Dombläser in der St.-Dionysius-Kirche
Sehr laut – aber mit Gänsehautgefühl

Nordwalde -

Die Dombläser, ein Ensemble aus zwölf Blechbläsern und einer Blechbläserin, traten in der St.-Dionysius-Kirche auf. Damit das Publikum nicht mit einem Hörschaden – trotz wundervoller Musik – nach Hause gehen musste, bleiben die ersten Reihe in der Kirche frei.

Mittwoch, 27.03.2019, 08:00 Uhr
Die Dombläser aus Münster beeindrucken bei ihrem Auftritt in der St.- Dionysius-Kirche das Publikum. Aufgrund der Lautstärke durften die Zuhörer nur etwas weiter hinten Platz nehmen.
Die Dombläser aus Münster beeindrucken bei ihrem Auftritt in der St.- Dionysius-Kirche das Publikum. Aufgrund der Lautstärke durften die Zuhörer nur etwas weiter hinten Platz nehmen. Foto: Matthias Lehmkuhl

Wer beim jüngsten Konzert in der St.-Dionysius-Kirche in den ersten sieben Bankreihen Platz nehmen wollte, der musste ein „Reserviert“-Schild lesen. „Ich kann Sie beruhigen“, erklärte Organist Thorsten Schlepphorst. „Es kommen nicht noch einige Fußballmannschaften“, erläuterte der Kirchenmusiker diese Vorsichtsmaßnahme. Denn während des überzeugenden Passions-Konzertes der Münsteraner Dombläser wäre das dann in den vorderen Kirchenbänken sitzende Publikum in Gefahr geraten, einen Hörschaden zu erleiden.

Zwei Zugaben

Zehn Werke inklusive zwei Zugaben spielten die zwölf Blechbläser und eine Blechbläserin zusammen mit drei Schlagwerkern Stücke von Johann Sebastian Bach, Benjamin Britten , Heinrich Ignaz Franz Biber, Toru Takemitsu , Henri Tomasi und Eric Whitacre im Rahmen der Konzertreihe „Bach 1720“.

Dirigiert wurden die Musiker von Norbert Fabritius. Thorsten Schlepphorst spielte zwischendurch zwei Bach-Werke und sorgte damit für etwas gedämpftere Töne. Jeder einzelne Dombläser wechselte fast für jedes Musikstück seine Position. Mal spielten alle zusammen oder einige von ihnen pausierten, weil das vorgetragene Musikstück nicht für so viele Instrumente arrangiert worden war. Trompeterin Anja Bareither gab zu einigen Werken zusätzlich interessante Hintergrundinformationen.

Beeindruckend war das Zusammenspiel bei Benjamin Brittens „Russian Funeral“ und Toru Takemitsus „Signals from Heaven“.

Während der „Fanfares Liturgiques“ von Henri Tomasi – Auszüge aus einer 1947 komponierten Oper über „Don Juan de Mañara“ – verzogen sich die Dombläser aufgrund sehr lauter Passagen sogar in den Chor hinter dem Altar.

Stehende Ovationen

Beim Werk „October“ des 1970 geborenen US-amerikanischen Komponisten Eric Whitacre war Gänsehaut programmiert. Seine Musikpassagen erinnerten an Filmmusiken von John Williams, Hans Zimmer oder auch Howard Shore.

Fast zwei Stunden konnte das Publikum das nicht nur durch seine Lautstärke beeindruckende Konzert der Münsteraner Dombläser genießen. Mit stehenden Ovationen unterstrichen die Zuschauer, dass ihnen die Musikaufführung sehr gefallen hat.

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