Formschnitte sind das ganze Jahr erlaubt
Hecken bis zur Grundstücksgrenze zurückschneiden

Nordwalde -

Hecken, Bäume und Pflanzen, die in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragen und sich auf privaten Grundstücken befinden, müssen bis zur Grundstücksgrenze zurückgeschnitten werden. Das Zurückschneiden ist zwar jederzeit erlaubt, dennoch sollte man auf etwas achten.

Dienstag, 14.01.2020, 09:00 Uhr
Hecken, Bäume und Pflanzen, die in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragen und sich auf privaten Grundstücken befinden, müssen bis zur Grundstücksgrenze zurückgeschnitten werden.
Hecken, Bäume und Pflanzen, die in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragen und sich auf privaten Grundstücken befinden, müssen bis zur Grundstücksgrenze zurückgeschnitten werden. Foto: Bernhard Gausling

Es geht um Hecken, die auf Bürgersteige ragen oder Bäume, die zu weit über die Straße wachsen: Im Zuge der Verkehrssicherheitspflicht sind Hecken, Bäume und Pflanzen, die in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragen und sich auf privaten Grundstücken befinden, bis zur jeweiligen Grundstücksgrenze zurückzuschneiden. Das teilt die Gemeinde in einer Pressemitteilung mit. Sie weist aus aktuellem Anlass daraufhin, dass alle Eigentümer von Grundstücken an Straßen, Geh- und Radwegen für die Verkehrssicherheit eine Mitverantwortung tragen.

Hecken und Bäume über Gehwegen sind bis in eine Höhe von mindestens 2,50 Meter zu kürzen. Über Fahrbahnen hat der Rückschnitt bis in eine Höhe von mindestens 4,50 Metern zu erfolgen. „Dadurch wird ebenfalls eine Gefährdung des Fahrzeugverkehrs, der Radfahrer und der Fußgänger ausgeschlossen“, schreibt die Gemeinde. „Diese Form- und Pflegeschnitte sind das ganze Jahr erlaubt.“

Hecken dürfen nicht auf den Stock gesetzt werden

Aber hierbei gilt: Das Zurückschneiden ist zwar jederzeit erlaubt. Zunächst sollte aber nachgeschaut werden, ob Vögel in der Hecke brüten oder andere Kleintiere sich dort ihren Nahrungsvorrat angelegt haben. Nur wenn das sicher auszuschließen ist, kann mit dem Schneiden begonnen werden. Bundesweit einheitlich geregelt ist, dass Hecken, Gebüsche und Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht auf den Stock gesetzt werden dürfen.

Zur Verkehrssicherheit gehört auch, dass Straßenlampen, Verkehrszeichen, Straßennamensschilder und ähnliches nicht durch Anpflanzungen an den Grundstücksgrenzen verdeckt werden dürfen. Besonders die Straßenbeleuchtung ist ein wesentlicher Bestandteil der Verkehrssicherheit.

Bedenken sollte man auch, dass Müllfahrzeuge, aber auch Rettungsfahrzeuge mit ihren teilweise hohen Sonderaufbauten durch den üppigen Bewuchs stark behindert werden. Das gilt besonders nach Regenfällen, wenn die nassen Äste weit nach unten hängen.

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