St. Dionysius als „Ökofaire Gemeinde“ ausgezeichnet
Mehr Verantwortung übernehmen

Nordwalde -

Die Kirchengemeinde St. Dionysius darf sich jetzt als „Ökofaire Gemeinde“ bezeichnen. Sie hat damit das erste Level des Umwelt-Managementsystems „Zukunft einkaufen – Glaubwürdig wirtschaften“ erreicht. Projektleiter Thomas Kamp-Deister zeichnete Vertreterinnen sämtlicher Kindergärten in Nordwalde aus.

Dienstag, 15.10.2019, 05:00 Uhr
Thomas Kamp-Deister zeichnete die Nordwalder Kitas im Namen von Bischof Dr. Felix Genn aus. Er überreichte jeder Kita-Vertreterin eine Zertifizierungs-Urkunde.
Thomas Kamp-Deister zeichnete die Nordwalder Kitas im Namen von Bischof Dr. Felix Genn aus. Er überreichte jeder Kita-Vertreterin eine Zertifizierungs-Urkunde. Foto: Rainer Nix

Die Kirchengemeinde St. Dionysius wurde als eine der ersten im Bistum Münster als „Ökofaire Gemeinde“ nach dem Umwelt-Managementsystems „Zukunft einkaufen – Glaubwürdig wirtschaften“ ausgezeichnet. Projektleiter Thomas Kamp-Deister vom Bistum zeichnete im Namen von Bischof Dr. Felix Genn konfessionsübergreifend Vertreterinnen sämtlicher Kindertageseinrichtungen in Nordwalde aus, die fünf Auflagen erfüllten. Vorangegangen war ein von der Landjugend mit großem Engagement gestalteter Erntedankgottesdienst in der Pfarrkirche.

„Mutter Erde schreit auf“, sagte Kamp-Deister, „weil viele Menschen so sorglos mit ihren Ressourcen umgehen.“ Daher müssten alle mehr Verantwortung für die Ökologie und für eine nachhaltige Entwicklung des Planeten übernehmen. „Mit dem Projekt ‚Zukunft Einkaufen‘ gehen die Pfarr- und Kirchengemeinden im Bistum mit gutem Beispiel voran“, sagte Kamp-Deister weiter.

Mineralwasser nur aus Glasflaschen

In einer Selbstverpflichtung erklärte sich St. Dionysius im Vorfeld für einen Zeitraum von drei Jahren dazu bereit, entsprechende Nachhaltigkeitsvorgaben einzuhalten. Für die Kinder und das Personal aus der zertifizierten Kita bedeutete dies unter anderem, Leitungswasser oder Mineralwasser aus Glasflaschen zu trinken, Gemüse im Hochbeet anzubauen, übersteigerten Fleischkonsum zu reduzieren, in den Fairen Wochen 2019 Gästen des Eine-Welt-Cafés fair gehandelten Kaffee, Tee, Wein, Schokolade und Weiteres anzubieten.

Pfarrer Ulrich Schulte Eistrup verlieh seiner Freunde über die Zertifizierung Ausdruck und richtete Dankesworte an alle Kita-Mitarbeiterinnen und natürlich auch an die Kinder. Nun engagiert sich die Gemeinde weiter in dieser Richtung und hilft mit, kommenden Generationen eine Zukunft auf der Erde zu ermöglichen.

Nordwalde gehörte zu den Vorreitern

Die Anfänge des Projektes liegen 2005 in einer Blumenkampagne der Kfd des Bistums Münster mit dem Titel „Rosige Aussichten und die Zukunft blüht auf“. Nordwalde gehörte damals zu den Vorreitern, weil sich beide Kirchen, sowohl die katholische als auch die evangelische, bereit erklärten, für den Altarschmuck Blumen aus regionalem oder fairem Handel zu verwenden. Das gilt bis heute.

Auch der Einsatz des ökumenischen Arbeitskreises „Faire Woche“ ist vorbildlich. Er gestaltet seit 14 Jahren die jährlich stattfindende „Faire Woche“ und trägt die Idee des fairen Handels und den daraus resultierenden Schöpfungsgedanken in die Öffentlichkeit.

Gastparrer Blaise Emebo stellt sich kurz vor

Bevor der Gottesdienst in einen kleinen Empfang mündete, stellte sich Gastpfarrer Blaise Emebo aus Nigeria kurz vor, der ein Jahr in der Gemeinde Nordwalde bleibt. Er gab schon mal eine Kostprobe seiner exzellenten Gesangsstimme, was die Gläubigen mit reichlich Applaus belohnten.

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