Interview mit Bürgermeisterin Sonja Schemmann zum Umzug der Verwaltung
„Das läuft erstaunlich gut“

Nordwalde -

Vor einer Woche ist die Gemeindeverwaltung vom Rathaus in die provisorische Haupt- und Nebenstelle an der Bispingallee gezogen. Im Interview spricht Bürgermeisterin Sonja Schemmann über die Arbeitsbedingungen am neuen Standort und den Zeitpunkt für den Abriss des Rathauses.

Donnerstag, 09.01.2020, 19:30 Uhr aktualisiert: 09.01.2020, 20:01 Uhr
Bürgermeisterin Sonja Schemmann an ihrem neuen Arbeitsplatz in der Hauptstelle der Gemeindeverwaltung an der Bispingallee 44. Am vergangenen Montag konnten die meisten Mitarbeiter schon am neuen Standort arbeiten.
Bürgermeisterin Sonja Schemmann an ihrem neuen Arbeitsplatz in der Hauptstelle der Gemeindeverwaltung an der Bispingallee 44. Am vergangenen Montag konnten die meisten Mitarbeiter schon am neuen Standort arbeiten. Foto: Vera Szybalski

Wer zur Gemeindeverwaltung will, muss seit ein paar Tagen nicht mehr das Rathaus, sondern die Bispingallee ansteuern. An zwei Standorten, aufgeteilt in Haupt- und Nebenstelle, arbeitet die Verwaltung nun. Bürgermeisterin Sonja Schemmann berichtet im Interview mit Redaktionsmitglied Vera Szybalski , wie die ersten Tage verlaufen sind.

Vor einer Woche ist die Gemeindeverwaltung vom Rathaus in die provisorische Haupt- und Nebenstelle an der Bispingallee gezogen. Wie ist der Umzug gelaufen?

Sonja Schemmann: Insgesamt waren wir mit dem durchgeführten Umzug, gerade mit dem Ablauf und Einsatz aller Beteiligten, mehr als zufrieden. Am Mittwoch haben wir zusammengesessen und besprochen, was noch alles aus dem alten Rathaus mitgenommen werden muss. Es sind nur noch Kleinigkeiten.

Nicht nur für die Verwaltungsmitarbeiter, sondern auch für die Bürger bedeutet der neue Standort eine Umstellung, speziell mit der Aufteilung der Verwaltung auf zwei Gebäude. Finden sich die Bürger schon zurecht?

Schemmann: Sicherlich ist das für die Bürgerinnen und Bürger eine Umstellung. Wir hatten viele hier an der Hauptstelle, die eigentlich zur Nebenstelle mussten. Wenn Kollegen im alten Rathaus sind, treffen sie auch noch auf Bürger, die nicht wissen, dass wir überhaupt umgezogen sind. Wir werden die Bürger jetzt noch mal informieren. Auf jedem Schreiben wird ein Hinweis stehen, dass wir umgezogen sind. Und wir lassen Hinweisschilder anfertigen, was wo zu finden ist. Es scheut sich aber auch niemand zu fragen. Ich sehe bei allen großes Verständnis.

Beim Umzug in der vergangenen Woche haben einige Verwaltungsmitarbeiter mitgeholfen und ihre Büros eingerichtet. Seit Montag ist die Verwaltung auch wieder für die Bürger erreichbar. Hat in den ersten Tagen alles reibungslos funktioniert oder gibt es noch Stellschrauben, an denen gedreht werden muss?

Schemmann: Das läuft erstaunlich gut. Am Montag konnte die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter mit der Arbeit starten. Damit habe ich persönlich nicht gerechnet, dass es so gut läuft. Es gibt aber noch Kleinigkeiten, daran wird bereits gearbeitet. Die elektrischen Arbeiten werden in dieser Woche abgeschlossen sein.

Die Arbeitsbedingungen im Rathaus waren schon seit Längerem mehr als grenzwertig: Schimmel an den Wänden, Putz, der abbröselt, und Heizungen, die sich nicht richtig regulieren lassen. Wie haben die Mitarbeiter darauf reagiert, dass der Umzug jetzt endlich vollzogen wurde?

Schemmann: Viele sind unglaublich erleichtert. Einige sagen, sie können jetzt endlich die individuelle Raumtemperatur regulieren, was bei der defekten Deckenheizung schon lange nicht mehr möglich war. Viele stellen auch fest, wie hell ein Büro aus Arbeitsschutzgründen sein muss. Teilweise sind die Räumlichkeiten leider beengt, aber alle sind froh, dass dieser Weg nun allein schon aus Arbeits- und Gesundheitsschutzgründen umgesetzt wurde.

Sie erwähnten vorhin, dass Verwaltungsmitarbeiter manchmal noch im Rathaus anzutreffen sind. Sind denn noch Büromöbel oder Umzugskisten im Gebäude?

Schemmann: Die komplette Büroausstattung ist bereits in der neuen Haupt- und Nebenstelle. Wir haben aber noch Unterlagen, zum Beispiel von unseren Partnergemeinden Amilly und Treuenbrietzen, im Rathaus, die wir beispielsweise bei Partnerschaftstreffen benötigen. Die Exponate werden nun gesichtet, das notwendige am neuen Standort untergebracht und der Rest in der Kardinal-von-Galen Gesamtschule eingelagert. Wir haben festgestellt, dass wir, vor allem in der Hauptstelle, mehr Abstellfläche haben als gedacht.

Wie sieht der weitere Zeitplan aus?

Schemmann: Wir haben einen groben Zeitplan erstellt. Die Leute, die sich gemeldet haben und Mobiliar aus dem Rathaus haben möchten, sollen dieses bis Ende Januar, Anfang Februar abholen. Es haben sich sowohl Vereine als auch Privatleute gemeldet. Wenn das Rathaus ausgeräumt ist, können sowohl die Hundestaffel als auch die Feuerwehr Übungen im alten Rathaus durchführen.

Können Sie schon mehr dazu sagen, wann das Rathaus abgerissen wird?

Schemmann: Das wird im Frühjahr sein, voraussichtlich im Mai oder Juni. Ich würde gerne die Intarsien (Wappen von Nordwalde), die im Sitzungssaal im Boden eingearbeitet sind, herausnehmen lassen. Ich finde, das ist etwas, das man möglichst erhalten sollte und vielleicht sogar im neuen Bürgerzentrum wieder einbauen kann.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7181090?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F181%2F
Nachrichten-Ticker