Ursula Terstegge organisiert Fahrten ins Theater
Der rote Teppich wird ausgerollt

Nordwalde -

Ihre Leidenschaft für das Theater entdeckte Ursula Terstegge mit 17 Jahren. Damals nahm eine Bekannte sie mit in eine Operette. Von ihrem ersten Gehalt kaufte sie sich ein Theater-Abonnement. Heute sorgt sie dafür, dass auch viele andere Theaterfreunde sich Opern und Ballettaufführungen anschauen können.

Freitag, 23.08.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 26.08.2019, 17:48 Uhr
Mit 17 hat sie sich mit dem Theatervirus infiziert, von ihrem ersten Gehalt hat sie sich ein Abonnement gekauft: Ursula Terstegge fährt mittlerweile mit anderen Theaterbegeisterten zusammen nach Münster, Essen oder auch mal Hamburg.
Mit 17 hat sie sich mit dem Theatervirus infiziert, von ihrem ersten Gehalt hat sie sich ein Abonnement gekauft: Ursula Terstegge fährt mittlerweile mit anderen Theaterbegeisterten zusammen nach Münster, Essen oder auch mal Hamburg. Foto: Sigrid Terstegge

Das Theater ist für Ursula Terstegge eine faszinierende Welt. Daher engagiert sie sich seit vielen Jahren auch für die Christliche Theatergemeinde Münster ( CTG ). „Von meinem ersten Gehalt habe ich mir ein Abonnement gekauft“, erzählt Terstegge. Sie war 17 Jahre alt, als eine Bekannte sie in eine Operette mitgenommen hat. Da hat der Theatervirus zugeschlagen und sie angesteckt. „Heute gehe ich lieber in Opern und schaue mir Ballettaufführungen an“, schildert die Bühnenfreundin.

Für die CTG organisiert Terstegge in der Theatersaison monatliche Fahrten von Nordwalde aus. Immer donnerstags geht es mit dem Bus nach Münster. Etwa 40 bis 50 Personen fahren von Emsdetten, Altenberge und Nordwalde aus mit. „In der Mehrheit sind es Frauen“, beschreibt Terstegge. Irgendwie haben die wohl einen stärkeren Draht zu Kunst und Kultur. Von September bis Mai läuft eine Theatersaison.

Für jeden Geschmack etwas dabei

In dieser Saison, die am 19. September mit der Verdi-Oper „Ein Maskenball“ beginnt, steht eine interessante Mischung auf dem Plan. Dazu gehört etwa ein Theaterabend nach einer Vorlage von Rainer Werner Fassbinder mit „BRD-Trilogie“. Bekannt ist die Operette „Der Vetter aus Dingsda“ von Eduard Künneke, das Musical „Anatevka“ von Joseph Stein, Jerry Bock und Sheldon Harnick. Auch eine musikalische Posse von Tankred Dorst und „Der Prinz von Homburg“ als Schauspiel werden zu sehen sein. Also eigentlich etwas für jeden Geschmack.

„Anfang des Jahres treffen wir uns immer mit dem Generalintendanten, Dr. Ulrich Peters, und dann wird besprochen, was gefallen hat und was nicht“, berichtet Terstegge. Zu Beginn einer Saison begrüßt der Intendant seine Gäste am Theatereingang, ein roter Teppich ist ausgerollt und Musiker lassen eine Fanfare ertönen, erklärt Terstegge.

Es geht auch in Jeans

Während früher noch festliche Kleidung angesagt war für den Besuch, kann man heute auch in Jeans kommen, sagt Terstegge. Nicht jede Frau habe ein langes Kleid im Schrank. „Heute sieht man schöne lange Kleider im Theater, wenn junge Mädchen ihre Schulabschlusskleider noch einmal ausführen“, meint Terstegge mit einem Schmunzeln.

Neben den monatlichen Fahrten nach Münster werden auch Besuche des Aalto-Theaters in Essen angeboten, der Philharmonie dort oder auch Mehrtagesfahrten etwa zur Elbphilharmonie nach Hamburg. „Beliebt ist auch die musikalische Jahreswechselfahrt. In diesem Jahr wird die in Lüttich begangen“, erzählt Terstegge, die selber besonders für Ballettaufführungen schwärmt. „In Essen gibt es ein großartiges Tanzensemble“, betont sie. „Es ist einfach eine andere Welt, man kann seine Fantasie laufen lassen“, schwärmt Terstegge.

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