Übergangslösung wird vorbereitet
Mitarbeiter bleiben nah beieinander

Nordwalde -

Vielleicht können die Rathausmitarbeiter nach Kirmes die Kisten für den Umzug packen. Das hofft auf jeden Fall Bürgermeisterin Sonja Schemmann. Während das neue Bürgerzentrum geplant und gebaut wird, ziehen die Mitarbeiter in Übergangslösungen an zwei Standorten. Wo die Bürger hin müssen, wenn sie sich ummelden oder einen neuen Pass beantragen wollen, steht fest.

Donnerstag, 15.08.2019, 19:00 Uhr
Mitarbeiter der Gemeinde bereiten die ehemalige Flüchtlingsunterkunft an der Bispingallee für den Umzug vor. Ein Warteraum wurde bereits errichtet (l.u.) ebenso wie eine Rampe für Rollstuhlfahrer (r.u.). Bürgermeisterin Sonja Schemmann (l.o.), Norbert Schröer, Thomas Knopf und Marc Kneuper verschafften sich vor Ort einen Eindruck.
Mitarbeiter der Gemeinde bereiten die ehemalige Flüchtlingsunterkunft an der Bispingallee für den Umzug vor. Ein Warteraum wurde bereits errichtet (l.u.) ebenso wie eine Rampe für Rollstuhlfahrer (r.u.). Bürgermeisterin Sonja Schemmann (l.o.), Norbert Schröer, Thomas Knopf und Marc Kneuper verschafften sich vor Ort einen Eindruck. Foto: Vera Szybalski

Wer einen neuen Pass beantragen, sich ummelden oder ein Aufgebot für die Hochzeit bestellen möchte, muss dafür demnächst zur Bispingallee. Denn der Fachbereich III der Gemeindeverwaltung, der für Ordnung und Soziales zuständig ist, zieht in die ehemalige Flüchtlingsunterkunft dort.

Während das neue Bürgerzentrum geplant und gebaut wird, werden die Rathausmitarbeiter an zwei Standorten untergebracht. Nicht weit entfernt von der Bispingallee ziehen die Verwaltungsmitarbeiter der anderen Fachbereiche in Container auf eine Fläche neben dem evangelischen Friedhof.

38 Mitarbeiter ziehen um

„Ich bin froh darüber, dass die Standorte zwar nicht unmittelbar, aber sehr nah beieinander liegen und die Mitarbeiter nicht an fünf, sechs verschiedenen Standorten im Ort verteilt sind“, sagt Bürgermeisterin Sonja Schemmann . Bis die 38 Verwaltungsmitarbeiter aber in die Übergangslösung ziehen können, wird es noch ein paar Wochen, wenn nicht Monate dauern. „Wir hoffen, dass wir nach der Kirmes mit dem Umzug starten können“, sagt Schemmann.

Wie schnell die Mitarbeiter ihr neues Quartier beziehen können, hängt auch davon ab, ob die Gemeinde Container kauft, die schon errichtet sind oder welche, die noch gebaut werden müssen. Während die ehemalige Flüchtlingsunterkunft fast bezugsfertig ist, ist der Auftrag für die Container noch nicht vergeben worden. Die Ausschreibung läuft bis Ende August. Bis Ende September soll der Auftrag erteilt werden. Dennoch sollen die Mitarbeiter nicht nacheinander, sondern möglichst zeitgleich umziehen. Vermutlich bis zum 31. Dezember 2022 bleiben sie an den beiden Standorten.

Fläche neben dem Friedhof wird vorbereitet

Das Areal an der Bisping­all ee hat die Gemeinde 2015 vom Fürstenhaus zu Bentheim und Steinfurt gepachtet. Der Vertrag läuft über zehn Jahre. Die Fläche neben dem Friedhof pachtet die Gemeinde offiziell erst ab dem 1. Oktober. Sie hat aber die Erlaubnis erhalten, bereits jetzt das Gelände vorzubereiten. Weil der Boden dort sehr feucht sein kann, wird eine Zusatztragschicht verlegt.

Die Datenleitung zum Areal neben dem Friedhof muss noch gelegt werden. Die Leitungen an der Bisping­allee liegen bereits. Die Gemeinde hatte deswegen bereits im Frühjahr die Telekom kontaktiert. Seit Anfang des Jahres sind die Geflüchteten, die noch in dem Holzbau wohnten, woanders hingezogen. Vor zwei Wochen haben Bauhof-Leiter Norbert Schröer und Hausmeister Marc Kneuper mit den Arbeiten in der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft begonnen.

Rampe an das Einwohnermeldeamt gebaut

Sie haben einen Warteraum errichtet, indem sie einen überdachten Bereich mit einer vierten Wand verschlossen haben, in die zwei Türen eingefasst sind. An der einen Seite des Gebäudes haben sie eine Sichtschutzwand, an der anderen Seite eine Rampe für Rollstuhlfahrer gebaut. Die Sichtschutzwand grenzt an den Sozialraum der Verwaltungsmitarbeiter, die Rampe an das Einwohnermeldeamt.

Die ehemaligen Flüchtlingsunterkunft besteht aus zwei Seiten mit deckungsgleicher Aufteilung. Auf jeder Seite sind sechs Zimmer plus einer Küche, einem Bad mit Duschen und zwei Toiletten. Die Küche ist auf der linken Seite zum Meldeamt umfunktioniert worden. Auf der rechten Seite dient sie als Sozialraum.

Parkplätze vor dem Haus und am Schützenplatz

Bis auf ein Zimmer, das als Serverraum genutzt wird, werden die anderen zu Einzelbüros. Wer mit dem Auto zur Biping­allee fährt, kann entweder auf den fünf Parkplätzen vor dem Haus halten. Auf dem angrenzenden Schützenplatz stehen weitere Parkplätze zur Verfügung.

Ihre Büromaterialien müssen die Rathausmitarbeiter jetzt wohl noch nicht packen, die Akten aus dem Archiv können sie aber langsam in Kisten verstauen. Denn das Archiv und die Registratur sollen bereits im September ihr vorübergehendes Quartier an der Gildestraße beziehen.

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