Träger für geplante Kita erkoren
„Bullerbü“ macht das Rennen

Nordwalde -

Vier Bewerber stellten sich am Donnerstagabend im Schulausschuss als potenzielle Träger der geplanten Kindertagesstätte (Kita) im neuen Baugebiet „Windmühlenfeld“ vor. Ein in Nordwalde bereits etablierter Träger machte das Rennen.

Freitag, 13.09.2019, 15:46 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 15:48 Uhr
Großer Jubel beim DRK-Ortsverein Nordwalde, der Träger des geplanten Kindergartens im neuen Baugebiet Windmühlenfeld wird. Maßgeblich für die einstimmige Entscheidung des Schulausschusses war die tolle Präsentation von Sabrina Esseling (5.v.l.) und Nadine Hilgenbrink (5.v.r.).
Großer Jubel beim DRK-Ortsverein Nordwalde, der Träger des geplanten Kindergartens im neuen Baugebiet Windmühlenfeld wird. Maßgeblich für die einstimmige Entscheidung des Schulausschusses war die tolle Präsentation von Sabrina Esseling (5.v.l.) und Nadine Hilgenbrink (5.v.r.). Foto: Matthias Lehmkuhl

Der DRK Ortsverein Nordwalde wird Träger der geplanten Kindertagesstätte (Kita) im neuen Baugebiet „Windmühlenfeld“. Dafür haben sich die Mitglieder des Schulausschusses am Donnerstagabend in ihrer Sitzung einstimmig ausgesprochen. Das DRK ist bereits seit 22 Jahren Träger der Kita „Wetterhäuschen“ an der Max-Verspohl-Straße.

Bis es zu dieser eindeutigen Wahl kam, mussten sich die vier Bewerber vorstellen. Alle Vertreter der Anwärter saßen während der jeweiligen Präsentation im Sitzungssaal des Nordwalder Rathauses. „Sie haben für ihre Präsentation zehn Minuten Zeit. Danach können Fragen aus dem Ausschuss gestellt werden“, bemerkte Mechthild Voß-Stemping, Erste stellvertretende Ausschussvorsitzende.

Den Anfang machte die Elterninitiative „Am Eichenwäldchen“ aus Hamm, die sich kürzlich auch in Wettringen als potenzieller Träger ins Spiel brachte. Die Elterninitiative betreut insgesamt fünf Kitas in Hamm und Warendorf.

„Unsere Kitas arbeiten nach dem offenen Konzept. Die Kinder können sich so in ihrem eigenen Entwicklungstempo frei entfalten. Wir begleiten die Kinder als Lernpartner, Zuhörer und Berater“, erklärte Patrick Westerteicher , Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut des Trägers.

„Wie stellen Sie sich denn den Übergang zur Grundschule vor? Ich glaube, dass die Kinder mit dem offenen Erziehungsmodell Probleme in unserer Schule bekommen würden“, zeigte sich Nadine Otte, stellvertretende Leiterin der Gangolfschule, nicht gerade vom offenen Konzept begeistert.

Nach diesem ersten Aufschlag startete der DRK-Ortsverein Nordwalde seine Präsentation, die von Sabrina Esseling und Nadine Hilgenbrink von der Kita „Wetterhäuschen“ überzeugend vorgetragen wurde. Beide hatten auch schon den Namen der künftigen Kita parat: „Bullerbü“, frei nach Astrid Lindgrens Kinderbuch, soll die Einrichtung heißen. Beide Erzieherinnen wiesen auf die möglichen Synergieeffekte hin. Ihr gemeinsamer Vortrag schien das Gremium – dem großen Beifall nach zu urteilen – voll zu überzeugen.

Im Anschluss daran stellte sich die global education gGmbH aus Münster vor, die seit kurzem Träger einer neuen Kita in Ochtrup geworden ist. Die Vertreterin des „Global Players“ mit Einrichtungen für Kinder im gesamten Bundesgebiet und Zentrale in Berlin merkte an, dass man vom ursprünglich durchgeführten offenen Konzept ihrer Kitas abgerückt sei.

Diese Bemerkung stieß Patrick Westerteicher von der Elterninitiative Eichenwald leicht auf. „Normalerweise erfolgen derartige Präsentationen unter Ausschluss der Mitbewerber. So wie hier in Nordwalde habe ich es noch nicht erlebt“, murmelte Westerteicher, der jede Präsentation der Mitbewerber anerkennend beklatschte.

Als letzter Kandidat stellte sich der Jugend- und Familiendienst (JFD) Rheine als möglicher Träger vor. Der JFD betreut bereits die neue Kita „Wichernwald“ an der Wichernschule. Auch Mareike Janßen und Gaby Beike brachten Synergieeffekte ins Spiel, gaben aber auch zu, dass im Wichernwald die Schrauben noch etwas nachgestellt werden müssten. Ihre Präsentation fand ebenfalls Beachtung.

„Wir beantragen eine zehnminütige Sitzungsunterbrechung, um uns beraten zu können,“ betonte anschließend Tobias Elshoff. Nach Fortsetzung des Ausschusses teilte der CDU-Fraktionsvorsitzende mit, dass das Gremium den DRK- Ortsverein Nordwalde als Träger dem Rat empfehle. Der wiederum muss diese Empfehlung in seiner Sitzung am 24. September (Dienstag) bestätigen. Anschließend muss der Jugendhilfeausschuss des Kreises Steinfurt noch seine Zustimmung erteilen.

Nachdem bei der Abstimmung alle Ausschussmitglieder die Hand gehoben hatten, jubelten die vielen anwesenden DRK-Vorstandsmitglieder und „Wetterhäuschen“-Mitarbeiterinnen.

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