Landjugend organisiert Registrierungsaktion für die DKMS
Mit Wattestäbchen fängt es an

Nordwalde -

Wer an Blutkrebs erkrankt, benötigt in manchen Fällen eine Stammzellenspende. Bei der Registrierungsaktion der Landjugend konnten sich jetzt Freiwillige typisieren lassen.

Montag, 01.04.2019, 12:10 Uhr aktualisiert: 07.04.2019, 13:10 Uhr
Die Landjugend hatte zu einer Registrierungsaktion für die DKMS aufgerufen. Die Aktion stieß auf viel Resonanz. Spenden durften aber nicht alle: Jonas ist mit seinen drei Jahren noch zu jung. Er durfte aber schon mal das Wattestäbchen ausprobieren.
Die Landjugend hatte zu einer Registrierungsaktion für die DKMS aufgerufen. Die Aktion stieß auf viel Resonanz. Spenden durften aber nicht alle: Jonas ist mit seinen drei Jahren noch zu jung. Er durfte aber schon mal das Wattestäbchen ausprobieren. Foto: Sigrid Terstegge

Glücklicherweise gab es keinen konkreten Fall von Leukämie, der die Landjugend veranlasst hat, eine Registrierungsaktion für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zu starten. „Wir haben gehört, dass die Landjugend Wettringen 100 Spender registrieren konnte“, erzählte Kerstin Dirting vom Vorstand der KLJB am Sonntag im Pfarrheim. Zusammen mit Ina Maas hatte sie die organisatorische Arbeit der Typisierungsaktion übernommen. Wenn die KLJB nur die Hälfte zusammen bekäme, wäre das schon ein Erfolg, sagte Dirting.

Ab 60 Jahren darf nicht mehr gespendet werden

Das dürfte geglückt sein. Zur Halbzeit waren bereits 40 potenzielle Stammzellenspender im Pfarrheim und hatten ihr Wattestäbchen mit dem Wangenabstrich abgegeben. Da gerade Kaffeezeit war, strömten auch noch reichlich weitere Menschen in den Saal im Untergeschoss, wo die Cafeteria eingerichtet war. Die Landfrauen hatten wieder tief in die Rezeptkiste gegriffen und die tollsten Torten gezaubert. Von Stachelbeer-Baiser-Torte bis zu Joghurt-Pfirsich-Sahne machte das Angebot eine Auswahl echt schwer. Alleine das war für viele schon ein Grund, um vorbei zu kommen.

Eine Etage höher wurde zuerst über die Spende und den Ablauf informiert und dann gab es das Wattestäbchen. „Von 18 bis 55 Jahren kann man sich registrieren lassen“, erläuterte Dirting. Bis zum Alter von 60 Jahren können Freiwillige spenden. Anschließend werden sie aus der Datei genommen. Bestimmte Krankheiten gelten als Ausschlusskriterium für eine Stammzellenspende.

Stammzellen werden meistens per Blut entnommen

Zuerst werden die Spender klassifiziert. Damit erklären sie sich auch für eine Spende bereit. Zu 80 Prozent reicht es, die Stammzellen dem Blut zu entnehmen. In 20 Prozent der Fälle werden die Zellen aus dem Beckenkamm entnommen. Dafür ist eine Operation notwendig. Mit der Übertragung der Stammzellen auf den an Blutkrebs-Erkrankten kann diesem Menschen das Leben gerettet werden.

Die Klassifizierung kostet die DKMS übrigens 35 Euro. Daher freuten sich die Landjugendlichen auch über Geldspenden.

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