Konzept von Marie Bücker wird an KvG-Gesamtschule umgesetzt
Flure werden zum Lernbereich

Nordwalde -

Die bessere Akustik eröffnet neue Möglichkeiten: Die neuen Akustikdecken in der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule bieten die Voraussetzung dafür, dass die Flure der Schule als Lernbereich genutzt werden. Dafür hat Marie Bücker ein Konzept erstellt, das bald umgesetzt werden soll.

Mittwoch, 04.12.2019, 11:00 Uhr
Noch sind die Flure in der KvG-Gesamtschule recht karg. Das soll mit dem Konzept aus Tisch-Bank-Kombinationen (kl. Bilder) von Marie Bücker (M.) ändern. Sie präsentiert im Beisein von Bürgermeisterin Sonja Schemmann, Schulleiterin Karla Müsch-Nittel und den Schülern Justus Wallkötter und Kim Nicole Christensen ihre Bachelorarbeit.
Noch sind die Flure in der KvG-Gesamtschule recht karg. Das soll mit dem Konzept aus Tisch-Bank-Kombinationen (kl. Bilder) von Marie Bücker (M.) ändern. Sie präsentiert im Beisein von Bürgermeisterin Sonja Schemmann, Schulleiterin Karla Müsch-Nittel und den Schülern Justus Wallkötter und Kim Nicole Christensen ihre Bachelorarbeit. Foto: vera

Marie Bücker kennt das noch aus ihrer Schulzeit an der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule: Wenn Schüler durch die Flure laufen, ist es schnell laut. Sitzmöglichkeiten außerhalb der Klassenräume für die Pausen sind Mangelware. Das eine hat sich schon geändert, das andere soll sich bald verbessern. Und daran hat Bücker eifrig mitgearbeitet.

Die Gemeinde hat mit Geld aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ den Altbau und den Mittelbau der Schule renoviert und dabei Akustikdecken angebracht. Die leisten ganze Arbeit. „Das macht sich total bemerkbar“, sagt Schulleiterin Karla Müsch-Nittel . „Das ist genau so geworden, wie wir uns das vorgestellt haben, mit perfekter Schalldämpfung. Es ist hell und einfach klasse.“

Bessere Akustik, neue Möglichkeiten

Wenn sich die Schüler früher beim Gang durch die Flure unterhalten haben, seien sie immer lauter geworden, weil sie sich nicht verstanden haben. Jetzt herrsche eine andere Atmosphäre. „Das ist mir auch aufgefallen“, sagt Bücker, die 2013 ihr Abitur an der Gesamtschule gemacht hat: „Das ist ein ganz anderes Gefühl.“

So stellt sich Marie Bücker die Tisch-Bänke-Kombination vor.

So stellt sich Marie Bücker die Tisch-Bänke-Kombination vor. Foto: Marie Bücker

Die bessere Akustik eröffnet neue Möglichkeiten für Sitzgelegenheiten auf den Fluren. Da kommt Bücker ins Spiel. Die Architekturstudentin sollte sich für ihre Bachelorarbeit einen Raum suchen, bei dem sie Potenzial zur Verbesserung sieht: „Da ist mir direkt die Schule in den Kopf geschossen. Ich habe das ja selbst miterlebt: Wenn man eine Freistunde hatte und schlechtes Wetter war, wusste man nicht wohin.“ Im Studium an der Münster School of Architecture (MSA) der Fachhochschule Münster hat sie erlebt, wie es anders gehen kann: „Da hat man für alles seinen Raum.“

Kombination aus Tischen und Bänken

Für ihre Bachelorarbeit hat Bücker schließlich Konzepte erarbeitet, wie die Flure der KvG-Gesamtschule als Lernbereich genutzt werden können. Dafür war sie eine Zeit lang teilweise wöchentlich vor Ort, um die Situation zu beobachten. Bücker stellt sich eine Kombination aus Tischen und Bänken vor. Die Tische sollen vor den Fenstern platziert werden, damit genug Licht vorhanden ist. An beiden Seiten der Tische sollen Bänke aufgestellt werden. Die Kombination soll 1,50 Meter breit sein, sodass ein Fluchtweg von 1,50 Meter Breite bleibt.

Das Konzept hatte Marie Bücker im Juni bereits im Schul-, Sozial-, Kultur- und Sportausschuss vorgestellt. Sowohl bei der Schule als auch bei der Gemeinde als Schulträger stieß sie damit auf offene Ohren. Im Haushalt für 2020 ist das Projekt eingeplant.

Flächen eignen sich für Differenzierung

„In der GPA-Prüfung ist herausgekommen, dass die Schule riesig ist“, sagt Bürgermeisterin Sonja Schemmann über das Ergebnis aus der Arbeit der Gemeindeprüfungsanstalt. Viel Raum bleibe aber ungenutzt, weil das Flure oder Kellerräume seien. Das soll sich bald ändern, wenn die Flure als Lernbereich genutzt werden können.

Schulleiterin Karla Müsch-Nittel hat schon Ideen, wofür die Tische und Bänke gebraucht werden können. Nicht nur als Sitzgelegenheit in den Pausen, sondern auch für Gruppenarbeiten. „Die Flächen kann man sehr gut für Differenzierung nutzen“, sagt Müsch-Nittel. Zunächst soll in einem Flur die Tisch-Bank-Kombination aufgebaut werden. Dann wird überprüft, ob das Konzept eventuell verändert oder weiterentwickelt werden muss.

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