„Hanse Steinfurt“ stellt sich vor
Mittelalter lebendig werden lassen

Nordwalde -

Wenn sie auf den Lagern unterwegs sind, bleiben Handys, Armbanduhren oder die Thermoskanne zu Hause. Schließlich gab es diese Dinge im Mittelalter noch nicht. Also in der Zeit, für die sich die Mittelaltergruppe „Hanse Steinfurt“ interessiert. Die Gruppe erzählte jetzt, wie es bei den Lagern stattdessen zugeht: Da muss das warme Wasser für den Kaffee schon mal über einem offenen Feuer erhitzt werden.

Montag, 28.10.2019, 20:00 Uhr
Im Speicher auf dem Bispinghof stellten Söldner Hajo Brackmann (v.r.), Kräuterfrau Iris Brackmann sowie Kaufmann und Initiator Kurt Jendryke die Mittelaltergruppe „Hanse Steinfurt“ vor.
Im Speicher auf dem Bispinghof stellten Söldner Hajo Brackmann (v.r.), Kräuterfrau Iris Brackmann sowie Kaufmann und Initiator Kurt Jendryke die Mittelaltergruppe „Hanse Steinfurt“ vor. Foto: Sigrid Terstegge

Was macht eigentlich eine Mittelaltergruppe? Das fragt wohl jeder, der sich für diese längst vergangene Zeit interessiert und überlegt, in solch einer Gruppe seine Freizeit zu verbringen. Am Sonntagnachmittag hatte die Gruppe „Hanse Steinfurt“ in den alten Speicher auf dem Bispinghof eingeladen.

Zwar hatten die Mitglieder ihre Gewänder an, die sie bei Veranstaltungen tragen, aber ansonsten ging es noch recht gegenwärtig zu. Da standen Thermoskanne und Kekspackungen auf dem Tisch. „Das geht natürlich nicht mehr, wenn wir bei Lagern mitmachen“, erläutert Kurt Jendryke , der als Kaufmann Knut van Rieken der Initiator dieser Gruppe ist.

Möglichst authentisch

Die Mitglieder der Mittelaltergruppe „Hanse Steinfurt“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen und das Leben aus dem Abschnitt des Spät- und Hochmittelalters möglichst authentisch lebendig werden zu lassen. Und damals gehörten Handys, Armbanduhren und sonstige moderne Geräte nun einmal nicht zur Ausrüstung. „Natürlich haben wir eine Kühlbox hinter dem großen Zelt stehen, aber die sollte dort auch nicht zu sehen sein“, beschreibt Kräuterfrau Iris Brackmann .

Wenn man warmes Wasser braucht, dann wird das über einem offenen Feuer erhitzt. „Da dauert das Kaffee kochen morgens halt ein bisschen länger“, schildert Söldner Hajo Brackmann. Bei Mittelalter-Lagern gebe es für die Teilnehmer auch schon die Möglichkeit, etwa in Turnhallen zu duschen. „Wir haben aber auch unser Duschzelt dabei“, sagt die Kräuterfrau. Allerdings habe das Kaffeewasser morgens Vorrang und erst danach kann Wasser für die Dusche warm gemacht werden.

Treffen an jedem letzten Sonntag im Monat

Ein Highlight sei immer im Mai das Lager in Bad Bentheim. Dort ziehen auch alle beteiligten Gruppen zusammen auf das Gelände ein, was immer ein prächtiger Anblick ist. „Da sollten sich schon möglichst viele unserer Gruppe beteiligen“, betont Jendryke. Dafür müsse aber niemand seinen Jahresurlaub opfern. Und bei Lagern in der Nähe, wie Telgte, Bentheim oder Rheine, sei das ja auch kein Problem. Wer sich informieren möchte: Die „Hanse Steinfurt“ trifft sich jeden letzten Sonntag im Monat im Speicher auf dem Bispinghof und ist auch auf Facebook zu finden.

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