Vortrag zu Cyberkriminalität
Firmen werden erpresst

Nordwalde -

Wertvolle Tipps zum Thema Cyberkriminalität gab es bei einem Vortrag auf Einladung der Kreissparkasse Steinfurt.

Mittwoch, 02.10.2019, 16:24 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 16:30 Uhr
Großes Interesse herrschte an dem Vortrag über Cyberkriminalität, den IT-Riskmanager Nikolaus Stapels hielt.
Großes Interesse herrschte an dem Vortrag über Cyberkriminalität, den IT-Riskmanager Nikolaus Stapels hielt. Foto: Nix

Die Risiken für Unternehmen, Opfer von Cyberkriminalität zu werden, sind vielfältiger geworden. Das machte Experte Nikolaus Stapels in seinem Vortrag klar, den er vor Firmenvertretern und Gewerbetreibenden im Nordwalder Parkhotel hielt. Der VdS-Fachberater für Cyber-Security, zertifizierte IT-Riskmanager und Information-Security- Officer, informierte dort auf Einladung der Kreissparkasse Steinfurt.

„Es gibt zwei Sorten von Unternehmen – solche die schon gehackt wurden, und solche, die es noch werden“, sagte bereits vor Jahren Robert Mueller , ehemaliger Direktor des FBI. Alle 16 Sekunden wird in Deutschland eine Firma online angegriffen. 33 Prozent der mittelständischen Unternehmen sind laut offizieller Statistik bereits Opfer von Hackern geworden, die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen.

Die Liste der Risiken ist lang und reicht vom Ausfall der IT-Anlage über Geheimnisverrat bis hin zum Missbrauch, der Manipulation und der Löschung sensibler Daten. „Cyber-Kriminelle versuchen mit Hilfe von Cyber-Angriffen, illegal Geld zu erbeuten“, so Stapel. Betroffene Firmen werden schlichtweg erpresst. Zahlen sie nicht, drohen Ihnen die Hacker mit ernsthaften Konsequenzen. Es gibt jedoch auch Geheim- und Nachrichtendienste, die zum Teil staatlich organisierte Wirtschaftsspionage betreiben, machte der Fachmann deutlich. Interne Täter, wie etwa Mitarbeiter, die sich übergangen oder anderweitig ungerecht behandelt fühlen, manipulieren in manchen Fällen ebenfalls die EDV des Arbeitgebers, für den sie tätig sind.

„Jede Branche ist potenzielles Opfer“, betonte Stapels, „wir müssen uns alle absichern.“ Die Beispiele wirkten teilweise geradezu grotesk: „Alexa, schalte die Alarmanlage ab“ soll sogar funktioniert haben. Zu den Daten, die laut Datenschutzgrundverordnung geschützt werden müssen, gehören Namen und Adressen, Fotos, E-Mail- und Internetadressen, Personalausweisnummern und weiteres. Unternehmen, denen personenbezogene Daten gestohlen wurden, müssen Behörden und Betroffene über die Datenschutzverletzung informieren.

„Investieren Sie in den Ausbau Ihrer IT-Sicherheit“, rät der Experte. Alle Mitarbeiter sollten für das Thema sensibilisiert und entsprechend geschult werden. Besonders wichtig ist auch die regelmäßige Datensicherung. „Es muss ein automatisches Backupsystem im Unternehmen geben“, so der IT-Riskmanager im Rahmen seines Vortrags. „Achten Sie darauf, dass die Datensicherungen auch außerhalb Ihres Unternehmens gelagert werden.“

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