NRW.Bank veröffentlicht Statistik
Zahl der Sozialwohnungen sinkt

Nordwalde -

Die meisten Nordwalder lebten in 2018 in Ein- und Zweifamilienhäusern, die Zahl der Sozialwohnungen ist seit 2010 gesunken und es wohnen mehr Nordwalder im Eigenheim als zur Miete: Das sind Erkenntnisse aus dem Wohnungsmarktprofil 2019 der NRW.Bank.

Donnerstag, 23.01.2020, 21:00 Uhr
Die meisten Nordwalder leben in Ein- und Zweifamilienhäusern. Im Baugebiet „Östlich Sieverts Kamp“ werden fleißig Häuser gebaut. Mit NRW.Urban entwickelt die Gemeinde das Baugebiet „Windmühlenfeld“. Dort wird etwa 30 Prozent der Wohnfläche öffentlich gefördert.
Die meisten Nordwalder leben in Ein- und Zweifamilienhäusern. Im Baugebiet „Östlich Sieverts Kamp“ werden fleißig Häuser gebaut. Mit NRW.Urban entwickelt die Gemeinde das Baugebiet „Windmühlenfeld“. Dort wird etwa 30 Prozent der Wohnfläche öffentlich gefördert. Foto: ter

Der deutlich überwiegende Teil der Nordwalder lebt in Ein- und Zweifamilienhäusern. Diese Erkenntnis überrascht nicht, wird durch das Wohnungsmarktprofil 2019 der NRW.Bank für Nordwalde nun aber mit Zahlen belegt. Demnach wohnten im Jahr 2018 77,3 Prozent der Nordwalder in Ein- und Zweifamilienhäusern.

Damit ist der Anteil in etwa gleich groß wie in anderen Kommunen Nordrhein-Westfalens mit weniger als 10 000 Einwohnern (75,8 Prozent). Insgesamt leben in NRW 41,3 Prozent der Menschen in Ein- und Zweifamilienhäusern. Eine Aufteilung, wie hoch der Anteil der Bewohner zum einen in Einfamilienhäusern und zum anderen in Zweifamilienhäusern ist, liefert das Wohnungsmarktprofil nicht.

18,8 Prozent der Nordwalder wohnen in Mehrfamilienhäusern

Die Wohnungsmarktprofile sind Auszüge aus der landesweiten Wohnungsmarktbeobachtung der NRW.Bank. Sie sollen einen guten Überblick über wichtige Trends und Strukturen des Wohnungsmarkts geben. Als Datengrundlage dienen die Zahlen aus dem Zensus 2011. Ältere Daten basieren auf den Ergebnissen der Volkszählung aus dem Jahr 1987. Die NRW.Bank bezieht sich bei den Wohnungsmarktprofilen auf die offiziellen Zahlen des Landes, sie hat zudem eigene Berechnungen aufgestellt.

Dem Profil zufolge lebten vor zwei Jahren 9584 Personen in Nordwalde. 18,8 Prozent wohnten in Mehrfamilienhäusern. Die durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung – Einfamilienhäuser werden ebenfalls als eine Wohnung betrachtet – betrug 115,3 Quadratmeter. Wie viele Personen in einem Haushalt leben, lässt sich nur zum Erhebungsstichtag des Zensus 2011 vom 9. Mai 2011 sagen. Die Daten werden nicht fortgeschrieben. Damals machten Zwei-Personen-Haushalte (30,3 Prozent) den größten Anteil vor Ein-Personen-Haushalten (25,2 Prozent) aus. Dahinter lagen Vier-Personen-Haushalte (17,2 Prozent) auf Rang drei knapp vor Drei-Personen-Haushalten (16 Prozent).

Mieten steigen seit Jahren

Das Wohnungsmarktprofil gibt auch Aufschluss über die mittleren Preise für baureifes Land, die Nettokaltmiete bei wiedervermieteten Wohnungen und Eigenheime. Pro Quadratmeter baureifes Land in Nordwalde mussten demnach in 2018 130 Euro bezahlt werden. Die mittlere Nettokaltmiete bei Wiedervermietung lag bei 6,23 Euro pro Quadratmeter. Neubauwohnungen mit ihren meist überdurchschnittlich teuren Mieten wurden dabei nicht berücksichtigt. Sowohl bei Neubauwohnungen als auch Bestandswohnungen steigen die Mieten in Nordwalde seit Jahren. Beim Kauf eines Eigenheims betrug der mittlere Preis 239 000 Euro.

Der Anteil an frei finanzierten Wohnungen in Gebäuden mit drei und mehr Wohnungen in Nordwalde ist von 2010 bis 2018 fast kontinuierlich gestiegen (von knapp 450 auf knapp 650). Hingegen ist der Anteil an preisgebundenen Wohnungen im selben Zeitraum von knapp über 200 auf etwa 135 Wohnungen gesunken. Bis zum Jahr 2030 sinkt die Anzahl der Sozialwohnungen auf etwa 50, ergibt eine Hochrechnung der NRW.Bank. Grundlage dafür sind die Fristen über den Ablauf der Sozialbindungen der bestehenden Wohnungen.

Nordwalder leben vor allem in Eigenheimen

Der Zuwachs durch die künftige Förderung von Sozialwohnungen ist dabei nicht berücksichtigt. „Diese werden die beschriebenen Rückgänge des Bestandes zumindest teilweise kompensieren“, teilt die NRW.Bank mit. „Dagegen würden vorzeitige Rückzahlungen von Förderdarlehen die Bindungsdauer verkürzen und dadurch den künftigen Rückgang des preisgebundenen Mietwohnungsbestandes beschleunigen.“

Daten, wie die Wohnungen genutzt werden, liegen nur für den Mai 2011 vor. Damals wohnten 63,9 Prozent der Nordwalder in Eigenheimen, 33,1 Prozent zur Miete. Der Anteil an leer stehenden Wohnungen betrug damals 2,8 Prozent. 0,2 Prozent waren als Ferienwohnung vermietet.

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