Neuer Fischhändler auf dem Wochenmarkt
Heißen Backfisch als Mittagessen

Nordwalde -

Der Nordwalder Wochenmarkt ist seit Kurzem um einen Stand reicher: Thomas Dieckmann bietet samstags frischen Fisch an. Bis um 13 Uhr lässt der Ostbeverner Markthändler seine Fritteuse an. Das heißt: So lange können Kunden heißen Backfisch kaufen. Der kommt so gut an, dass sich zuletzt schon eine Warteschlange bildete.

Samstag, 02.11.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 16:12 Uhr
Fischfeinkosthändler Thomas Dieckmann und Verkaufshelferin Julia Foerster verwöhnen die Nordwalder auf dem Wochenmarkt mit Backfisch, Matjes oder Forellen.
Fischfeinkosthändler Thomas Dieckmann und Verkaufshelferin Julia Foerster verwöhnen die Nordwalder auf dem Wochenmarkt mit Backfisch, Matjes oder Forellen. Foto: Sigrid Terstegge

„Da läuft einem ja schon das Wasser im Mund zusammen“, sagt die Kundin begeistert zu ihrer Nachbarin, während Fischhändler Thomas Dieckmann die gewünschten vier Heringsfilets aus der cremigen Sahnesoße angelt. „Gerne auch ein bisschen von der Soße mit dabei“, wünscht sich die Kundin noch. Kein Problem für Dieckmann.

Zum dritten Mal war Dieckmann mit seinem Fischwagen vor einer Woche in Nordwalde auf dem Markt. Insgesamt hat der Ostbeverner drei Verkaufswagen. „Dieser war gerade frei und da habe ich mal geschaut, wo samstags in der Nähe Märkte stattfinden“, erzählt Dieckmann, der auch einen Partyservice anbietet. Bei einem Telefonat mit dem Ordnungsamt habe er offene Türen eingerannt. „Gerne könnten wir kommen, hat man uns gesagt“, berichtet Dieckmann. Deshalb ergänzt er jetzt die Einkaufsmöglichkeiten auf dem Wochenmarkt.

Bis um 13 Uhr gibt es heißen Backfisch

Verschiedene Fischbrötchen, Hering, Matjes, Nordseekrabben, Makrelen, Forellen oder Lachs, Salate und Getränke bietet der Fischhändler an. „Wie lange haben Sie auf?“, fragt eine weitere Marktbesucherin im Vorübergehen. „Bis um 13 Uhr ist die Fritteuse an“, sagt Thomas Dieckmann. Bis um die Uhrzeit bietet er heißen Backfisch an. Gerade richtig für das Mittagessen. Und die Gelegenheit zu einem kleinen Snack in der Mittagszeit sei auch schon gut genutzt worden, freut sich der Markthändler: „Letzte Woche gab es da schon eine richtige Warteschlange. “

Seine Ware bezieht Dieckmann von Händlern aus Bremerhaven, Emden und den Niederlanden. Das wird alles ganz frisch geliefert. „Und auf Bestellung kann ich auch ausgefallene Fischarten besorgen, wie etwa Steinbeißer oder Seeteufel“, ergänzt er. Dann bleiben ja kaum noch Wünsche offen.

Hilgenbrink: „Ein kleiner, aber guter Markt“

Der neue Fischhändler ergänzt einen funktionierenden Wochenmarkt. „Wir haben seit einigen Jahren einen kleinen, aber guten Markt, der gut genutzt wird“, sagt Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink. Mit dem neuen Fischhändler sind sechs Stände auf dem Markt vertreten. Blumen, Obst und Gemüse, Fleisch und Kartoffeln werden angeboten, dazu kommt ein Gemischtwaren-Stand, der frisch gebackenes Brot oder selbst gemachten Honig verkauft.Über den neuen Fischhändler freut sich Hilgenbrink: „Fisch ist für einen Markt ganz wichtig.“ Als Thomas Dieckmann auf der Suche nach einem Samstagsmarkt im Ordnungsamt anfragte, ergab sich so eine Win-win-Situation.Wochenmärkte werden immer wichtiger, hat Hilgenbrink festgestellt. Die Attraktivität der Märkte zu steigern, ist das auch Ziel eines Leader-Projekts des Kreises Steinfurt. „Eigentlich versuchen alle Kommunen, ihre Märkte größer und positiver hinzubekommen“, sagt Hilgenbrink.Allzu viel zu tun gibt es in Nordwalde offensichtlich nicht mehr. Hilgenbrink hätte gerne noch einen Käsestand auf dem Markt: „Dann wären wir wunschlos glücklich.“ Einen zweiten Anbieter von ähnlichen Produkten, beispielsweise einen Händler, der im Sommer Erdbeeren verkauft, hätte Hilgenbrink ungerne. Der würde vermutlich den Obst- und Gemüsehändler Kunden kosten, der auch im Winter auf dem Markt ist. Vera Szybalski

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