Hubertusmesse mit Jagdhornbläsern
Die Natur ist komplex

Nordwalde -

Vor dem Altar thronte ein riesiges Hirschgeweih, daneben ausgestopfte Tiere des Waldes und Blumen auf dem Tisch. Falkner und Jäger waren ebenfalls anwesend, genauso wie die Jagdhornbläser. Alles bereit also für einen gelungenen Hubertus-Gottesdienst.

Montag, 04.11.2019, 17:16 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 16:12 Uhr
Die Jagdhornbläser vom Hegering gestalteten den Hubertus-Gottesdienst musikalisch. Der Altar war geschmückt, daneben standen Jäger und Falkner.
Die Jagdhornbläser vom Hegering gestalteten den Hubertus-Gottesdienst musikalisch. Der Altar war geschmückt, daneben standen Jäger und Falkner. Foto: Sigrid Terstegge

Der Platz vor der Christuskirche auf dem Bispinghof reichte kaum aus, um alle Menschen und Tiere unterzubringen, die am Sonntag zum ökumenischen Hubertus-Gottesdienst gekommen waren. Der Altar war entsprechend geschmückt. Ein riesiges Hirschgeweih, ausgestopfte Tiere des Waldes und Blumen umrahmten den Tisch.

Daneben standen Jäger mit Jagdhunden und Greifvögeln, die zur Jagd eingesetzt werden. Auch die Teilnehmer des Gottesdienstes hatten ihre Dackel, Münsterländer und andere Jagdhunde mitgebracht. Mit den Jagdhornbläsern vom Hegering begann der Gottesdienst. Pfarrerin Janine Hühne kündigte an, dass die Kollekte für die Schulspeisung verwendet wird.

Es fällt schwer, komplexe Vorgänge der Natur zu verstehen

„Nach der Wettervorhersage von Freitag war ich nicht überzeugt, dass wir hier heute bei schönstem Wetter in der Sonne stehen“, begann Pfarrer Ulrich Schulte Eistrup . Schon bei der Wettervorhersage falle es schwer, komplexe Vorgänge der Natur zu verstehen. So komplexe Geschehen würden auch in dem Buch Genesis beschrieben, aus dem die Lesung war. „Wir können das als Menschen zwar in vielen Zusammenhängen verstehen, aber nicht bis in die letzten Tiefen erklären“, so Schulte Eistrup. Manchmal müsse man auch die Demut haben zu begreifen, dass wir begrenzt seien.

„Viele Menschen beschäftigen sich derzeit mit der Natur, aber das Problem ist, dass sofortige, schnelle Lösungen gefordert werden“, so Schulte Eistrup. Besser sei es, wenn alle Gruppen miteinander ins Gespräch kämen und die unterschiedlichen Argumente hörten. „Wir sollten auf jeden Fall der Schöpfung mit Respekt begegnen“, unterstrich der Pfarrer.

In der zweiten Lesung ging es um das Vertrauen in Gott. Er versorgt auch die Vögel auf dem Feld, die nicht säen noch ernten. Das erläuterte Pfarrerin Janine Hühne, die sich als Reiterin ebenfalls viel in der Natur bewegt. „Gott gibt uns das, was wir brauchen“, stellte sie fest.

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