Nordwalder für PPP-Programm ausgewählt
„Eine Chance, wie es sie nur einmal gibt“

Nordwalde -

Leander Holz aus Nordwalde wird ab August für ein Jahr in den USA leben. Der 22-Jährige wird gefördert durch das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) mit CDU-MdB Marc Henrichmann als Paten.

Donnerstag, 09.05.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 09.05.2019, 10:44 Uhr
Ein Jahr geht es für Leander Holz (r.) mit dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm in die USA. Über die Vorbereitung informierte sich MdB Marc Henrichmann.
Ein Jahr geht es für Leander Holz (r.) mit dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm in die USA. Über die Vorbereitung informierte sich MdB Marc Henrichmann. Foto: Büro Marc Henrichmann

Anfang August geht es für Leander Holz nach Amerika: Ein Jahr wird der 22-Jährige aus Nordwalde in den USA verbringen. So viel steht fest, vieles andere ist noch offen. Wo er arbeiten wird, zum Beispiel. Auch die Familie, bei der er leben wird, kennt er genauso wenig wie seinen Heimatort auf Zeit. Abenteuerlust schadet also nicht, wenn man am Parlamentarischen Patenschafts-Programm, kurz PPP, des Deutschen Bundestags und des US-Kongresses teilnimmt. Über die Vorbereitungen der großen Tour informierte sich jetzt der heimische Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann .

Der CDU-Politiker ist Pate von Leander Holz. „Das PPP ist eine tolle Möglichkeit, Auslandserfahrungen in den USA, unserem nach wie vor wichtigsten internationalen Partner, zu sammeln“, unterstrich Henrichmann. Kontakte zwischen „normalen Menschen“ aus beiden Nationen helfen, Vorurteile abzubauen. In der aktuellen Situation hält er das für besonders wichtig. „So wird deutlich: Die USA sind mehr als nur Trump.“

Der Deutsche Bundestag vergibt seit 1983 Stipendien für ein Austauschjahr in Amerika an Schülerinnen und Schüler sowie junge Berufstätige.

Leander Holz hat vor über einem Jahr seine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker an der Uni Münster abgeschlossen und danach als Geselle bei einem Unternehmen in Wettringen begonnen. Nun geht es erst einmal ins Ausland – was seinen Chef weniger begeistert. „So eine Chance bekommt man aber nur einmal“, freut sich der 22-Jährige. Zu groß sei der Wunsch, „etwas Neues zu probieren“.

Eher zufällig stieß er in seiner Berufsschule auf einen Flyer für das PPP. Zwei Wochen vor der Abgabefrist stellte er die umfangreichen Bewerbungsunterlagen zusammen, nahm an einem Vorstellungsgespräch teil und landete zunächst auf der Reserveliste. Der zweite Anlauf klappte jetzt. In den USA wird er zunächst ein Community College besuchen und sich auf Jobsuche begeben. Kontakte knüpfen, sei dafür angesagt, meint er.

Die endgültige Auswahl über die PPP-Stipendiaten trifft der örtliche Bundestagsabgeordnete, heißt es in einer Mitteilung. Eine verantwortungsvolle Entscheidung sei dies, betont Henrichmann, denn die Stipendiatin oder der Stipendiat vertritt Deutschland ein Jahr lang als „Junior-Botschafter“. „Leander wird das sehr gut meistern“, zeigt er sich überzeugt.

Wer am PPP teilnehmen möchte kann sich bis zum 13. September bewerben.

 

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