Sicher im Straßenverkehr
Ablenkung als Risikofaktor

Nordwalde -

Wie ist man als Radfahrer sicher im Straßenverkehr unterwegs? Beim Vortrag mit Sicherheitstraining klärten Polizeihauptkommissar Michael Heimeshoff und Jens Ventker von „Zweirad Tippkötter“ über reflektierende Kleidung, Helme und Ablenkung auf.

Montag, 15.04.2019, 17:00 Uhr
Polizeihauptkommissar Michael Heimeshoff erläuterte, wie Radfahrer sicher auf der Straße unterwegs sind.
Polizeihauptkommissar Michael Heimeshoff erläuterte, wie Radfahrer sicher auf der Straße unterwegs sind. Foto: Sigrid Terstegge

„Sehen und gesehen werden“: Das sind die wichtigsten Dinge im Straßenverkehr. Polizeihauptkommissar Michael Heimeshoff demonstrierte am Samstag im St.-Augustinus-Altenzentrum in einem Film, dass Läufer mit reflektierender Kleidung deutlich besser rechtzeitig zu erkennen sind, als welche nur mit weißen T-Shirts. In 300 Meter Entfernung lassen sich schon die Reflektoren erkennen, die weißen Hemden erst bei nur noch 30 Meter Entfernung. Da kann es schon zu spät sein.

Die KAB hatte den Verkehrssicherheitsberater eingeladen, um über Möglichkeiten zu informieren, speziell mit dem Rad sicher auf der Straße unterwegs zu sein. „Ursache für Unfälle ist oft die Ablenkung“, stellte Heimeshoff fest. Dazu gehören der Blick auf das Handy, das Essen am Steuer bei Autofahrern oder auch das Programmieren des Navis. „Ablenkung hat zu hohe Geschwindigkeit als häufigste Ursache für Unfälle abgelöst“, unterstrich Heimeshoff. Da werden Radler oder Fußgänger schnell mal übersehen.

„Helm auf” als wichtige Regel

Wichtig sei es auf jeden Fall, für die eigene Sicherheit zu sorgen. Was es da alles gibt, konnte Jens Ventker von „Zweirad Tippkötter“ erzählen, der ein E-Bike und Sicherheitsausrüstung mitgebracht hatte. „Helm auf“ ist hier eine ganz wichtige Regel. Praktisch sind Helme mit einer Blinklampe auf dem Hinterkopf. Und es gibt sogar einen Airbag, der wie eine Halskrause umgelegt wird und aussieht, wie eine altmodische Heimtrockenhauben aus den 70er Jahren, wenn ein Unfall passiert.

„Man sollte auf dem Sattel sitzend immer mit beiden Fußballen auf der Erde stehen können“, erläuterte Ventker. Beim Fahren sind die Knie dann leicht gebeugt. Sind Radlergruppen unterwegs, so fahren sie ab 15 Teilnehmern im Verband. Dann muss vorne und hinten eine Person gekennzeichnet sein und eine Person hat offiziell die Verantwortung. So dürfen zwei nebeneinander auf der Straße fahren.

Die endgültigen Regeln zum Fahren mit E-Scootern, über deren Zulassung diskutiert wird, waren beiden noch nicht bekannt. Auch da gab es Interesse bei den Anwesenden. Heimeshoff will die nachliefern, versprach er dem Vorsitzenden Richard Münning.

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