Vorsorge gegen Eichenprozessionsspinner
Kleine Raupen sorgen für viel Arbeit

Nordwalde -

Der Eichenprozessionsspinner wird auch in Nordwalde bestimmt wieder für Ärger sorgen. Die Gemeinde ist vorbereitet und kümmert sch um die kleinen Raupen.

Dienstag, 07.05.2019, 17:00 Uhr
Viele Eichen werden durch eine Spezialfirma begutachtet. Sollte sich der Eichenprozessionsspinner finden lassen, kommt ein Sauggerät zum Einsatz.
Viele Eichen werden durch eine Spezialfirma begutachtet. Sollte sich der Eichenprozessionsspinner finden lassen, kommt ein Sauggerät zum Einsatz. Foto: msc

Bald ist es wieder soweit: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners werden zahlreiche Bäume im Gemeindegebiet in Beschlag nehmen und wieder für viel Wirbel sorgen. Seit Jahren breitet sich der Falter vom Niederrhein her kommend weiter in Richtung Norden aus. Witterungsabhängig sind die Raupen des Schmetterlings ab Anfang Mai bis in den Juli hinein hauptsächlich an Eichen zu finden.

Für Unbehagen sorgen dabei die Brennhaare der Raupen, die ein Nesselgift enthalten. Ein Kontakt mit den fast unsichtbaren Härchen kann bei Menschen und Tieren Hautausschläge sowie Brennen und Juckreiz auslösen. Seltener kommt es auch zu schwereren Reaktionen wie Atemwegsreizungen, Bindehautentzündungen oder Fieber. Im Kreis Steinfurt sind allerdings in den vergangenen Jahren keine Fälle von schweren allergischen Reaktionen bekannt geworden, schreibt die Gemeinde.

Ein beauftragtes Spezialunternehmen will die Raupen und Nester auf öffentlichen Flächen wie in den Vorjahren frühzeitig aufspüren und beseitigen, heißt es weiter. In allen sensiblen öffentlichen Bereichen wie Kindergärten, Schulen, Haltestellen und Sportanlagen werden regelmäßige Sichtkontrollen vorgenommen, um direkt geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung einleiten zu können. An befallenen öffentlichen Plätzen und Wegen werden zudem Warnhinweise angebracht. Bei Bedarf werden befallene Bereiche, wie zum Beispiel öffentliche Sportanlagen, Spielbereiche oder Grillplätze gesperrt.

Die Gemeinde hat ein Infoblatt zusammengestellt, das einige Hinweise zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner gibt. Es steht auf der Homepage als Download zur Verfügung. Neben allgemeinen Hinweisen zu Lebensweise und Verbreitung der Insekten sind dort unter anderem Informationen zu möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgeführt.

„Wer den Eindruck hat, dass ein Befall auf einer öffentlichen Fläche noch nicht von den Fachleuten entdeckt wurde, kann dies im Rathaus melden“, appelliert die Gemeinde an die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger. Für diese Fälle gebe es ein Online-Formular auf der Homepage (www.nordwalde.de) oder die zentrale Rufnummer des Ordnungsamtes ( ✆  0 25 73/92 91 01) . So werde sichergestellt, dass die Meldungen direkt an der richtigen Stelle ankommen und bearbeitet werden können.

Sollte die Entwicklung weitere Maßnahmen not­wen­dig machen – wie etwa die Sperrung öffentlicher Flächen – will die Gemeinde umgehend informieren.

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