Neubau des Bürgerzentrums
Das Archiv zieht um

Nordwalde -

Die Verwaltungsmitarbeiter müssen noch ein bisschen warten, bis sie umziehen können. Kisten packen konnten sie trotzdem schon. Denn das Archiv wurde jetzt in ein Gebäude an der Gildestraße gebracht, das als Übergangslösung während des Abrisses des alten Rathauses und Neubau des Bürgerzentrums fungiert.

Mittwoch, 23.10.2019, 18:00 Uhr
Bürgermeisterin Sonja Schemmann (l.) und Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink (2.v.l.) packten beim Umzug des Archivs in ein Gebäude an der Gildestraße mit an.
Bürgermeisterin Sonja Schemmann (l.) und Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink (2.v.l.) packten beim Umzug des Archivs in ein Gebäude an der Gildestraße mit an. Foto: Sigrid Terstegge

Ein paar Bananenkisten reichen bei weitem nicht aus, wenn die Gemeindeverwaltung umzieht. „Wir haben rund 1000 Umzugskartons geordert“, informiert Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink . In etliche davon wurden die Archivakten aus dem Keller eingepackt. Diese sind jetzt mit vereinten Kräften zur Gildestraße ins Übergangsarchiv gebracht worden.

Während das alte Rathaus abgerissen und das neue Bürgerzentrum gebaut wird, wird die Verwaltung an verschiedenen Standorten untergebracht. Die Mitarbeiter des Fachbereichs III ziehen in die ehemalige Flüchtlingsunterkunft an der Bis­pingallee. Die Mitarbeiter der anderen drei Fachbereiche werden in Containern auf einer Fläche neben dem evangelischen Friedhof arbeiten. Bevor die Mitarbeiter in wenigen Monaten umziehen, ist jetzt erst mal das Archiv an der Reihe.

E-Akte ersetzt demnächst die Papierakten

„Glücklicherweise haben wir bereits vor eineinhalb Jahren mit dem Sortieren und Packen angefangen“, erzählt Bürgermeisterin Sonja Schemmann . Hausmeister Marc Kneuper durfte einige Male alte Akten, die nicht mehr benötigt wurden, zum Vernichten wegbringen. Das alles zu sichten und dann zu entscheiden, was weg kann, erfordert seine Zeit. „Wir hatten auch schon zwei Mal für jeweils zwei Tage das Rathaus geschlossen deswegen“, schildert Schemmann die bisherigen Vorbereitungen. Demnächst wird es weniger Papierakten geben, da ein elektronisches Dokumentenmanagement, die sogenannte E-Akte, eingeführt wurde.

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Foto: Sigrid Terstegge

In der vergangenen Woche sind die Archive der Fachbereiche I und II (Zentrale Dienste und Finanzen) umgelagert worden. Am Mittwoch waren die Bereiche III und IV (Ordnung, Soziales sowie Bauen und Planen) und die Stabsstelle dran. „Eine Person aus den Fachbereichen ist jeweils hier und die andere im Archiv auf der Gildestraße“, sagt Schemmann. Die Kartons sind alle ausführlich beschriftet und durchnummeriert.

Kisten werden wieder in die Regale einsortiert

„Viele Hände, schnelles Ende“, sagt Norbert Schröer, Leiter des Bauhofs. Mit Wagen, Anhängern und zahlreichen kräftigen Händen übernehmen die Bauhofmitarbeiter hauptsächlich die Muskelarbeit. Nick Wickland, der eigentlich als Bufdi in der Wichernschule ist, packt ebenfalls mit an. So dauert es auch gar nicht lange und die muffigen Archivräume im Rathauskeller sind leer. An der Gildestraße werden die Anhänger zügig ausgeladen. „Stopp erst mal“, kommt zwischendurch das Kommando. Die Kisten müssen ja wieder mit System in die Metallregale einsortiert werden. Dann ist auch das geschafft.

„Im Januar hoffen wir, dass die Module alle beim Bispinghof stehen und wir gemeinsam dort einziehen können“, sagt Schemmann. Den Umzug der Büros übernehme eine Fachfirma. So lange werden die Bilder auf den Fluren noch nicht abgehängt. Und ehe endgültig der Schlüssel im Schloss gedreht wird, gibt es wohl noch einige Aktionen in dem Bau.

„Die Rettungshundestaffel wird die Gelegenheit nutzen und ihre Hunde durch das Haus schicken“, erzählt die Bürgermeisterin. Auch die Feuerwehr hat sich schon für eine realitätsnahe Übung am Objekt angemeldet. „Und die Dörper Jungs haben schon vor zwei Jahren gesagt, dass sie gerne noch eine Party im Rathaus feiern möchten, ehe es abgerissen wird“, sagt Schemmann.

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