Sitzung des Schulausschusses
Gesamtschule soll attraktiver werden

Nordwalde -

Für die Kardinal-von-Galen-Gesamtschule wünscht sich die Gemeinde als Schulträger mehr Zulauf. Zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes hat es eine Befragung unter Eltern und Schülern gegeben. Die Wünsche und Erwartungen sind jetzt ausgewertet worden.

Mittwoch, 27.03.2019, 22:00 Uhr
Die Kardinal-von-Galen-Gesamtschule soll attraktiver werden. Die Gemeinde als Schulträger wünscht sich, dass wieder mehr Nordwalder Kinder dort angemeldet werden.
Die Kardinal-von-Galen-Gesamtschule soll attraktiver werden. Die Gemeinde als Schulträger wünscht sich, dass wieder mehr Nordwalder Kinder dort angemeldet werden. Foto: Vera Szybalski

Schüler und Eltern der Kardinal-von-Galen (KvG)-Gesamtschule sind in der Vergangenheit anonymisiert nach ihren Zielen und Erwartungen an Schulalltag und vor allem an den Schulabschluss befragt worden. Auch an den beiden Grundschulen waren Eltern – ebenfalls anonym – aufgefordert worden, ihre Vorstellungen an die Schulbildung ihrer Kinder zu äußern.

Einige dieser Ergebnisse sind jetzt im Schul-, Sozial,- Kultur- und Sportausschuss vorgestellt worden. Ziel dieser Umfrage, die von der Projektgruppe Bildung und Region aus Bonn durchgeführt wurde, war es, Grundlagen für die Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes zu erhalten.

Defizite ansprechen

„Wir würden uns wünschen, dass mehr Kinder, die in Nordwalde die Grundschule besuchen, anschließend auch zur Kardinal-von-Galen-Gesamtschule gehen“, sagt Doris Böckenfeld aus der Verwaltung. „Wir wollten unter anderem wissen, warum Eltern ihre Kinder zu anderen Schulen außerhalb der Gemeinde schicken.“

Die Gemeinde als Schulträger interessiere sich dafür, wie Eltern und Schüler das Angebot an der KvG-Schule bewerten, was sie sich zusätzlich wünschen und welchen Abschluss sie anstreben. „Auch wollen wir wissen, ob diese Erwartungen erfüllt werden“, erklärt Doris Böckenfeld. Und wenn es Defizite gebe, müssten diese angesprochen und gegebenenfalls beseitigt werden.

Wenn wir die KvG-Schule im Ort halten wollen, ist eine Akzeptanz von den Menschen aus Nordwalde wichtig.

Doria Böckenfeld

Zusätzlich sei es wichtig zu erfahren, welche Anforderungen Eltern von Grundschülern an die weiterführende Schule stellen. Oft, so erklärt die Mitarbeiterin der Verwaltung, trage die Em­pfehlung der Grundschullehrer erheblich für die Entscheidung für eine bestimmte Schule bei. Habe das Kind eine eindeutige Gymnasialempfehlung, wollen Eltern es oft nicht zu einer Gesamtschule schicken. Zudem bestehe oft die Sorge, dass sie dort mit schwächeren Schülern gemeinsam unterrichtet werden. Dabei werde vergessen, dass auch solche Situationen Kinder beim Lernen und in den sozialen Kompetenzen enorm stärken könnten, ist Doris Böckenfeld überzeugt. „Wenn wir die KvG-Schule im Ort halten wollen, ist eine Akzeptanz von den Menschen aus Nordwalde wichtig“, betont Doris Böckenfeld.

97 Anmeldungen

Für das nächste Jahr sind 97 Schüler künftige Fünftklässler an der KvG-Gesamtschule angemeldet worden“, erklärte Schulleiterin Karla Müsch-Nittel. Das ist ein Kind mehr als im vergangenen Jahr. „Wir werden wieder vier Klassen bilden können“, versichert die Schulleiterin. Vor einigen Jahren waren die Anmeldezahlen deutlich höher. „Es gibt mittlerweile viel Konkurrenz aus dem Umlandgemeinden“, sagt Doris Böckenfeld.

Die Ergebnisse der Befragung sind im Ausschuss nur auszugsweise vorgestellt worden. „Wir planen noch einmal einen Termin – voraussichtlich erst nach den Osterferien – bei dem wir die Ergebnisse detailliert vorstellen wollen“, kündigt Böckenfeld an.►

Schwimmbadnutzung

► In der Sitzung des Ausschusses haben die Mitglieder außerdem einer Satzungsänderung für die Nutzung der Schwimmhalle zugestimmt. Danach sollen externe gewerbliche Nutzer künftig eine Nutzungspauschale von 50 Euro pro Stunde bezahlen. Werden zusätzliche Reinigungskosten verursacht, sollen diese im Rahmen einer Überlassungsvereinbarung gesondert abgerechnet werden. Die Gemeinde erhofft sich durch diese Satzungsänderung, die noch vom Rat beschlossen werden muss, eine zusätzliche Gebühreneinnahme in Höhe von 2500 bis 3000 Euro jährlich.

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