St. Dionysius: Konzert der Reihe „Bach 1720“
Einfach nur Musik genießen

Nordwalde -

Einen weiteren Höhepunkt in der Konzert-Reihe „Bach 1720“ haben Virág Novotny und Vasil Laghizde am Donnerstag in der St. Dionysius-Kirche gesetzt.

Freitag, 03.05.2019, 14:12 Uhr
Virág Novotny am Violoncello – insbesondere ihre Interpretation der Suite Nr. 2 war ein besonderes musikalisches Erlebnis.
Virág Novotny am Violoncello – insbesondere ihre Interpretation der Suite Nr. 2 war ein besonderes musikalisches Erlebnis. Foto: Rainer Nix

„Komponist und Musiker sind über jeden Verdacht erhaben“, – mit dieser Bemerkung verweist Kirchenmusiker Thorsten Schlepphorst darauf, dass es nur ein hochkarätiges Konzert werden konnte. Und: Er sollte Recht behalten mit seiner Ankündigung.

Am Donnerstag gastierten Virág Novotny, Violoncello und Vasil Laghizde, Cembalo, in der St. Dionysius-Kirche .

Als weiteren Höhepunkt der Konzertreihe „ Bach 1720“ spielten sie die Suite Nr. 2 d-moll BWV 1008, die Partita Nr. 6 e-moll BWV 830 und gemeinsam die Sonate für Viola da Gamba und Cembalo Nr. 3 g-moll BWV 1029.

„Schließen Sie die Augen“, riet Schlepphorst vor Beginn der Suite Nr. 2, die Novotny solo auf ihrem Cello interpretierte. „Sie werden spüren, dass der Klang von allen Seiten auf sie zukommt. Die Akustik in St. Dionysius erlaubte dieses besondere musikalische Erlebnis.

Die Partita Nr. 6 gehört zum Kanon der Werke für Cembalo und Orgel, die Johann Sebastian Bach in den Jahren von 1731 bis 1741 in einer Sammlung gedruckt veröffentlichte. Es sind virtuose Stücke, Laghizde spielte auf dem Cembalo hochklassige Musik.

Der Begriff „Übung“ darf dabei nicht im heutigen Sinne verstanden werden. Die Kompositionen sind nicht für Instrumentalschüler gedacht, sondern verlangen ein hohes spieltechnisches Niveau. Diese Voraussetzungen spiegelten sich im Vortrag Laghidzes deutlich wider. Er meisterte das virtuos anspruchsvolle Werk, das mit einer großen Toccata beginnt und beeindruckte das Publikum.

Gemeinsam überzeugten die in Ungarn und Georgien geborenen

Vasil Laghizde am Cembalo – er meisterte das virtuos anspruchsvolle Werk und beeindruckte das Publikum.

Vasil Laghizde am Cembalo – er meisterte das virtuos anspruchsvolle Werk und beeindruckte das Publikum.

usiker mit der Sonate für Viola da Gamba und Cembalo. Da es heute an Gambisten ehe mangelt, machen sich Cellisten diese Komposition oftmals zu Eigen. Zu Recht, wie die Interpretation am Donnerstag zeigte. Die anspruchsvolle Sonate spannt den Bogen von stiller Eindringlichkeit bis hin zur Vitalität eines Tanzes. Sie ist auch eines von ungezählten Zeugnissen für Bachs kontinuierliche Affinität zum Violoncello. Hier ist es sensibel ergänzt um das Cembalo, das auch als „Zupfinstrument mit Klaviatur“ bezeichnet wird. Anklänge an die berühmten „Brandenburgischen Konzerte“ sind aus dieser Sonate teils deutlich herauszuhören.

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