Ausbau Sandstiege: Parkplätze auf andere Straßenseite verlegt
Grüne sind verärgert

Nordwalde -

Wie der Ausbau der Sandstiege umgesetzt wird, ist bei Bündnis 90 / Die Grünen auf Unmut gestoßen. Denn anders als vom Rat beschlossen, finden die geplanten Parkplätze nicht auf der Nordseite der Straße, sondern auf der Südseite Platz.

Montag, 06.01.2020, 19:00 Uhr
Wie der vom Rat beschlossene Ausbau der Sandstiege zum Teil umgesetzt wird, hat Bündnis 90 / Die Grünen verärgert. Entzündet hat sich der Unmut an Parkplätzen, die von der Nord- auf die Südseite gewechselt sind, und gefällten Bäumen.
Wie der vom Rat beschlossene Ausbau der Sandstiege zum Teil umgesetzt wird, hat Bündnis 90 / Die Grünen verärgert. Entzündet hat sich der Unmut an Parkplätzen, die von der Nord- auf die Südseite gewechselt sind, und gefällten Bäumen. Foto: Sigrid Terstegge

Der Ausbau der Sandstiege sorgt bei Bündnis 90 /  Die Grünen für Unmut. Nicht der grundsätzliche Beschluss, sondern die Ausführung. Der Ärger entzündet sich an Parkplätzen, die auf die andere Straßenseite verlegt wurden, und gefällten Bäumen. „Es kann ja nicht sein, dass wir etwas beschließen im Ausschuss und dann grundsätzlich andere Sachen gemacht werden“, sagt Fraktionsvorsitzender Klaus Kormann .

Aber von vorne: Im September 2018 waren die Pläne für den Ausbau der Sandstiege und des Mühlenwegs im Planungs-, Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss vorgestellt worden. Die Kommunalpolitiker votierten damals einstimmig für den Ausbau, der in drei Bauabschnitten erfolgen sollte. Ein Bodengutachter hatte empfohlen, die etwa einen Kilometer lange Strecke der in den 1960er-Jahren erbauten Straßen von der Bahnhofstraße über den Mühlenweg ab Höhe des Speichers bis hin zur Sandstiege komplett zu erneuern.

Stellplätze von der Nord- auf die Südseite

Damals war geplant, dass auf der Straßenseite am „Eimermacher vital“ sechs Parkplätze gebaut werden. Mittlerweile sieht das anders aus: Die beiden Stellplätze werden an der gegenüberliegenden Straßenseite auf der Südseite errichtet. Die Ratsmitglieder haben die neue Planung nicht extra abgesegnet. „Ich finde, das ist eine gewisse Missachtung der Beschlüsse“, sagt Klaus Kormann, der die Sache zwar „nicht zu hoch hängen möchte“, aber verärgert ist: „Ich kann nicht hinterher immer kontrollieren, ob etwas eins zu eins so ausgeführt wurde, wie wir es geplant haben.“

Dass die Parkplätze von der Nord- auf die Südseite verlegt werden, sei ein Wunsch von Anliegern gewesen, sagte Bauamtsleiter Marcus Klaus . Hintergrund sei, dass so Lkw besser in Einfahrten beispielsweise vom angrenzenden Getränkehandel kämen. Die Verwaltung habe mit dem am Verfahren beteiligten Ingenieurbüro gesprochen, das die Anregung geprüft habe, erklärt Klaus: „Die haben gesagt, das macht Sinn.“

16 neue Bäume werden eingepflanzt

Von der Verlegung der Parkplätze hat Kormann nicht im Ausschuss, sondern von Anwohnern erfahren. Das hätte er sich anders gewünscht: „Das ist so eine massive Abweichung. Das hätte unbedingt noch mal abgesegnet werden müssen“, meint Kormann. „Ich hätte gerne meine Bedenken vorgebracht, bevor das fertig ist.“ Zum Aussteigen seien die Parkplätze an der Nordseite besser postiert, findet der Grünen-Fraktionsvorsitzende.

Er stört sich auch an dem „komischen Entfernen von Bäumen“. An der Straße standen 16 Bäume. Diese konnten nicht erhalten werden, weil sie zu hoch eingepflanzt gewesen seien, sagt Marcus Klaus. Es würden aber wieder 16 Buchen eingepflanzt.

„Ein Baum war sichtbar beschädigt“, sagt Kormann. Von den anderen Bäumen hätten sich Anwohner aber welche gesichert. „Die Gemeinde hätte auch sagen können: Die Bäume müssen raus. Wer hätte Interesse daran, sie zu übernehmen?“ Kormann vermutet einen anderen Grund für das Fällen: „Die Bäume wurden weggemacht, weil es für das Straßenbauunternehmen dann einfacher ist zu arbeiten.“

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