Kindertheater bringt Pettersson und Findus auf die Bühne
Weihnachten ist gerettet

Nordwalde -

Erst haben sie kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu: Pettersson verstaucht sich bei der Suche nach einem Weihnachtsbaum den Fuß. Der alte Mann ist verletzt, ein Baum nicht in Sicht und Findus ahnt, das könnte ein schlimmes Weihnachtsfest werden. Dann wendet sich im Theaterstück „Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch“ doch noch alles zum Guten.

Mittwoch, 18.12.2019, 18:22 Uhr
Findus (l.) soll eigentlich den Boden schrubben, weil der alte Pettersson verletzt ist.
Findus (l.) soll eigentlich den Boden schrubben, weil der alte Pettersson verletzt ist. Foto: Vera Szybalski

Was soll man nur machen, wenn der Fuß verletzt ist und man deshalb keinen Weihnachtsbaum schlagen kann? Pettersson und sein Kater Findus hatten eine Antwort dafür parat: Sie platzierten eine Stange mit Löchern im Baumständer, befestigten Tannenäste daran und schmückten diesen improvisierten Baum mit Schere, Besen, Kochlöffel, Wolle, Rührstab und Klopapier. Fertig war der Weihnachtsbaum – zumindest im Stück „Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch“.

Das Wittener Kinder- und Jugendtheater zeigte den Klassiker des Schweden Sven Nordqvist am Dienstagnachmittag auf der Bühne im Forum der KvG-Gesamtschule. Die Frauenunion Nordwalde und der Förderverein der Gangolfschule ließen damit eine lieb gewordene Tradition wieder aufleben. Jahrelang hatten sie zur Weihnachtszeit keinen Kindertheater-Auftritt mehr präsentiert. Bis jetzt.

Erst kein Glück und dann auch noch Pech

Die Veranstaltung war lange ausverkauft. Zahlreiche Kinder mit Eltern oder Großeltern hatten im Forum Platz genommen. Bis der alte Mann Pettersson und sein Kater Findus für erste Lacher im Publikum sorgten, dauerte es nicht lange. Dabei droht Weihnachten im Theaterstück wenig vergnüglich zu werden.

Doch der Kater putzt sich mit dem Besen lieber die Zähne.

Doch der Kater putzt sich mit dem Besen lieber die Zähne. Foto: Vera Szybalski

Denn Pettersson hatte am Tag vor Heiligabend erst kein Glück bei der Suche nach einem Weihnachtsbaum und dann kam auch noch Pech dazu: Der alte Mann verstauchte sich den Fuß. Damit fehlte Pettersson und Findus zu Weihnachten nicht nur der traditionelle Baum, sie hatten auch keinen Stockfisch, keine Pfefferkuchen oder Milch im Haus. Und zu allem Unglück wurde auch noch das Feuerholz knapp. Wie gut, dass Pettersson und Findus auf ihr Einfallsreichtum und ihre Freunde bauen können.

Schauspielern, tanzen und singen

Die Drei-Personen-Besetzung mit Andreas Richter (Pettersson), Vivien Zisack (Findus) und Björn Luithardt (in mehreren Rollen) brachte das auf einem Kinderbuch basierende Theaterstück für das junge Publikum passend auf die Bühne. Die drei schauspielerten nicht nur, sie tanzten und sangen auch zur Musik. Mit dabei war zudem ganz viel kindgerechter Humor.

Als Findus statt den Boden zu schrubben sich mit dem Besen lieber die Zähne putzen oder den Rücken kratzen wollte, kicherten zahlreiche Kinder im Publikum. Die Kartoffeln und Möhren, die Pettersson zu Weihnachten zubereiten möchte, weil nichts anderes im Haus ist, fand Findus einfach nur „bäääh“.

„Super-Findus“ und „Herr Unterhosen-Füßler“

Sich selbst machte der Kater zum „Super-Findus“, als er in Anlehnung an einen Superhelden mit Umhang durch die Gegend flitzte – nur dass Findus einen Teppich als Umhang nutzte, mit dem er eigentlich Pettersson den Fuß verbinden sollte. Weil zu dem Verband nicht nur Teppich und Schal, sondern auch eine von Petterssons langen Unterhosen gehörte, nannte der Kater den alten Mann „Herr Unterhosen-Füßler“. Das junge Publikum hatte seinen Spaß.

Bei Kater Findus besserte sich die Laune nach dem Fiasko mit dem Fuß erst, als Petterssons Freunde und Nachbarn Axel, Elsa, Gustavsson und Anna trotz des vorweihnachtlichen Stresses nacheinander Feuerholz, Milch, Pfefferkuchen, Stockfisch und Co. vorbeibrachten.

Richtig Freude hat Findus, als sich der Wunsch vom Weihnachtsbaum dank Petterssons und seiner Improvisationskünste doch noch erfüllte. „Das wird ein Traum, unser Baum dieses Jahr. Wer braucht schon Engelshaar und Kugel-Trallala – wir nicht“, sang das Duo, als es den Baum mit Besen, Klopapier und Co. schmückte. So wurde es doch noch ein schönes Weihnachtsfest.

  Foto: Vera Szybalski

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7141480?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F181%2F
Nachrichten-Ticker