Anbau der Gangolfschule für den Offenen Ganztag
Ausruhen in schönem Ambiente

Nordwalde -

Immer mehr Schüler nutzen den Offenen Ganztag an der Gangolfschule. Deshalb war ein Anbau erforderlich, um den Bedürfnissen gerecht zu werden.

Mittwoch, 02.10.2019, 19:00 Uhr
Die Mitarbeiterinnen des Offenen Ganztags an der Gangolfschule, Elisabeth Greshake (v.l.), Maria Regeling und Petra Brinkmann-Barvar, freuen sich über den neuen Anbau. Entstanden sind zwei Gruppenräume und eine Küche mit Essbereich.
Die Mitarbeiterinnen des Offenen Ganztags an der Gangolfschule, Elisabeth Greshake (v.l.), Maria Regeling und Petra Brinkmann-Barvar, freuen sich über den neuen Anbau. Entstanden sind zwei Gruppenräume und eine Küche mit Essbereich. Foto: vera

Nicht nur für die Schüler, die eingeschult wurden, von einer Jahrgangsstufe in die nächste wechselten oder von der Grundschule auf die weiterführende Schule, waren die Sommerferien eine Zeit der Veränderung. Der Offene Ganztag (OGT) an der Gangolfschule hat sich in den vergangenen Monaten ebenfalls verändert. Denn noch zum Ende des vergangenen Schuljahres wurde der neue Anbau fertiggestellt. Statt einer Gruppe werden jetzt zwei betreut, statt 25 Kindern sind es nun 45.

45 Kinder

Die ersten Wochen nach den Ferien waren eine Zeit der Eingewöhnung, alles muss sich noch einspielen, sagen Petra Brinkmann-Barvar, Leiterin der blauen Gruppe, Elisabeth Greshake , Leiterin der grünen Gruppe, und Maria Regeling , die für die Küche zuständig ist. Nicht nur die Zahl der Mitarbeiter ist größer geworden. „Wir haben nicht nur, wie sonst, die Kinder der vierten Klassen gegen die ersten Klassen getauscht. Wir haben diesmal 23 Kinder neu dazu bekommen“, erklärt Brinkmann-Barvar.

Sie und ihre beiden Kolleginnen arbeiten bereits seit Jahren im Offenen Ganztag. Bis vor zwei, drei Jahren bewegte sich die Zahl der Kinder in der Regel um 25. Doch dann zog die Zahl der Anmeldungen an. Nicht allen konnte ein Platz geboten werden. „Wir mussten mehreren Familien absagen. Das war auch der Grund für den Anbau“, sagt Brinkmann-Barvar.

170 Quadratmeter

Die Gemeinde hat einen 170 Quadratmeter großen Anbau errichtet und einen bestehenden Raum umgebaut. Entstanden sind zwei Gruppenräume und eine Küche mit Essbereich. Die Arbeiten haben knapp 500 000 Euro gekostet. 90 Prozent der geplanten Baukosten wurden gefördert. „Es ist schön, dass wir einen Trakt für uns haben“, sagt Brinkmann-Barvar.

Bei der Einrichtung der Räume durften die Mitarbeiterinnen des Offenen Ganztages ein Wörtchen mitreden. Die Lego-Ecke war ihnen ganz wichtig, Platz zum Basteln ebenso. Deshalb wurde in einem Gruppenraum auch ein Waschbecken eingebaut. Wenn die Kinder mit Farbe hantieren, können sie sich so immer schnell die Hände waschen.

500 000 Euro

Die Tage im Offenen Ganztag folgen keinem festgezurrten Schema. Jedes Kind sei besonders, jeder Tag komplett anders, sagen Brinkmann-Barvar, Greshake und Regeling. Nur der Rahmen steht fest: Der OGT bietet an allen Tagen von 11.30 bis 15 Uhr Betreuung an, montags, mittwochs und donnerstags können Kinder bis 16.30 Uhr bleiben. Das verlängerte Angebot richtet sich speziell an berufstätige und alleinerziehende Eltern. Sein Kind nur für einzelne Tage anzumelden, ist im Offenen Ganztag nicht möglich. In drei Gruppen gehen die Schüler zur Hausaufgabenbetreuung, sie essen auch zu Mittag im OGT.

Die Gruppen sind durchmischt, nicht nach Klassen getrennt. Die Mitarbeiterinnen verfolgen ein halboffenes Konzept, die Tür zwischen den Gruppenräumen ist in der Regel offen. Einige Angebote unterscheiden sich ein bisschen. Die Kinder können entscheiden, was sie machen wollen – ob mit Lego oder Puppen spielen, basteln oder Rollenspiele machen. Bei schönem Wetter gehen die Mitarbeiterinnen der OGT auch gerne mit den Kindern auf den Schulhof zum Spielen. Im vergangenen Jahr waren die Mädchen und Jungen freitags in der Sporthalle.

Die Schüler feiern zudem ihre Geburtstage im Offenen Ganztag. Sie würden sehr spontan reagieren, auf das, was die Kinder von zu Hause mitbringen, sagten die Mitarbeiterinnen. Es wird mit den Schülern über Menschenrechte oder auch mal über die Trennung der Eltern gesprochen.

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