Waldbrand bei Lintels Kotten
Trockenheit stellt große Gefahr dar

Nordwalde -

Nahe Lintels Kotten, an der Grenze zwischen Nordwalde und Emsdetten, brannte jetzt ein rund 100 Quadratmeter großes Waldstück. Die Feuerwehr hatte das Feuer schnell im Griff. Dennoch mahnt der Landebetrieb Wald und Holz aufgrund der Trockenheit zur besonderen Vorsicht im Wald.

Donnerstag, 25.04.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 29.04.2019, 16:34 Uhr
Nahe Lintels Kotten brannte jetzt ein Teil des Waldes. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell löschen.
Nahe Lintels Kotten brannte jetzt ein Teil des Waldes. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell löschen. Foto: Jens Keblat

In Lintels Wald entlang des Wanderweges nahe Lintels Kotten hat es am Mittwoch gebrannt. Nahe der Stelle, wo in früheren Jahren bereits häufiger Holzstapel brannten, loderten die Flammen dieses Mal im Unterholz.

Als die freiwillige Feuerwehr am Mittwochmittag alarmiert wurde, gingen die Kameraden zunächst davon aus, dass wieder einmal ein Holzstapel in Lintels Wald direkt am Wegesrand in Brand geraten ist.

4500 Liter Wasser

Doch vor Ort stellte sich der Vegetationsbrand als Brand im Unterholz heraus. Auf einer Fläche von rund 100 Quadratmetern loderten die Flammen. Mit einem C-Rohr gelang es einem Kameraden, die in Anbetracht der anhaltenden Trockenperiode durchaus große Gefahr rasch zu bannen. Rund 4500 Liter Wasser wurden über das eine C-Rohr auf die gesamte Fläche und die umliegende Vegetation abgegeben. Mehrere wasserführende Großfahrzeuge waren zur Brandstelle ausgerückt und zahlreiche Wehrleute im Einsatz. Auch die Polizei hat sich noch während der Löscharbeiten intensiv vor Ort umgesehen, konnte jedoch zunächst keine konkrete Brandursache ausmachen. Die weitergehenden Ermittlungen dauern an, nach Angaben der Beamten komme unter anderem Fahrlässigkeit in Betracht.

Herabgefallenes Laub

Die Waldbrandgefahr ist derzeit immens hoch, sagt Michael Blaschke , Pressesprecher des Landesbetriebes Wald und Holz. Zum einen sei es in den vergangenen Wochen sehr trocken gewesen, zum anderen herrsche im Frühjahr generell eine erhöhte Waldbrandgefahr, weil viele tote Äste, herabgefallenes Laub und Nadeln sowie trockenes Gras auf dem Boden herumliegen. All das sei leicht entzündbar. Vor allem lichtere Stellen im Wald seien besonders gefährdet, betont Blaschke. Die durch den Borkenkäferbefall abgestorbenen Fichten seien auch noch nicht komplett aus den Wäldern entfernt worden und stellen damit ebenfalls eine potenzielle Brandgefahr dar.

Durchschnittswerte

Auch wenn hiesige Regionen auf der Deutschlandkarte des Waldbrandgefahrenindex nur die Stufe zwei von fünf ausweisen, sei die Gefahr für einen Waldbrand dennoch immer gegeben, sagt Blaschke. „Das sind nur Durchschnittswerte.“ Stuf­e zwei bedeute nicht, dass es nicht zu Bränden kommen könne und dass nicht auch lokal eine weit größere Stufe gelten könne, erläutert der Pressesprecher.

Rauchen verboten

Der Landebetrieb Wald und Holz weist darauf hin, dass beim Grillen ein Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern zum Wald eingehalten werden muss. Rauchen und offenes Feuer sind im Wald vom 1. März bis 31. Oktober komplett verboten.

Auch Fahrzeuge sollten nur auf befestigten Flächen abgestellt werden, weil der heiße Auspuff oder Katalysator trockenes Gras in Brand setzen könne. „90 Prozent aller Waldbrände werden von Menschen verursacht“, sagt der Experte. Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen, Grillkohle oder Glasscherben seien zumeist Ursachen für Brände, die sich dann schnell ausbreiten können.

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