UWG, SPD und Grüne suchen Bürgermeister-Kandidaten
„Wir können etwas bewegen“

Nordwalde -

Für die Bürgermeisterwahl im Herbst 2020 tun sich UWG, SPD und Bündnis 90/Die Grünen zusammen: Sie suchen einen gemeinsamen Kandidaten, der für sie antritt. Was sie von einem geeigneten Bewerber erwarten und welche Themen ihnen am Herzen liegen, legen sie auf einem achtseitigen Flyer dar.

Dienstag, 09.07.2019, 06:00 Uhr
Die UWG, die SPD und Bündnis 90/Die Grünen suchen eine geeignete Frau oder einen geeigneten Mann als gemeinsamen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im Herbst kommenden Jahres.
Die UWG, die SPD und Bündnis 90/Die Grünen suchen eine geeignete Frau oder einen geeigneten Mann als gemeinsamen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im Herbst kommenden Jahres. Foto: Ann-Kathrin Schriever

Ganz oben, auf der ersten Seite über einem Bild vom Rathaus, prangt der Spruch: „Frischer Wind für Nordwalde“. Darunter folgt eine Stellenanzeige. Nicht für irgendeinen Job, sondern für das Bürgermeisteramt in Nordwalde. Die UWG, die SPD und Bündnis 90/ Die Grünen suchen mit dem achtseitigen Flyer eine geeignete Frau oder einen geeigneten Mann als gemeinsamen Kandidaten.

„Immer nur reden – das ist nicht unser Ding. Wir können etwas bewegen.“ So leiten die Parteien und Wählergemeinschaft ein, warum sie sich zusammengeschlossen haben. „Kann das funktionieren?“, fragen sie sich selbst, um gleich die eindeutige Antwort folgen zu lassen: „Ja, kann es!“ Es gehe ihnen nicht um Parteipolitik. „Wir wollen einfach nur die besten Entscheidungen für unser Nordwalde.“

Die Gemeinde zukunftsorientiert weiterbringen

Was sie von einem geeigneten Kandidaten erwarten und welche Themen ihnen besonders am Herzen liegen, halten UWG, SPD und Grüne auf den folgenden Seiten fest. Der Bürgermeister solle den ersten Schritt vor allen anderen machen: „Ihre Innovationen und Visionen sollen den Weg in die Zukunft sichern und bisher verschlossene Türen sollen durch Sie geöffnet werden.“

Der Kandidat solle ein offenes Ohr für die Menschen haben und vermitteln können, die etwa 55-köpfige Verwaltung führen und keine Diskussion scheuen. Aber er soll auch gerne vor und mit vielen Menschen reden und dabei den richtigen Ton treffen, andere überzeugen können, ohne sie vor den Kopf zu stoßen und Probleme offen benennen und Ansätze finden, um die Gemeinde zukunftsorientiert weiterzubringen.

Gemeinsam Politik für die Bürger in Nordwalde machen

Bundesweit suchen die Parteien und Wählergemeinschaft qualifizierte Persönlichkeiten, die sich vorstellen könnten, das Amt in Nordwalde zu übernehmen. Perfekt zur Gemeinde passe ein Kandidat, der gerne im Münsterland lebe, weil er „die Menschen und unsere Heimat“ liebe, seinen Wohnsitz in Nordwalde hat oder gerne mit seiner Familie hierhin ziehe.

„Gemeinsam mit Ihnen wollen wir Politik für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Gemeinde machen“, schreiben UWG, SPD und Grüne in dem Flyer weiter. Auf die begrenzten finanziellen Spielräume der Gemeinde gehen sie auch ein: „Seit vielen Jahren befindet sich Nordwalde im Haushaltssicherungskonzept.“

Aussagen müssen is zum 27. September vorliegen

Zu den Themen, die den beiden Parteien und der Wählergemeinschaft besonders am Herzen liegen, zählen Familie, Schulpolitik, Natur und Umweltschutz, kulturelle Vielfalt, Ehrenamt, Sport, Baulandentwicklung, Arbeitsplätze sowie Rathausneubau und Ortskern. „Wenn Sie für Nordwalde zur nächsten Bürgermeisterwahl antreten wollen, sollten wir uns kennenlernen“, schreiben UWG, SPD und Grüne in dem Flyer. Die Ortsvereinsvorsitzenden Dr. Rudolf Fischer (UWG), Annette Bösert (SPD) und Jörg Ebbing (Die Grünen) stünden für vertrauliche Informationen und Bewerbungen zur Verfügung.

Auf der letzten der acht Seiten, über die sich alle der Leitspruch „Frischer Wind für Nordwalde“ zieht, stehen noch ein paar Zahlen, Daten und Fakten über Nordwalde. Ein Datum sollten sich Interessierte dabei besonders merken: Bis zum 27. September muss die aussagekräftige Bewerbung per E-Mail an die UWG, SPD und Grünen verschickt sein.

Kommentar

Die Nordwalder sollen im Herbst 2020 nicht nur die Wahl, sondern eine Auswahl haben, wer ihr Bürgermeister wird. Die UWG, SPD und Grünen haben eine gute Entscheidung getroffen, einen gemeinsamen Kandidaten aufstellen zu wollen.

Die Nordwalder sollten wählen können, welcher Bewerber um das Bürgermeisteramt sie mehr überzeugt, wer aus ihrer Sicht die besseren Ideen für die Zukunft des Orts hat. Dann setzen sich die Bürger vermutlich sogar intensiver mit den Wahlprogrammen auseinander. Das ist Demokratie. Genau so soll es sein. Der bessere Kandidat setzt sich durch.

Ob die UWG, SPD und Grünen einen geeigneten Bewerber finden? Die Frage steht auf einem anderen Blatt. Dass die Parteien und Wählergemeinschaft aber versuchen, eine Auswahl zu ermöglichen, kann nur gut sein.

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