Jupa beteiligt sich an Ratsarbeit
Die Jugendlichen reden mit

Nordwalde -

Über die ersten jugendrelevanten Vorlagen hat das Jugendparlament bereits diskutiert: Damit ist ein weiterer Schritt zur Einbindung des Gremiums in die Ratsarbeit gemacht. Das erste Fazit fällt positiv aus.

Samstag, 12.10.2019, 09:00 Uhr

Der neue Träger des geplanten Kindergartens, der Standort der Zentralen Omnibushaltestelle oder der Vorschlag der Verwaltung, dass die Gemeinde nicht länger Träger der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ist: All das sind Themen, über die nicht nur die Kommunalpolitiker, sondern auch das Jugendparlament (Jupa) beraten hat. Denn die Sitzungsperiode im September war die erste, bei der das Jugendparlament in die Ratsarbeit eingebunden war. „Das ist sehr gut gelaufen“, sagt Jugendparlamentsvorsitzende Sonja Bölling . „Damit hätte ich gar nicht gerechnet.“

Das Jugendparlament wird involviert, wenn die Verwaltungsmitarbeiter ein Thema als jugendrelevant erachten. Das Gremium entscheidet dann, ob es sich beteiligen will und nimmt schriftlich Stellung. Vor dem ersten Ausschuss der vergangenen Sitzungsperiode kam das Jugendparlament zusammen. „ Dagmar Hilgenbrink hatte uns vorher die Vorlagen per E-Mail geschickt. Dann konnte man sich die schon mal durchlesen“, sagt Bölling. Sieben Jugendliche kamen zusammen. Jeder durfte seine Meinung zu den Themen äußern. „Einer hat mitgeschrieben und das dann später ausformulier“, erklärt Bölling.

Alle Jugendlichen sollen sich beteiligen können

Das Jugendparlament hatte ursprünglich überlegt, ein eigenes Gremium für diese Arbeit zu gründen. Die Idee haben die Jugendlichen aber wieder verworfen. „Das wird eventuell zu viel. Wir haben das offen gehalten“, sagt Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink, die als Verwaltungsmitarbeiterin das Jugendparlament begleitet. „Wir wollen allen die Chance geben, sich zu beteiligen“, ergänzt Bölling. „Das waren jetzt alles kleinere Projekte. Wenn wir ein langes Projekt, wie das neue Rathaus oder die Ortskerngestaltung, haben, werden wir vielleicht festlegen, wer die Hauptverantwortlichen sind.“ Ansonsten gilt: „Wer Zeit hat, kommt“, sagt Hilgenbrink.

Kurz bevor Ende November die nächste Sitzungsperiode beginnt, will das Jugendparlament zu einem Treffen zusammenkommen. Zumindest, wenn die Verwaltung wieder Themen als jugendrelevant erachtet. „Auch wenn mittendrin eine Vorlage reinkommt, werden wir relativ spontan reagieren“, sagt Bölling. Die Ausschussvorlagen werden erst drei Werktage vor der Sitzung veröffentlicht. Deshalb könnte es sein, dass das Jugendparlament sich auch während der Sitzungsperiode trifft. Nämlich dann, wenn jugendrelevante Themen auf der Tagesordnung im Hauptausschuss oder Rat landen, die zuvor nicht im Fachausschuss beraten wurden.

Jugendliche lernen Ratsinformationssystem kennen

Die Verwaltungsmitarbeiter wählen aus, welche Vorlagen jugendrelevant sind. „Wir müssen vorsortieren“, sagt Hilgenbrink. Ansonsten würde es schnell zu viel Arbeit für das Jugendparlament. „Andererseits haben die Jugendlichen auch die Möglichkeit, sich alle Vorlagen anzugucken.“ Das Rats­informationssystem der Gemeinde hat das Jugendparlament kennengelernt. „Sie wissen jetzt, wo sie das finden und wie sie Protokolle einsehen können.“

Die schriftlichen Stellungnahmen haben die Vertreter des Jugendparlaments im Schulausschuss selber verlesen, in den anderen Ausschüssen übernehmen Verwaltungsmitarbeiter die Aufgabe. „Bisher läuft es gut“, sagt Hilgenbrink. Nach einer einjährigen Testphase wollen sich alle Beteiligten austauschen. Dann wird entscheiden, wie es weitergeht.

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