Kommentar
Fünfe gerade sein lassen

Bei der Einwohnerfragestunde war die Zahl der Fragen pro Bürger begrenzt.

Freitag, 29.03.2019, 16:04 Uhr

Nicht alle jubeln in Nordwalde über die Pläne für das neue Rathaus. Es gibt eine Gruppe, die ihren Protest etwas lauter formuliert. Auch Kritiker haben das Recht, gehört zu werden. Wenn diese in eine Ausschusssitzung kommen und Fragen haben, dann sollten diese auch ernst genommen werden. Bürgermeisterin Sonja Schemmann hat sich bemüht, alle Fragen ruhig und sachlich zu beantworten. Ihr Problem ist, dass sie nicht auf alle Fragen eine Antwort geben darf. Das ist die Krux dieses Vergabeverfahrens, für dass sich die Ratsmitglieder nun einmal entschieden haben. Dass allerdings der Ausschussvorsitzende Wilhelm Volpers den Bürgern einfach das Wort abschneidet, sich auf Formalien beruft, nach denen jeder nur zwei Fragen stellen darf, war deutlich übertrieben. Manchmal ist es besser, mit Kritikern das Gespräch zu suchen, vielleicht gemeinsam Lösungen zu finden, Verständnis zu wecken und zuzuhören. Einfach mal Fünfe gerade sein zu lassen, wäre hier der deutlich bessere Weg gewesen.

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