Grüne diskutieren Gewerbegebiet
Ein wertvolles Biotop

Nordwalde -

Das geplante Gewerbegebiet zwischen Höppenbach und Umgehungsstraße stößt bei den Grünen nicht auf Gegenliebe. Dabei seien sie nicht gegen ein Gewerbegebiet, sagten Klaus Kormann und Jörg Ebbing. Das ins Auge gefasste Gebiet sei aber ein viel zu wertvolles Biotop. Und sollte das Gewerbegebiet dort realisiert werden, könnte es teuer werden.

Montag, 20.05.2019, 16:00 Uhr
Beim Stammtisch-Treffen von Bündnis 90 / Die Grünen diskutierten die Ratsherren Jörg Ebbing (stehend) und Klaus Kormann (4.v.r.) mit Gästen über das geplante Gewerbegebiet zwischen Höppenbach und Umgehungsstraße.
Beim Stammtisch-Treffen von Bündnis 90 / Die Grünen diskutierten die Ratsherren Jörg Ebbing (stehend) und Klaus Kormann (4.v.r.) mit Gästen über das geplante Gewerbegebiet zwischen Höppenbach und Umgehungsstraße. Foto: Sigrid Terstegge

„Wir sind nicht gegen ein Gewerbegebiet“, betonten Klaus Kormann und Jörg Ebbing am Freitag beim gut besuchten Stammtischtreffen von Bündnis 90/Grüne . Allerdings sei das geplante Gebiet zwischen Höppenbach und Umgehungsstraße ein viel zu wertvolles Biotop, um es mit Gewerbe zu bebauen.

Zusammen mit Helmut Fehr , der für die Grünen im Kreistag und Mitglied im Regionalrat ist, als auch mit der neuen Nabu-Vorsitzenden Kerstin Panhoff hatte man sich vor dem Treffen das Gelände angeschaut. „Das ist ein Kleinod. Mehrere Teiche, ein fast unberührter Bach. Das an anderer Stelle auszugleichen könnte richtig teuer werden“, warnte Panhoff.

Kosten für den Ausgleich trägt die Gemeinde

Überhaupt müsste das Land erst einmal dringend untersucht werden. Es gebe weder valide noch zuverlässige Daten dazu. Die letzten seien aus den Jahren 2005 und 2006. Darin sei speziell diese Ecke nicht enthalten. „Mir erscheint es fast unmöglich, das Gebiet mit seinen Qualitäten neu entstehen zu lassen“, sagte Panhoff.

Fehr erläuterte, dass für den Regionalplan, in dem Gewerbegebiete und Wohngebiete ausgewiesen werden, auf jeden Fall ein Umweltbericht erstellt werden muss. Ihm erschien es aus wirtschaftlichen Gründen sehr unvernünftig, dorthin zu gehen. „Die Kosten für den Ausgleich trägt die Gemeinde und kann sie auf Investoren umlegen“, meinte Fehr. Dann würde es aber teuer.

Gelände an der alten B54 als Alternative?

Laut Regionalplan stünde Nordwalde von 2010 bis 2025 eine Fläche von 18,3 Hektar zu. Wie viel davon bisher entstanden sei, gebe die Gemeinde aber nicht bekannt. Die Grünen jedenfalls sehen Probleme, was die Straßen, Hochwassersituation, Artenschutz und Landschaftsschutz betrifft. Bei den Überlegungen nach einer anderen Stelle für Gewerbe schlug Kormann das Gelände an der alten B 54 vor. Verkehrsanbindung, Ortsnähe – alles sei vorhanden. „Leider sind isolierte Gewerbegebiete im Außenbereich nicht gestattet“, sagte Fehr.

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