Jürgen Brinkmann ist neuer Küster in St. Dionysius
Der Kirche seit Langem verbunden

Nordwalde -

Jürgen Brinkmann engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Kirche, seit 1. Oktober auch hauptamtlich: Der 53-Jährige ist neuer Küster in der Pfarrgemeinde St. Dionysius. Die Kirchengemeinde hat mit Brinkmann eine gute Wahl getroffen, ist Pfarrer Ulrich Schulte Eistrup überzeugt.

Dienstag, 08.10.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 08.10.2019, 19:02 Uhr
Seit dem 1. Oktober ist Jürgen Brinkmann (l.) neuer Küster in der Kirchengemeinde St. Dionysius. Pfarrer Ulrich Schulte Eistrup ist glücklich mit der Wahl: „Ich freue mich, dass wir so schnell jemand so Gutes gefunden haben.“
Seit dem 1. Oktober ist Jürgen Brinkmann (l.) neuer Küster in der Kirchengemeinde St. Dionysius. Pfarrer Ulrich Schulte Eistrup ist glücklich mit der Wahl: „Ich freue mich, dass wir so schnell jemand so Gutes gefunden haben.“ Foto: Vera Szybalski

Das Gefühl, dass Jürgen Brinkmann genau der Richtige für den Job ist, hatten nicht wenige. Nicht zuletzt Pfarrer Ulrich Schulte Eistrup , der nach Gesprächen mit anderen Mitgliedern des Kirchenvorstandes auf Brinkmann zugekommen war, um zu fragen, ob dieser sich vorstellen könne, neuer Küster zu werden. Nach etwas Bedenkzeit bewarb sich Brinkmann und ist seit 1. Oktober offiziell Küster in der Kirchengemeinde St. Dionysius.

„Ich freue mich, dass wir so schnell jemand so Gutes gefunden haben“, sagt Schulte Eistrup. „Er hat die Rückendeckung von ganz Vielen, die gesagt haben: Ja, das passt.“ Einen Monat lang wird es drei Küster in der Pfarrgemeinde geben. Brinkmann übernimmt aktuell die Vertretung von Werner Schmalbrock, der am 31. Dezember in den Ruhestand geht. In der Weihnachtszeit sind mit Brinkmann und Schmalbrock und Klaus Allendorf dann drei Küster im Einsatz. „Die unterstützen mich beide“, sagt Brinkmann über Schmalbrock und Allendorf.

Weniger Gottesdienste, weniger Arbeitsstunden

Als Küster kümmert sich der 53-Jährige um die Vor- und Nachbereitung der Gottesdienste, pflegt die Gegenstände und die Anlagen rund um die Kirche. Er muss viel organisieren, ist für die Technik und den Schließdienst ebenso wie die Heizung zuständig und ist Ansprechpartner im Pfarrheim.

Anders als Schmalbrock ist Brinkmann nicht mit einer 40-Stunden-Stelle, sondern mit 25 Stunden als Küster angestellt. „Das liegt hauptsächlich daran, dass wir weniger Gottesdienste haben“, sagt Schulte Eistrup. Um Brinkmann dennoch eine Vollzeit-Stelle bieten zu können, kooperiert die Kirchengemeinde mit dem St.-Augustinus-Altenzentrum. Dort übernimmt Brinkmann 15 Stunden in der Woche Hausmeistertätigkeiten.

Abschied mit Tränen in den Augen

In 2020 wird Brinkmann berufsgleitend seine einjährige Ausbildung zum Küster absolvieren. Denn der Nordwalder ist zwar schon seit Langem mit der Kirche verbunden, hat bislang aber nicht hauptamtlich dort gearbeitet. Brinkmann ist Metallbaumeister. 21 Jahre lang arbeitete er in der Firma seines Bruders, die vorher sein Vater leitete. Leicht fällt ihm der Abschied deshalb nicht: „Da hat man schon Tränen in den Augen, wenn man nach 21 Jahren geht.“

Sein Bruder sei erst sprachlos gewesen, habe die Entscheidung dann aber verstanden. Brinkmann hatte überlegt, ob er noch 15 Jahre lang die körperliche Arbeit machen will, mit seiner Frau und seinen Kindern gesprochen und dann nach einer Woche Bedenkzeit entschlossen, sich als Küster zu bewerben. „Für meine Frau und meine Kinder stand die Entscheidung schon eher fest“, sagt Brinkmann mit einem Schmunzeln. Dass der Job als Küster der richtige für ihn ist, schätzten noch mehr Familienmitglieder so ein: „Meine Mutter hat gesehen, dass die Stelle ausgeschrieben ist und gesagt: Das wäre was für Jürgen.“

Brinkmann kennt die Zusammenhänge

Denn Brinkmann engagiert sich schon lange in der Kirche. Er gehörte damals dem Pfarrgemeinderat an, ist Kommunionhelfer und war vier Jahre lang Mitglied im Kirchenvorstand. Der 53-Jährige hat darüber hinaus beim Pfarrfest geholfen und ist ehrenamtlich beim DRK und der St.-Antonius-Bruderschaft Suttorf tätig. „Jürgen kennt die Zusammenhänge in der Kirche schon“, ist Schulte Eistrup überzeugt, dass sie die richtige Wahl getroffen haben: „Er ist sehr gut vernetzt und es laufen ja eine Menge Leute durch die Sakris­tei.“

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