Buskap an der Altenberger Straße wird gebaut
Die Autos müssen warten

Nordwalde -

Ein neuer Buskap an der Altenberger Straße und ein abschließbares Fahrradhäuschen am Bahnhof: Die zwei Projekte stellte die Gemeinde im vergangenen Jahr vor. Während das eine aktuell umgesetzt wird, hängt das andere in der Warteschleife. Der Grund: Es haben sich keine Firmen auf die Ausschreibung gemeldet.

Sonntag, 11.08.2019, 16:06 Uhr
Die Bushaltestelle „Friedhof“ an der Altenberger Straße wird zu einem Buskap umgebaut. Bis die Fahrradgebäude am Bahnhof überdacht werden, dauert es wohl noch einige Zeit.
Die Bushaltestelle „Friedhof“ an der Altenberger Straße wird zu einem Buskap umgebaut. Bis die Fahrradgebäude am Bahnhof überdacht werden, dauert es wohl noch einige Zeit. Foto: Vera Szybalski

Es ist ein Vorgeschmack, auf das, was kommt: Wer mit dem Auto über die Altenberger Straße in Richtung Ortskern fährt, muss auf Höhe der Friedhofs durchaus mal kurz warten. Denn dort wird momentan ein Buskap gebaut. Die Altenberger Straße ist deshalb nur einspurig befahrbar und die Autofahrer, die Nordwalde in Richtung Altenberge verlassen, haben Vorfahrt.

Dass die Fahrer auf der Altenberger Straße kurz halten müssen, wird in Zukunft immer wieder der Fall sein. Und zwar dann, wenn der Bus an der Haltestelle „Friedhof“ hält. Dort wird seit Beginn der Sommerferien ein Buskap gebaut. Die Arbeiten auf der Straßenseite in Richtung Ortskern sind bald abgeschlossen. Vermutlich in der kommenden Woche will die von der Gemeinde beauftragte Firma mit dem Umbau der Bushaltestelle auf der anderen Straßenseite beginnen.

Barrierefrei umgebaut

Das Buskap wird künftig in die Straße hineinragen. Wenn ein Bus hält, können Autofahrer ihn weder überholen noch entgegenkommen. Beide Haltestellen an der Altenberger Straße sind künftig barrierefrei. Fahrgäste können bequemer einsteigen und aussteigen, weil der Bordstein leicht erhöht wird und damit die gleiche Höhe hat, auf die sich der Bus zum Einsteigen der Fahrgäste herabsenkt. Für sehbehinderte Menschen werden spezielle Steine in den Boden eingelassen, an denen sie sich orientieren können. Das Bushäuschen wird im Zuge des Umbaus leicht versetzt, bleibt aber in der Nähe des Friedhofseingangs.

Während der Bauarbeiten können Besucher des Friedhofs nicht auf dem halbseitigen Bürgersteig an der Altenberger Straße parken. Momentan wird der Verkehr an der Stelle noch ohne Ampel geregelt. Das soll sich ändern, wenn die Straßenseite in Richtung Altenberge umgebaut wird. Während der Bauzeit ist eine Ersatzhaltestelle etwa 100 Meter entfernt eingerichtet.

Keine Firmen interessiert

Der Umbau der Haltestelle „Friedhof“ kostet 115 000 Euro. Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe fördert die Errichtung des Buskaps mit 95 000 Euro. Ursprünglich sollte aus dem gleichen Förderprogramm noch eine zweite Maßnahme der Gemeinde unterstützt werden: Am Bahnhof sollen zwei der überdachten Fahrradgebäude eingezäunt werden. 48 Räder sollen in dem Häuschen Platz finden. So weit die Theorie.

An der Umsetzung hapert es, denn die Gemeinde findet keine Firmen, die den Auftrag übernehmen. Auf die Ausschreibung hat sich niemand gemeldet. „Es ist noch nicht in Sicht, dass wir jemanden finden, der das macht“, sagt Uwe Schmitz, der in der Gemeindeverwaltung für den Öffentlichen Personennahverkehr zuständig ist.

30 Bewerber für Fahrradstellplätze

Wer einen Platz in dem Fahrradhäuschen mieten möchte, bekommt einen Chip, mit dem sich die Tür öffnen lässt. Für den Chip muss Pfand hinterlegt werden, eine monatliche Gebühr kostet er nicht. „Wir haben schon 30 Bewerber dafür“, sagt Schmitz. Die müssen sich wohl oder übel noch gedulden. Denn wann das Fahrradhäuschen am Bahnhof fertig ist, ist noch völlig unklar.

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