Ausschuss beschließt Vergabe an Gesamtunternehmer
Bürgerbeteiligung zwingend

Nordwalde -

Der Rathausneubau muss neu ausgeschrieben werden. Die Bezirksregierung Münster hatte die ursprüngliche Vergabe bekanntlich gestoppt wegen Fehlern bei der Auftragsvergabe.

Mittwoch, 11.09.2019, 17:00 Uhr
Das alte Rathaus soll einem neuen Bürgerzentrum mit integrierter Verwaltung folgen. Fördermittel sind bewilligt. Alles muss bis Ende 2022 fertig sein.
Das alte Rathaus soll einem neuen Bürgerzentrum mit integrierter Verwaltung folgen. Fördermittel sind bewilligt. Alles muss bis Ende 2022 fertig sein. Foto: Detlef Held

Der Rathausneubau muss neu ausgeschrieben werden. Die Bezirksregierung Münster hatte die ursprüngliche Vergabe bekanntlich gestoppt wegen Fehlern bei der Auftragsvergabe (wir berichteten ausführlich).

Wann gebaut werden kann, ist aber noch unklar. „Die Zeit drängt, wir müssen uns anstrengen“, sagt Bürgermeisterin Sonja Schemmann . Schließlich geht es darum, die zugesagten Fördermittel vom Land zu bekommen. Dazu muss das neue Rathaus bis Ende 2022 fertig sein.

Die Landesförderung für die Ortsmitte Nordwalde beinhaltet neben dem Neubau des Bürgerzentrums auch die städtebaulichen Planungen und das Gestaltungskonzept für den öffentlichen Raum inklusive der Bürgerbeteiligung sowie einen Verfügungsfonds mit einem Gesamtförderbetrag von etwa 3,175 Millionen Euro.

Ein wichtiger Schritt wurde am Dienstagabend in der Sitzung des Planungs-, Bau, Verkehrs- und Umweltausschusses unternommen. Nach lebhaften Diskussionen beschlossen die Politiker mit deutlicher Mehrheit, die Planung und Umsetzung des Bürgerzentrums mit integrierter Verwaltungseinheit durch eine Gesamtvergabe mit allen Planungsleistungen an ein noch auszuwählendes Archtekturbüro zu vergeben.

Wie dabei vorzugehen ist, dazu hatte die Kanzlei Heuking, Kühn, Lüer und Wojtekatte einen Vorschlag erarbeitet, den Rechtsanwalt Markus Lennartz aus der Kanzlei erläuterte.

In einem ersten Schritt gilt es, das richtige Büro zu finden. Da eine europaweite Ausschreibung erforderlich ist, solle es genügend qualifizierte Interessenten geben, ist Lennartz überzeugt. Sein Vorschlag ist, drei bis fünf Unternehmen, oder auch mehr, in einem Auswahlverfahren durch die Politik unter Anhörung der Bürgermeinung auszuwählen. Dabei gilt es, die wirtschaftlichen Aspekte, aber vor allem auch Qualitätskriterien abzuwägen. In zwei oder falls nötig mehr Verhandlungsrunden sollte dann die Auswahl getroffen werden. Die Dauer dieses Verfahrens sollte im Mai oder Juni kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Das letztlich ausgewählte Unternehmen ist dann an eine Leistungsbeschreibung gebunden, die im Vorfeld ebenfalls den Bürgen zur Kenntnis gegeben werden muss. Am Ende beschließt der Rat in einer nichtöffentlichen Sitzung, was detailliert ausgeschrieben wird.

„Wir werden die bisherige Leistungsbeschreibung modifizieren und anpassen“, erklärte Bürgermeisterin Sonja Schemmann.

Der Vorentwurf des ausgewählten Architektenbüros wird anschließend durch die Politik geprüft. Dann sind noch Änderungen möglich, schließlich ist die Gemeinde der Bauherr und bestimmt, was und wie gebaut wird.

„Wichtig dabei ist, dass alle Konzepte immer öffentlich sind, um die Nordwalder mitzunehmen und sie ihre Meinung dazu und Vorschläge vorbringen können“, betont die Bürgermeisterin.

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