Wendepunkt für Busse
Die Fahrzeit verlängert sich

Nordwalde -

Fünf Varianten wurden vorgestellt, eine wird weiter verfolgt: Die Planungen für den neuen Wendepunkt für Busse an der Kardinal-von-Galen-Schule sind im vollen Gange. Der ZOB wird aufgegeben. Bis zum Baubeginn dauert es aber noch.

Freitag, 05.04.2019, 07:00 Uhr
An der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule soll der neue Wendepunkt errichtet werden.
An der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule soll der neue Wendepunkt errichtet werden. Foto: Vera Szybalski

Die Planungen für einen neuen Wendepunkt für Busse schreiten voran. Dass der ZOB aufgegeben und die neue zentrale Haltestelle an der Kardinal-von-Galen-Schule eingerichtet werden soll, steht bereits seit Längerem fest. Im jüngsten Planungs-, Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss stellte Uwe Schmitz , Verwaltungsmitarbeiter im Fachbereich Zentrale Dienste, nun fünf Varianten vor, wie der neue Wendepunkt aussehen könnte. Erarbeitet hatte die Vorschläge das Büro Ambrosius Blanke aus Bochum, das auch das Verkehrskonzept für den Ort erstellt. Der Wendepunkt ersetzt die Funktion des ZOBs. Dort treffen sich die Busse der Linien R73 und 172 immer zu den gleichen Taktzeiten.

Favorisiert wird von den Kommunalpolitikern eine Variante mit einem langen Buskap. Es soll anstelle der Grünfläche, des Fußgängerwegs und der Parkplätze an der Emsdettener Straße errichtet werden. Parallel zur Straße würden dann die Busse der Linie R73 aus Burgsteinfurt und Münster am Buskap halten. Der Bus, der zuerst eintrifft, platziert sich an vorderer Stelle, der andere reiht sich dahinter ein. Die Fahrspur für die Schulbusse bleibt erhalten. Die Busse der Linie 172 aus Greven halten auf der Schulbusspur. Der Planungsausschuss votierte einstimmig dafür, die Planungen für diese Variante weiter zu führen.

Die favorisierte Variante sieht vor, dass parallel zur Emsdettener Straße ein Buskap installiert wird, an dem die Busse (blau) der Linie R73 halten können. Die Grünfläche, der Fußgängerweg und die Parkplätze an der Straße fallen dafür weg.

Die favorisierte Variante sieht vor, dass parallel zur Emsdettener Straße ein Buskap installiert wird, an dem die Busse (blau) der Linie R73 halten können. Die Grünfläche, der Fußgängerweg und die Parkplätze an der Straße fallen dafür weg. Foto: Gemeinde Nordwalde

„Der Förderantrag für 2020 wurde bereits gestellt“, sagte Schmitz. Erste Gespräche mit den Verkehrsunternehmen Westfalenbus und Schäpers wurden geführt. Der Landesbetrieb Straßenbau hat bereits Zustimmung signalisiert. Der Weg zum neuen Wendepunkt ist länger als zum ZOB. Das hat Auswirkungen. „Die Fahrzeit wird sich geringfügig verlängern, vermutlich um zwei Minuten“, sagte Schmitz.

Zusätzliche zentrale Haltestelle im Ort

Mit dem Baubeginn ist nicht vor Sommer 2020 zu rechnen. In die weiteren Planungen soll einbezogen werden, wo Radständer und Bushäuschen platziert werden können. Fußgänger müssen dann vor der Gesamtschule herlaufen, der Fußgängerweg in unmittelbarer Nähe der Emsdettener Straße fällt auf diesem Abschnitt durch den Buskap weg. Zusätzlich zum Wendepunkt soll im Ort eine zentrale Haltestelle geschaffen werden, an der die Busse noch mal halten.

Die vier anderen Varianten weisen im Vergleich zur favorisierten Version verschiedene Nachteile auf. Ein Vorschlag sah vor, dass die Busse der Linien R73 und 172 zusätzlich zum Schulverkehr auf der bestehenden Busspur gehalten hätten. Die Grünfläche, der Fußgängerweg und der Parkstreifen wären dadurch zwar erhalten geblieben, allerdings wäre es zu Konflikten mit dem Schulverkehr gekommen. Für einen anderen Vorschlag mit drei Haltestellen im Fischgrätenmuster statt der bestehenden Busspur, reicht der Platz nicht.

Zu wenig Platz

Ein vergleichbares Problem offenbarte sich bei einer weiteren Variante. Für die 18 Meter langen Gelenkbusse wäre nicht genug Platz, wenn schräg zur Emsdettener Straße drei Buskaps anstelle der Bäume, des Weges und der Parkplätze installiert würden. Ganz ähnlich sah ein anderer Vorschlag aus. Die Buskaps wären dabei nicht mehr ganz so schräg zur Fahrbahn ausgerichtet worden. Die Busse würden dann nicht mehr in die Straße ragen, die Einfahrt wäre für sie aber zu eng.

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