KvG-Gesamtschule fehlen Räume
Tische und Bänke für den Flur?

Nordwalde -

Die Kardinal-von-Galen-Gesamtschule benötigt dringend Differenzierungsräume. Das ist ein Dauerthema zwischen Schulleitung und Schulträger. Eine mögliche Lösung für das Problem stellte Architekturstudentin Marie Bücker vor: Sie kann sich vorstellen, dass die Flure genutzt werden.

Sonntag, 30.06.2019, 07:00 Uhr
So könnten die Sitzmöglichkeiten im Flur aussehen. Diesen Entwurf hat Marie Bücker für ihre Bachelorarbeit erarbeitet.
So könnten die Sitzmöglichkeiten im Flur aussehen. Diesen Entwurf hat Marie Bücker für ihre Bachelorarbeit erarbeitet. Foto: Marie Bücker

Fehlende Differenzierungsräume sind ein Dauerthema zwischen der Schulleitung der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule und Vertretern der Gemeinde als Schulträger. Eine mögliche Lösung für das Problem hat Marie Bücker erarbeitet. Die Architekturstudentin war früher selbst Schülerin an der KvG-Gesamtschule, mittlerweile macht sie ihren Master. In ihrer Bachelorarbeit hat sie Möglichkeiten erarbeitet, wie die Flure und die rote Aula als Lernbereich genutzt werden können. Im Schul-, Sozial-, Kultur- und Sportausschuss am Donnerstagabend stellte sie ihre Bachelorarbeit vor.

Für die Aula hat sie verschiedene Varianten entworfen, wie Sitzmöglichkeiten integriert werden könnten. Bücker könnte sich etwa einen langen Tisch mit vielen Stühlen oder Sitzecken vorstellen. In den drei Meter breiten Fluren würde sie auf der Hälfte Tische und Bänke mit Lehnen installieren. Damit blieben anderthalb Meter für den Fluchtweg. Als Bücker ihre Bachelorarbeit schrieb, wandte sie sich auch an Schulleiterin Karla Müsch-Nittel , die sich über die Anregungen freute.

Tisch-Bank-Kombination für den Flur eignet sich gut

Für die Aula hat die Schule bereits seit einigen Jahren einen Plan, der aufgrund des Brandschutzkonzepts in der Warteschleife hängt. Vor allem die Tisch-Bank-Kombination im Flur, die Bücker erarbeitet hat, könnte sich Müsch-Nittel aber gut vorstellen: „Das ist eine Lösung, die wir wirklich sehr toll finden.“ Der Flur von der Aula zur Treppe, die zum Sekretariat führt, würde sich gut eignen, weil dort bei der letzten Renovierung eine Akustikdecke eingebaut wurde.

Der Gesamtschule stehen nur zwei Differenzierungsräume zur Verfügung. Sie benötigt die Räume für die Schüler der höheren Jahrgänge. Ab der siebten Klasse differenziert die Schule, zunächst in den Fächern Englisch und Mathe, die Schüler nach ihrer Leistungsstärke in Erweiterungs- und Grundkurse. Dabei können mehr Lerngruppen entstehen, als Klassen existieren. Die Differenzierungsräume benötigt die Gesamtschule auch für modernen Unterricht. Wenn eine Gruppe von Kindern trainiert, einen Vortrag zu halten oder zwei oder drei Schüler in Ruhe etwas lesen sollen, werden die zusätzlichen Räume benötigt.

„Günstiger, als wenn wir Wände einreißen”

Das Konzept von Bücker überzeugte nicht nur Karla Müsch-Nittel, sondern stieß auch bei den Ausschussmitgliedern auf offene Ohren. „Das ist wahrscheinlich immer noch günstiger, als wenn wir Wände einreißen und neue Räume schaffen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Tobias Elshoff. Eventuell können Gelder aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ dafür verwendet werden, andernfalls könnten die Kommunalpolitiker das Thema bei den nächsten Haushaltsberatungen auf die Agenda setzen.

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