Neubau des Bürgerzentrums
Lösung für die Mitarbeiter gefunden

Nordwalde -

Welche Übergangslösung steht für die Rathausmitarbeiter bereit, bis das neue Bürgerzentrum gebaut ist? Diese Frage bewegte nicht nur die Mitarbeiter selbst in den vergangenen Monaten. Nun hat der Gemeinderat einen Beschluss gefasst, wohin die Verwaltung zieht.

Donnerstag, 11.07.2019, 11:00 Uhr
Die Rathausmitarbeiter sollen während der Übergangszeit, bis das neue Bürgerzentrum fertig ist, in der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft an der Bispingallee und in Containern auf einer Fläche neben dem evangelischen Friedhof arbeiten.
Die Rathausmitarbeiter sollen während der Übergangszeit, bis das neue Bürgerzentrum fertig ist, in der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft an der Bispingallee und in Containern auf einer Fläche neben dem evangelischen Friedhof arbeiten. Foto: Sigrid Terstegge

Der geplante Bau des Bürgerzentrums ist in diesem Jahr gehörig ins Stocken geraten. Der Stillstand dürfte aber bald beendet sein. Eine drängende Frage ist geklärt: Der Rat hat im nichtöffentlichen Teil seiner Sitzung am Dienstagabend entschieden, wie die Übergangslösung für die Rathausmitarbeiter aussehen soll.

Die Mitarbeiter des Fachbereichs III, Ordnung und Soziales, ziehen in die ehemalige Flüchtlingsunterkunft an der Bispingallee. Für die Mitarbeiter der anderen Fachbereiche sollen Container gekauft werden. „Die Module sollen auf einer Fläche neben dem evangelischen Friedhof stehen“, sagt Bürgermeisterin Sonja Schemmann . Das Areal will die Gemeinde pachten. Mit der Bauaufsicht des Kreises Steinfurt sei das Vorhaben bereits abgestimmt. Das Archiv und die Registratur werden in einem gemeindeeigenen Gebäude an der Gildestraße untergebracht.

Fachbereiche können miteinander kommunizieren

Alle Ratsmitglieder hätten sich einverstanden erklärt, dass sie die Beschlüsse öffentlich verkünde, sagte Schemmann am Mittwoch. Die Übergangslösung ähnelt der aus dem Januar. Damals hatte die Bürgermeisterin das Konzept der Firma List-Bau vorgestellt, für das sich der Rat im mittlerweile gekippten Vergabeverfahren entschieden hatte. Demnach sollten die Verwaltungsmitarbeiter ebenfalls an zwei Standorten untergebracht werden. Der Fachbereich III in der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft an der Bis­pingallee, die anderen Mitarbeiter am Bispinghof.

Der Rat entschied sich am Dienstagabend für die genannte Lösung, weil die Rathausmitarbeiter relativ zentral und nah beieinander untergebracht seien. Es gebe nicht so lange Wege, sodass die verschiedenen Fachbereiche gut miteinander kommunizieren könnten, sagte Schemmann. Bis die Verwaltung umzieht, wird es noch ein paar Wochen dauern.

Fachkommission wird doch nicht gebildet

Der Mitarbeiter des Fachbereich III könnten theoretisch sofort ihre Sachen packen. Das Archiv und die Registratur könnten ebenfalls sofort den Standort wechseln. Der Fachbereich III strebt den Umzug Ende September / Anfang Oktober an. Bis der Kauf der Container ausgeschrieben und vergeben ist, dauert es vermutlich bis fast in den Winter. Bis dahin soll die Fläche vorbereitet werden. Die Container stehen vermutlich im November oder Dezember zur Verfügung.

Die Ratsmitglieder hatten bereits im öffentlichen Teil ihrer Sitzung über den Bau des Bürgerzentrums gesprochen. Die geplante Fachkommission wurde nicht gebildet. Im Vorfeld hatten die Kommunalpolitiker in einem interfraktionellen Gespräch den Wunsch geäußert, die Fachkommission ins Leben zu rufen. Wenn der Rat sie bilden möchte, muss der Beschluss einstimmig sein. Das stellte Sonja Schemmann in der Sitzung klar.

Neue rechtliche Berater

Zur Abstimmung kam es gar nicht mehr, denn Ursula Grothe (SPD) kündigte an, dagegen zu votieren. Zuvor hatte SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Ulrich Rhein bereits seine Bedenken geäußert und vorgeschlagen, dass stattdessen der Planungs-, Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss häufiger tagt. Diesen Weg will die Gemeinde nun gehen.

Mittlerweile steht auch fest, dass die Gemeinde „nicht einfach so“ mit den juristischen Beratern, die sie bislang in dem Vergabeverfahren begleitet haben, weiterarbeiten könne, sagt Schemmann. Die Verwaltung hat bereits eine Angebotsabfrage gemacht. Im nichtöffentlichen Teil des Haupt- und Finanzausschusses wurde die Auftragsvergabe beschlossen. Der nächste Schritt wird sein, dass der neue rechtliche Berater in einer öffentlichen Sitzung die möglichen und sinnvollen Vergabeverfahren vorstellt.

Wann die Gemeinde mit dem Neubau des Bürgerzentrums fertig sein muss, wenn sie die Fördermittel erhalten will, ist ebenfalls klar. Die Frist wurde auf den 31. Dezember 2022 verlängert. Bis zum 30. Juni 2023 muss abgerechnet sein. Das hat die Gemeinde jetzt schriftlich vorliegen.

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