Thomas Ring als kommissarischer Leiter verabschiedet
Ein Kämpfer für die Jubi

Nordwalde -

Pfarrer Thomas Ring hat die evangelische Jugendbildungsstätte in unruhigen Zeiten geleitet. Nachdem der Kirchenkreis beschlossen hatte, dass ab 2020 keine Kirchensteuermittel mehr in die Jubi fließen sollen, hat Ring für die Zukunft des Bildungshauses gekämpft. Jetzt hat er sich als kommissarischer Leiter verabschiedet. Ring ist überzeugt, dass die Jubi auf dem richtigen Weg ist.

Donnerstag, 14.11.2019, 09:00 Uhr
Simone Schulz, Vorsitzende des Vereins für evangelische Jugendpflege als Träger der Jugendbildungsstätte, verabschiedete den kommissarischen Jubi-Leiter Thomas Ring.
Simone Schulz, Vorsitzende des Vereins für evangelische Jugendpflege als Träger der Jugendbildungsstätte, verabschiedete den kommissarischen Jubi-Leiter Thomas Ring. Foto: Vera Szybalski

Er hat die evangelische Jugendbildungsstätte in einer ebenso unruhigen wie wichtigen Zeit geleitet, jetzt hat sich Pfarrer Thomas Ring als kommissarischer Geschäftsführer verabschiedet. Am 1. Oktober endete sein Einsatz für die Jubi. Die Mitarbeiter des Bildungshauses verabschiedeten Ring nun offiziell mit einer kleinen Feierstunde.

„Er hat ganz viel Herzblut reingebracht und hat wirklich schwer gekämpft. Wir haben ihm viel zu verdanken“, sagte Simone Schulz , die Vorsitzende des Jubi-Trägers, dem Verein für evangelische Jugendpflege. „Ohne ihn hätte ich das als erste Vorsitzende nicht gemacht.“ Schulz ist überzeugt, ohne Ring wäre das Bildungshaus heute nicht in der Lage, wieder optimistischer in die Zukunft zu blicken.

Satzungsänderung im Februar 2019

Denn vor einem Jahr hatte die Synode des Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken beschlossen, dass ab 2020 keine Kirchensteuermittel mehr in die Jubi fließen sollen. Thomas Ring, der seit März 2018 die Einrichtung kommissarisch leitete, hatte mit weiteren Unterstützern aus der Pro-Jubi-Initiative danach die Finanzen neu kalkuliert und das inhaltliche Konzept überarbeitet.

Eine wichtige Entscheidung fiel im Februar dieses Jahres: Der Trägerverein beschloss eine Satzungsänderung, die die Weiterarbeit der Jubi möglich machte. Mitglieder können seitdem nicht mehr nur evangelische Kirchengemeinden des Kirchenkreises sein, sondern auch Privatpersonen, Vereine und Organisationen.

Ring ist als Pfarrer in Billerbeck tätig

Thomas Rings Zeit als kommissarischer Leiter der Jubi sollte eigentlich schon vor einem Jahr enden. „Dann nahm das Ganze rasant Fahrt auf. In dem Übergangsprozess des Vereins hat er sich bereit erklärt, noch ein Jahr weiter zu machen“, sagte Schulz. „Er war unentbehrlich.“ Besonders in der Weihnachtszeit hatte Ring viel zu tun.

Denn neben seinem Engagement in der Jubi ist der fünffache Vater mit einer halben Stelle als Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Billerbeck angestellt. Jetzt ist das Jahr vorüber und Ring kann sich wie geplant wieder mehr auf die Familie und seinen Beruf als Pfarrer konzentrieren.

Ein Dank an die Mitarbeiter

„Ich hab‘s gerne gemacht“, sagte der 49-Jährige über seine Zeit als kommissarischer Leiter der Jubi. Er bedankte sich bei den Mitarbeitern der Einrichtung: „Ein Haus lebt nicht von irgendeiner Leitung, es lebt von den Menschen, die dort arbeiten und das Haus lebendig machen.“ Alle Mitarbeiter, egal aus welcher Abteilung, würden an einem Strang ziehen: „Das ist ein gutes Signal dafür, dass dieses Haus eine Zukunft hat. Wir haben hoffentlich an den richtigen Stellschrauben gedreht.“ Ring beendete seine Rede mit einer Würdigung: „Vielen Dank allen, die mitgeholfen haben, die Jubi auf den richtigen Weg zu bringen.“

Seine Zeit als kommissarischer Geschäftsführer des Bildungshauses ist zu Ende, Simone Schulz hofft aber, dass Thomas Ring der Jubi trotzdem treu bleiben wird: „Wir hoffen, er bringt sich weiter ein, wenn es sein Amt als Pfarrer zulässt.“ Einen Nachfolger für Ring als Geschäftsführer hat der Verein für evangelische Jugendpflege bereits gefunden.

Sebastian Richter wird neuer Geschäftsführer

Am 1. März 2020 wird Sebastian Richter den Posten antreten. Der 34-Jährige kommt aus Unna-Königsborn. „Wir sind froh, jemand so Fähiges gefunden zu haben“, sagte Schulz. Bis März leiten Schulz und Bernd Hillebrand die Geschäfte. Letzterer war bereits von 2014 bis 2018 in dieser Position.

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