Öffentlicher Workshop zum Neubau des Bürgerzentrums
Viele Ideen kontrovers diskutiert

Nordwalde -

Gut 100 Teilnehmer waren am Mittwoch in die Mensa der KvG-Gesamtschule gekommen, um Anregungen, Ideen und Wünsche zu dem geplanten Bürgerzentrum zu äußern. Die Verwaltung hatte eingeladen. Als juristischer Beistand war Rechtsanwalt Markus Lennartz, der bereits beim Breitbandausbau im Außenbereich beratend tätig war, anwesend.

Donnerstag, 21.11.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 24.11.2019, 16:38 Uhr
Bürgermeisterin Sonja Schemmman (2.v.r.) stand Bürgern bei dem Workshop Rede und Antwort. Viele der etwa 100 Nordwalder (kl. Bild) beteiligen sich an der Ideenfindung für das Bürgerzentrum.
Bürgermeisterin Sonja Schemmman (2.v.r.) stand Bürgern bei dem Workshop Rede und Antwort. Viele der etwa 100 Nordwalder (kl. Bild) beteiligen sich an der Ideenfindung für das Bürgerzentrum. Foto: Sigrid Terstegge

Gut 100 Teilnehmer waren am Mittwoch in die Mensa der KvG-Gesamtschule gekommen, um Anregungen, Ideen und Wünsche zu dem geplanten Bürgerzentrum zu äußern. Die Verwaltung hatte eingeladen. Als juristischer Beistand war Rechtsanwalt Markus Lennartz , der bereits beim Breitbandausbau im Außenbereich beratend tätig war, anwesend. Moderiert wurde der Workshop von Jens Stachowitz, Kommunalberatung Dortmund.

„Ich freue mich über das große Interesse“, betonte Bürgermeisterin Sonja Schemmann bei der Begrüßung. Sie erläuterte den Weg, wie die Leistungsbeschreibung für den Bau des Bürgerzentrums erstellt wird. Beschlossen wird diese Beschreibung dann vom Rat.

„Ein Workshop der Mitarbeiter hat bereits stattgefunden. Nach diesem Workshop für die Bürger folgt noch einmal einer für die Ratsmitglieder“, erklärt Schemmann.

Die Ergebnisse der bisherigen Workshops und die Präsentation werden auf der Homepage der Gemeinde nachzulesen sein. In der Präsentation wird das neue Verfahren vorgestellt. Es gibt Information über die Kosten, Lage, Gebäude, Größe, Energiekonzept und einen Zeitplan bis zum 31. Dezember 2022. Bis dahin läuft die Förderung für den Bau.

Bei der anschließenden Sammlung von Ideen an vier Stellwänden stießen die Gegensätze aufeinander. Vielen Anwesenden war es wichtig, dass es von außen zugängliche Toilettenanlagen gibt. Das wäre bei Veranstaltungen, wie etwa dem Weihnachtsmarkt, wünschenswert.

Auch das Angebot von Räumen, die man für Veranstaltungen mieten könnte, war vielen wichtig. Lebhaft diskutiert wurde über einen Versammlungsraum, eine Teeküche mit Lager und Sprechzimmer mit insgesamt etwa 102 Quadratmetern.

„Dann könnte man ja auch eine Sprungschanze bauen“, sprach sich ein Bürger dagegen aus. „Die Landfrauen hätten ja auch immer irgendwo feiern können“ meinte er. „Dazu würde es kein Bürgerzentrum brauchen.“

Während die einen gerne einen Bau möchten, der etwas hermacht und in das Münsterland passt, waren andere strikt dagegen mit der Begründung „die Zeit der Dominanz ist vorbei“. Auf der einen Seite war es vielen wichtig, auch mit dem Auto zum Markt zu fahren und dort parken zu können, während andere Pkw möglichst fernhalten wollten.

Vereine wünschten sich die Möglichkeit, irgendwo Fahnenschränke aufstellen zu können, da die Möglichkeit dazu bei der schwindenden Zahl von Stammkneipen immer kleiner werde. Bei der Anzahl der Büros waren einige der Bürger der Auffassung, dass weniger Büros gebraucht würden, wenn man an die Telearbeit denke. Andere gaben zu bedenken, dass vielleicht auch mehr Bedarf entstünde durch neue zusätzliche Aufgaben.

Bürgermeisterin Schemmann bedankte sich für die rege Mitarbeit und lud ein, bis zum Ratsworkshop noch weitere Anregungen abzugeben. Außerdem nehme man gerne Vorschläge für die zwischenzeitliche Gestaltung des Bauplatzes (Rasen, Bänke, eventuell Boulebahn) an.

Die Vergabebedingungen könnten nicht öffentlich bekannt gemacht werden, erläuterte Jurist Markus Lennartz. Man werde aber auf jeden Fall so schnell wie möglich alles auf der Homepage nachlesen können.

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