KLJB-Theatergruppe übt eine plattdeutsche Krimikomödie ein
Geiselnahme in der Wache

Nordwalde -

„Leiger geiht nich“ (schlimmer geht nicht) hört sich erst einmal dramatisch an. Doch dann stellt sich heraus, dass es sich bei dem neuen plattdeutschen Stück der KLJB-Theatergruppe um eine Krimikomödie handelt. Seit Anfang Juli wird bereits fleißig unter dem Dach der KvG-Gesamtschule geprobt.

Donnerstag, 22.08.2019, 17:40 Uhr aktualisiert: 26.08.2019, 17:48 Uhr
Noch probt die KLJB-Theatergruppe fleißig, im Oktober wird es dann ernst: Dann führt die Gruppe an mehreren Terminen ihre plattdeutsche Krimikomödie „Leiger geiht nich“ auf.
Noch probt die KLJB-Theatergruppe fleißig, im Oktober wird es dann ernst: Dann führt die Gruppe an mehreren Terminen ihre plattdeutsche Krimikomödie „Leiger geiht nich“ auf. Foto: Sigrid Terstegge

„Leiger geiht nich“ (schlimmer geht nicht) hört sich erst einmal dramatisch an. Doch dann stellt sich heraus, dass es sich bei dem neuen plattdeutschen Stück der KLJB-Theatergruppe um eine Krimikomödie handelt. Seit Anfang Juli wird bereits fleißig unter dem Dach der KvG-Gesamtschule geprobt. Ausgesucht haben das Theaterstück Lisa Wesbuer und Bernhild Rabing. „Wir lassen uns von Verlagen drei oder vier Manuskripte schicken und entscheiden dann, was wir nehmen“, erzählt Wesbuer.

In dieser Komödie geht es um zwei nicht ganz koschere Polizeibeamte, die in die Provinz geschickt werden, um dort die Dienststelle zu besetzen. Silvia Friedrich (Bernhild Rabing) und Robert Harmann (Markus Uhlenbrock) glauben anfangs noch, sie könnten in dem Nest ruhig ihre Dienstzeit ganz nach Vorschrift absitzen. Da macht ihnen Rentnerin Hannelore Wagner (Lisa Wesbuer) einen Strich durch die Rechnung. Dauernd hat sie etwas, das sie anzeigen will. Ebenso nervt der Polizeirat Erich Sutter (Thomas Diemon) mit seinen Kontrollbesuchen.

Der Kleinkriminelle Jürgen Bremer (Christof Brockhaus) sucht verzweifelt nach einer Möglichkeit, den Winter im Gefängnis zu verbringen und stellt daher dauernd etwas an. Dann muss auch noch die angebliche Heilpraktikerin Jasmin Engel (Carolin Böckenfeld) wegen ihres regen Männerbesuches auf der Wache erscheinen. Das Drama spitzt sich schließlich zu, als der Tumult auf der Wache wegen eines richtigen Gangsters (Stefan Ueter) in einer Geiselnahme gipfelt.

Bei den Schauspielern handelt es sich im Prinzip alles um sogenannte „native speaker“ – ihnen wurde das Plattdeutsche in die Wiege gelegt, sie sind mit der Sprache aufgewachsen. „Bei diesen Theatervorlagen müssen wir natürlich das Platt dem anpassen, was in unserer Gegend gesprochen wird“, erläutert Wesbuer. Das kann schon von Dorf zu Dorf unterschiedlich sein.

„Momentan rätseln wir noch, was Würfel hier im Ort auf Plattdeutsch heißt“, meint die Truppe. Im Text steht Wörpel, aber wie sagt man dazu in Nordwalde? Das sind aber Kleinigkeiten, die bis zu den Aufführungen aus der Welt geschafft sein dürften. An der Bühnendekoration wird schon mit sechs Personen gearbeitet. Zwei Souffleusen helfen den sieben Schauspielern aus der Patsche, falls es mit dem Text mal hakt.

► Der Kartenvorverkauf mit Platzreservierung für das KvG-Forum startet am 14. September (Samstag) bei „Buch&mehr“. Die Truppe tritt am 19. und 20. Oktober (Samstag und Sonntag) jeweils um 15.30 Uhr auf. Weiter geht es mit Aufführungen am Mittwoch (23. Oktober), Freitag (25. Oktober) und Samstag (26. Oktober), jeweils um 19.30 Uhr.

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