Barbara und Michael Wissing unterstützen Schulneubau in Ghana
Kindern eine Perspektive bieten

Nordwalde -

Barbara und Michael Wissing haben einen Schulneubau für eine Junior High School in Damongo im Norden Ghanas finanziert. Sie waren nun zur offiziellen Einweihung eingeladen und lernten dabei auch Land und Leute kennen. Von ihren Erlebnissen berichten die Beiden nach ihrer Reise dem Freundeskreis Ghana der Pfarrgemeinde St. Dionysius.

Freitag, 22.03.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 24.03.2019, 13:32 Uhr
Bei der Einweihung der Junior High School in Damongo im Norden Ghanas waren die Nordwalder Barbara und Michael Wissing mit dabei. Bei ihrer Reise lernten sie außerdem Land und Leute kennen.
Bei der Einweihung der Junior High School in Damongo im Norden Ghanas waren die Nordwalder Barbara und Michael Wissing mit dabei. Bei ihrer Reise lernten sie außerdem Land und Leute kennen. Foto: nw Freundeskreis Ghana

Bildung ist die Basis für die weitere Entwicklung – davon sind die Nordwalder Barbara und Michael Wissing überzeugt. So überzeugt, dass sie einen Schulneubau für eine Junior High School in Damongo im Norden Ghanas finanzierten. Jetzt waren sie zur Einweihung eingeladen und ließen sich dieses Ereignis nicht nehmen. Für sie war es der erste Besuch in Ghana. Sie sind immer noch voller Eindrücke aus dem afrikanischen Land. Beim Freundeskreis Ghana der Pfarrgemeinde St. Dionysius berichteten sie jetzt über ihre Reise.

Perspektive

Die Idee, einen Schulbau zu unterstützen und das in Ghana kam laut Michael Wissing weil sie schon immer etwas für die Bildung von Kindern tun wollten und das gerne in Afrika, heißt es in einem Bericht des Freundeskreises Ghana. „Mit Bildung bietet sich die Chance auf einen bescheidenen Wohlstand und die Kinder bekommen eine Perspektive“, sagt Barbara Wissing. „Deshalb haben wir den Kontakt zum Freundeskreis Ghana genutzt und so wurde die Idee zu dieser Schule geboren. Das passt zu uns.“

Von der ersten Idee bis zur Einweihung hat es nicht lange gedauert. In einem Jahr war der Schulbau fertig. Die reine Bauphase habe nur ein halbes Jahr gedauert, berichtet Michael Wissing. „Ich hätte mir gewünscht, dass ich selbst noch aktiv auf dem Bau mitarbeiten könnte, aber da war alles schon fertig.“ Bei der Einweihung der Schule mit dem Bischof waren die beiden Nordwalder jetzt dabei. Die Feierlichkeiten seien beeindruckend gewesen: „Eltern, Kinder und die ganze Gemeinde waren dabei“, erzählt Barbara Wissing dem Freundeskreis.

Wir werden bestimmt noch einmal hinfliegen.

Barbara Wissing

Der Bischof habe den besonderen Anspruch dieser Schule betont: Eltern, Lehrer und Schulleiterin sollten daran arbeiten, diese Schule zu etwas Besonderem zu machen. Die Eltern, in dem sie sich für ihre Kinder stark machen und sie bei der Schullaufbahn unterstützen. Lehrer sollten für einen guten Unterricht sorgen, und die Schulleiterin sollte nur 40 Schüler pro Klasse aufnehmen, damit jeder Schüler und jede Schülerin gute Bedingungen vorfindet.

Bei ihrem Besuch habe die Wissings eine Menge erlebt und gesehen. Unter anderem waren sie von der Herzlichkeit der Menschen beeindruckt. „Wir haben im Mole-Nationalpark Elefanten und andere wilde Tiere gesehen. Im Kintampo-Nationalpark haben wir einen großen Wasserfall besichtigt, ein besonderes Erlebnis in der meist trockenen Umgebung“, berichtet Barbara Wissing. Dort seien auch viele Kinder gewesen, die großen Spaß im und am Wasser hatten.

Breite Unterstützung

Michael und Barbara Wissing haben das Geld, das die Kinder der Wichernschule für ihre Partnerschule in Yipala mit Waffelverkäufen gesammelt hatten, überreicht. „Für die Außenanlagen und einen Sportplatz der Junior High School haben wir noch 500 Euro von unserer Familie bekommen“, sagen Michael und Barbara Wissing, heißt es in dem Pressebericht. „Diese Summe konnten wir zusammen mit einer kleinen Spende vom Suttorfer Karneval in Aussicht stellen. Am Ende der Karnevalsfeier hatten einige von uns noch etwas Kleingeld in der Geldbörse, das haben wir eingesammelt und so kamen noch einmal 15 Euro mit in die Spendenbox. „Wir denken wir fast jeden Tag an die Woche in Ghana“, betont Barbara Wissing. „Wir werden bestimmt noch einmal hinfliegen, vielleicht schon im nächsten Jahr, wenn das 25-jährige Bestehen der Diözese Damongo gefeiert wird. Vielleicht haben noch mehr Nordwalder Lust, dabei zu sein.“

„Für die Schule fühlen wir uns auch jetzt, nachdem sie fertig gestellt ist, verantwortlich“, versichert Michael Wissing. In den nächsten Jahren gebe es sicher noch mehr zu tun: vielleicht eine Erweiterung, vielleicht Lehrmaterial, vielleicht Unterstützung für besonders engagierte Lehrer.

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