Aktion Blühendes Band durch Bauernhand
Saatgut für Blühstreifen liegt im Rathaus bereit

Nordwalde -

Nordwalde blüht auf – im übertragenen Sinne trifft das zu, wenn das Saatgut für Blühstreifen erfolgreich verteilt ist. Ab Montag gibt es dafür Tütchen im Rathaus.

Samstag, 04.05.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 05.05.2019, 15:40 Uhr
Bürgermeisterin Sonja Schemmann freut sich über die Aktion des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes, für mehr Blühstreifen in der Gemeinde zu sorgen. Ortslandwirt Thorsten Pröbsting (links) und LOV-Vorstandsmitglied Thomas Mußmann übergeben das Saatgut.
Bürgermeisterin Sonja Schemmann freut sich über die Aktion des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes, für mehr Blühstreifen in der Gemeinde zu sorgen. Ortslandwirt Thorsten Pröbsting (links) und LOV-Vorstandsmitglied Thomas Mußmann übergeben das Saatgut. Foto: Erhard Kurlemann

Ganz viele Blühstreifen können in der Gemeinde in den nächsten Wochen entstehen. Dafür reicht der Sack an Saatgut, den Ortslandwirt Thorsten Pröbsting und Thomas Mußmann, Mitglied des Vorstandes des Landwirtschaftlichen Ortsvereins (LOV), an Bürgermeisterin Sonja Schemmann übergeben haben.

„Das ist eine gute Sache“, freute sich die Verwaltungschefin. Das Rathaus diene dafür gerne als Ausgabestelle. Von Montag, 6. Mai, an können Interessenten sich kleine Tüten mit Saatgut im Rathaus abholen – solange der Vorrat reicht. Auch die Gemeinde selbst wolle prüfen, welche eigenen Flächen als Blühstreifen genutzt werden können.

„Gut 150 Gramm reichen aus für etwa zehn Quadratmeter“, erläutert Mußmann. „Für die Mischung sind alle Bodenstrukturen geeignet“. Und das Aussäen an sich stelle auch kein Problem dar: „Einfach auf die vorgesehene Fläche streuen und einharken“. Noch bis Anfang Juli könne das Saatgut erfolgreich in die Erde gelegt werden.

Die Aktion „Blühendes Land durch Bauernhand“ ist durch die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft ins Leben gerufen worden. „Wir als LOV haben das gerne aufgegriffen“, betont Mußmann.

Das Saatgut enthalte 14 oder 15 einjährige Sorten, „darunter auch welche, die wir Menschen eher als unscheinbar bezeichnen würden“, ergänzt Pröbsting. „Insekten nehmen diese Pflanzen aber gerne an.“ Und das sei wichtig. Schließlich habe die Aktion auch den Zweck, etwas für die Bienen und viele andere Insekten zu tun. Da müsse das menschliche Auge eben mal zurückstehen.

Die Blühstreifen sollten mindestens sechs Meter breit sein, erläutert Pröbsting eine Empfehlung für die Aussaat. „Das ist aber nur eine Empfehlung. Es gilt aber die Faustregel ,Je breiter – desto besser‘“. Die Aktion sei „so unbürokratisch“ angelegt, dass jeder Nordwalder mitmachen könne.

Auch die Landwirte beteiligen sich, berichtet Mußmann. Auf rund 30 privaten Parzellen im Gesamtumfang von 4,5 Hektar spielen demnächst Insekten die Hauptrollen.

Die Bürgermeisterin bietet am Samstag, 4. Mai, von 10 bis 12 Uhr ihre regelmäßige Sprechstunde an. Es könne sein, dass sie dann schon erste Tütchen mit Saatgut für die Besucher bereithält, meint Sonja Schemmann.

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