Lesung von Ingrid Landwehr und Jürgen Hübschen
Wenn der gestiefelte Kater platt redet

Nordwalde -

Ingrid Landwehr und Jürgen Hübschen lesen am 13. Oktober aus fünf Märchen vor. Das Besondere daran: Alle Dialoge sind in plattdeutscher Sprache geschrieben, die Rahmenhandlung aber in hochdeutsch. Die beiden lesen auch aus Landwehrs Buch „Der gestiefelte Kater redet Platt“.

Dienstag, 08.10.2019, 16:24 Uhr
Früher unterrichtete sie als Lehrerin an der Wichernschule, Bücher schreiben kann sie aber auch: Ingrid Landwehr liest gemeinsam mit Jürgen Hübschen aus ihrem Buch.
Früher unterrichtete sie als Lehrerin an der Wichernschule, Bücher schreiben kann sie aber auch: Ingrid Landwehr liest gemeinsam mit Jürgen Hübschen aus ihrem Buch. Foto: Oliver Hengst

Wer hat den gestiefelten Kater schon mal reden hören? Und dann noch auf Platt? Diese Möglichkeit bietet der Förderverein Bispinghof am Sonntag (13. Oktober). Ingrid Landwehr und Jürgen Hübschen lesen ab 16 Uhr im Speicher auf dem Bispinghof aus dem Buch „Der gestiefelte Kater redet Platt“.

Ingrid Landwehr hat mit ihrem Buch zwei Leidenschaften miteinander verbunden: die Liebe zum Märchen und zur plattdeutschen Sprache. Die Autorin unterrichtete früher als Lehrerin an der Wichernschule. In fünf ausgewählten Märchen der Gebrüder Grimm und Hans Christian Andersens sind alle Dialoge in plattdeutscher Sprache geschrieben, die Rahmenhandlung aber in hochdeutsch, schreibt der Förderverein in der Ankündigung.

Zweisprachigkeit in den Erzählungen hat einen besonderen Reiz

Einen ganzen Text auf Plattdeutsch zu verstehen würde die Kinder und auch viele Erwachsene heute überfordern, sagt die Autorin. Und die Zweisprachigkeit habe in diesen Erzählungen ihren besonderen Reiz.

Das wird in der Lesung besonders deutlich, wenn Jürgen Hübschen den Kater in plattdeutscher Sprache lebendig werden lässt, während den Erzähltext die Autorin selber liest, wie in diesem Textausschnitt: „Der Kater aber konnte die Gedanken des jungen Mannes lesen und er meinte: Du moss mi nicht dautmaken. Loat mi laiwer een paar Stiewel maken.“

Eintritt ist frei

Oder: „Muorn will se mi in’n Pott stoppen“, klagt der Hahn von den Bremer Stadtmusikanten über seine Bäuerin. „Wi gaoht derdüör un maakt us up’n Patt nao Briämen“, antworten ihm die anderen drei Tiere.

„Welche weiteren Märchen zu hören sein werden? Wir sind gespannt“, schreibt der Förderverein weiter. Der Eintritt zu der Lesung ist frei, Spenden für die Schülerbibliothek der Wichernschule und die kulturelle Arbeit auf dem Bispinghof sind aber willkommen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6988125?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F181%2F
Kampf gegen Plastikfolie und Einwegbecher
Einwegverpackungen sollen reduziert werden.
Nachrichten-Ticker