigte Ralf Feldmann, Präsident der Vereinigten Schützen Nordwalde, der auch ein Geschäft für Hundefutter betreibt und ständig an seine Kunden appelliert, sich anders zu verhalten.

Die Organisation der Müllsammelaktion wurde gleichmäßig verteilt. Der Heimatverein sorgte für die Oberaufsicht und die selbstgemachte Erbsensuppe mit Brötchen und Getränken, die Schützenvereine stellten die Helfer und der Hegering stellte die Fahrzeuge mit Anhänger zum Abtransport des Mülls zur Verfügung.

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